Twitter

Veröffentlicht von Lennart Osterhus am

Twitter

Einführung

Twitter ist eine Kombination aus sozialem Netzwerk und Blog. Nutzerinnen und Nutzer des Dienstes können Kurznachrichten, sogenannte „Tweets“, mit maximal 280 Zeichen verfassen und diese um Fotos oder auch Videos erweitern.

Einsatzszenario

In Wissenschaftskreisen wird Twitter inzwischen eingesetzt, um auf neue Veröffentlichungen aufmerksam zu machen, live von Konferenzen zu berichten und Links zu interessanten Seiten auszutauschen.
In der Lehre ist Twitter ebenfalls einsetzbar. Hier ermöglicht Twitter den Aufbau einer durch ein Interesse verbundenen Gruppe. Die Vernetzung erfolgt dabei durch das Prinzip der „Follower“. Darunter versteht man das Abonnieren von Tweets anderer Nutzer und Nutzerinnen. Die Nutzung ist kostenfrei und mit allen internetfähigen Geräten möglich. 
Twitter kann innerhalb einer Lehrveranstaltung motivierend eingesetzt werden, besonders dann, wenn Studierende den Transfer von theoretischem Wissen zu ihrer Lebenswelt leisten sollen. Studierende können lernbezogen twittern, beispielsweise Fotos und Kurzerläuterungen von Hafenanlagen in Gewässerkunde, die Dokumentation von städtischen Bauprojekten im Bauwesen oder über  Staus und verkehrstechnische Nadelöhre in der Logistik.  Lehrende können auf die getwitterten Beispiele in der Lehrveranstaltung eingehen und so die Praxisrelevanz der Lehrinhalte anschaulich darstellen.
Insbesondere in großen Veranstaltungen kann Twitter als Maßnahme für aktivierende Lehre eingesetzt werden. 

Tipps zur Umsetzung

In der Lehre...

…kann der Einsatz von Twitter den Aufbau von Lehr- und Lernnetzwerken unterstützen. Beispielsweise können so theoretische Lerninhalte mit der Lebenswelt der Studierenden verknüpft werden. So erstellen Lehrende einen Veranstaltungs-Hashtag (#) und fordern die Studierenden auf, unter diesem Hashtag ihre Praxisbeispiele zu einem behandelten Thema in Form von Fotos oder Kurztexten zu twittern.

Für Feedback

Twitter kann ebenfalls als Backchannel eingesetzt werden oder zur Reflexion dienen. Studierende können beispielsweise wöchentlich ihren Lernstand oder Erfahrungen aus ihrem Lernprozess weitergeben. Dabei ist die begrenzte Zeichenzahl ein Vorteil. Die Nutzerinnen und Nutzer sind dazu gezwungen, ihren „Tweet“ auf den Punkt zu bringen.

Spielerischer Charakter

Anfänglich kann das Twittern für die Lernenden eine Hürde darstellen. Damit die Nutzung gelingt und die Studierenden ihre Scheu überwinden, ist es wichtig, dem Ganzen einen eher spielerischen Charakter zu geben.

Dabei hilft es, wenn Lehrende in der Präsenzphase konstruktiv und motivierend auf die Beiträge eingehen und den entwickelten Erkenntnisstand in der Veranstaltung einbeziehen.

Datenschutz

Für die Nutzung von Twitter sind eine Registrierung sowie die Gestaltung eines eigenen Profils nötig. Dieses kann jedoch geschützt werden und somit nur für einen bestimmten Kreis sichtbar sein. Auch dann gilt aber, dass Twitter ein kommerzieller Anbieter ist und niemand dazu verpflichtet werden sollte, sich dort zu registrieren.

Literatur

Samuelis. Theresa (2017). Twitter in der Bildung. bpb Bundeszentrale für politische Bildung.  https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/244924/twitter-in-der-bildungHier ist 

Bauch, Nicole (2014).Twitter in der Praxis. E-Learning & E-Teaching. Freie Universität Berlin. https://blogs.fu-berlin.de/ideenbar/2014/09/18/twitter-in-der-praxis/