Forschendes Lernen

Damit die Studierenden von heute zu kompetenten Ingenieurinnen und Ingenieuren von morgen werden, müssen sie frühzeitig und in zunehmendem Maße an die universitäre Forschung herangeführt werden. So können sie später am Schnittpunkt von Technik und Wissenschaft dringende Herausforderungen für die Gesellschaft lösen, indem sie im Praxisfeld flexibel und wissenschaftsbasiert handeln. Unter anderem können sie auch selbst zu Forscherinnen und Forschern werden.

Für die Umsetzung dieser Grundidee des Forschenden Lernens steht ein Repertoire an Methoden und Szenarien zur Verfügung, welche von der frühen Förderung kritischen Denkens in kurzen Vorlesungsphasen bis zur selbständigen Mitarbeit an realen Forschungs- und Entwicklungsprojekten reicht.

Besonders stark werden die Studierenden motiviert, wenn sie sich beim Lernen gezielt und aktiv mit Inhalten und Methoden der Forschung auseinandersetzen. Dabei bekommen sie gleichzeitig einen größeren Einblick in das aktuelle Geschehen in den Instituten ihrer Universität. Für einen nachhaltigen Kompetenzaufbau ist es besonders wertvoll, wenn der Lernablauf und das Lernhandeln an den typischen Forschungstätigkeiten des Fachs orientiert werden. Dies gibt des Studierenden zudem die Chance, eine forschende Haltung auszubilden.

Damit im Labor, im Seminarraum oder im Hörsaal forschungsnahe Lehre durchgeführt werden kann, bedarf es Lehrender, die mit entsprechender didaktischer Kompetenz agieren. Das Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) der TU Hamburg hat deshalb das einjährige Qualifizierungsprogramm „Forschendes Lernen an der TUHH“ für neue wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelt. Seit dem Sommer 2015 bilden sie sich in einem Einjahresprogramm weiter, das aus sechs Workshops, begleitenden Praxisprojekten und einer Abschlusspräsentation besteht. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer analysiert dabei systematisch eine eigene Lehrveranstaltung und entwickelt sie evidenzbasiert und forschungsbezogen weiter.

Falls ganze Studienabschnitte oder Studienprogramme didaktisch verbessert und akzentuiert werden sollen, kann die Weiterqualifizierung der Lehrenden hier direkt einfließen. Zur didaktischen Studiengangsentwicklung als forschungsbezogener Profilentwicklung steht die Expertise des ZLL zur Verfügung, Lernziele kooperativ zu erstellen und daran anschließend eine Studienstruktur für einen stufenweisen Kompetenzaufbau zu entwerfen und abzustimmen. Eine vorgängige Studiengangsanalyse zum Forschenden Lernen kann dabei die Ausgangssituation beleuchten, um Beratungs- und Innovationsprojekte gezielt im curricularen Kontext zu verorten.

Diese abgestimmten Angebote zum Forschenden Lernen als Teil der akademischen Personalentwicklung, als Beratung auf Veranstaltungs- und Modulebene und zur Programmentwicklung unterstützen die traditionell starke Rolle der Forschung an der TU Hamburg und tragen dazu bei, sie mit moderner universitärer Lehre zu verbinden.

Ihre Ansprechpartnerinnen

zll_team_ulrikeUlrike Bulmann
Tel: 040 42878-4624
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zll_team_dorotheaDorothea Ellinger
Tel: 040 42878-4819
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AktuellesSchwerpunkte

Die fünfte Lehrgangsgruppe startete mit 10 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am 13.06.2017 ihr Qualifizierungsprogramm „Forschendes Lernen an der TUHH“. Sie werden fünf verschiedene Lehrveranstaltungen unter dem Konzept des Forschenden Lernen betrachten und im Wintersemester 2017/18 durchführen.

Unter folgenden Links finden Sie alle Blogeinträge die zum Thema "Forschendes Lernen" erschienen sind:

Qualifizierungsprogramm „Forschendes Lernen an der TUHH“ – Version 2.0 goes live

Geschafft! Wissenschaftliche MitarbeiterInnen feierten den Abschluss ihres Qualifizierungsprogramms „Forschendes Lernen an der TUHH“.

Forschendes Lernen @ TUHH: Neue Workshopreihe

Qualifizierungsprogramm „Forschendes Lernen an der TUHH“ geht in die zweite Runde

Lounge Forschendes Lernen

  • Konzeptionierung des Qualifizierungsprogramms (Ulrike Bulmann, Klaus Vosgerau)
  • Koordination, Organisation, Durchführung von Workshops (Ulrike Bulmann)
  • Begleitung zu Praxisprojekten zur Analyse - nach „Classroom Action Research“ - und zur forschungsbezogenen Weiterentwicklung von Lehrveranstaltungen (Ulrike Bulmann)
  • Beratungen zu Praxisprojekten (Ulrike Bulmann, Klaus Vosgerau)
  • Curriculare Einbindung forschungsbezogener Lehrveranstaltungen (Klaus Vosgerau)

Ansprechpartner: ulrike.bulmann@tuhh.de und klaus.vosgerau@tuhh.de