Gute Präsentationen erstellen

Veröffentlicht von Lennart Osterhus am

Gute Präsentationen erstellen

Einführung

Vorträge in Kombination mit Präsentationen sind lernförderlicher als Vorträge ohne eine solche Visualisierung. [Schneider/Mustafic 2015] Dabei ist eine gute Gestaltung der Präsentation wesentlich für ihren erfolgreichen Einsatz. Es ist darauf zu achten, dass das gesprochene Wort mit den gezeigten Folien als zweiten Kommunikationskanal gut harmoniert.

Einsatzszenario

Eine gute Präsentation ist die Basis für gutes Verständnis unter den Studierenden, sie dient allerdings auch dazu, die Aufmerksamkeitsspanne der Hörer möglichst lange aufrecht zu erhalten. Daher findet sie auch Einsatz in jeder Art von Lehrveranstaltung (Vorlesung, Übung, Tutorium). 

Es sollte vermieden werden Präsentationsfolien als Skriptersatz mit umfangreichen Texten zu gestalten. Die Studierenden müssten ansonsten entscheiden, ob die relevanten Informationen im Wort des Dozenten oder auf den Folien zu finden sind. Dadurch würde das Arbeitsgedächtnis der Zuhörer zusätzlich belastet werden [Nieke 2011].

Es ist dem Vortragenden natürlich selbst überlassen mit einer Präsentation auch ein wenig zu experimentieren, wie das nachfolgende Video zeigt:

Tipps zur Umsetzung

Der Aufbau einer Präsentation sollte sich an folgenden Punkten orientieren:
  • Folien sollten weder das Gesagte vorwegnehmen, noch eine Ablesevorlage sein. Als effektiv gelten dagegen Schlüsselbegriffe.
  • Ganze Tabellen und Textzüge sollten vermieden bzw. maximal mit optischer Heraushebung der relevanten Information verwendet werden.
  • Die bloße Abbildung von wenigen Zahlen oder Bildern sorgt dafür, dass die Aufmerksamkeit des Auditoriums beim Dozenten bleibt.
  • Bei Text und Bild, die sich aufeinander beziehen, sollte der Text in die Grafik oder Abbildung direkt integriert werden und nicht anhand einer Legende außerhalb des Bildes stehen.

            Beispiel

Kostenfreie Alternativen zu Microsoft Powerpoint...

…orientieren sich u.a. in Funktionalität und Menüdesign am Marktführer. Sie bieten jedoch teilweise vereinfachte Einbindung von multimedialen Inhalten und Funktionen zum gemeinsamen Arbeiten.

  • Haiku Deck diszipliniert durch Designvorlagen mit großer Schrift und einer großen lizenzfreien Bildauswahl zu kurzer, einfacher Visualisierung.
  • Prezi oder Emaze durchbrechen Sehgewohnheiten und befördern die Entwicklung eines Spannungsbogens innerhalb der Präsentation.

Es sollte beachtet werden, dass die zumeist kostenlosen, grafisch ansprechenden Anwendungen meist öffentlich in der Cloud gespeichert werden und daher für sensible Daten ungeeignet sind.

Literatur

Schneider, Michael; Mustafic, Maida (Hg.) (2015): Gute Hochschullehre. Eine evidenzbasierte Orientierungshilfe. Berlin, Heidelberg.

Nieke, Wolfgang (2011): Was nützen dynamische Animationen für die Unterstützung von Präsentationen in Unterrichts- und Unterweisungssituationen? Online unter: Uni Rostock. Zugriff am 16.03.2017.