#digitalonly-Newsletter Nr. 6 Videos in der Lehre

Veröffentlicht von sabine am

Schwerpunkt: Videos in der Lehre
Ausgabe 6|Juli 2020

 

Liebe #digitalonly-Community,

Noch wissen wir nicht genau, wie die Lehrveranstaltungen im kommenden Semester gestaltet werden – in Präsenz, Online oder als Hybrid? Wir glauben aber: Videos bleiben – auch als Ergänzung und zur Anreicherung künftiger Lernszenarien.

Studierende schätzen an Videos, dass sie diese wiederholt anschauen und einzelne Themen gezielt ansteuern können. Dies ist insbesondere beim Verstehen von komplexen Sachverhalten vorteilhaft. Studierende sind dabei auf Empfehlungen von Lehrenden angewiesen, um sicher zu sein, dass die Ressource inhaltlich relevant und richtig ist.

Die Klassiker Telekolleg, Sendung mit der Maus & Löwenzahn
"Online-Vorlesungen statt Präsenzveranstaltungen und Webmeetings statt Sprechstunden? Vor einem Jahr hätten wir darüber gelacht, jetzt stecken wir mittendrin. Der Frust ist zur Zeit zwar ziemlich groß, aber wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Es ist schon eine Hürde, sich ohne feste Vorlesungszeit hinzusetzen und wirklich Vorlesungen, Übungen und Tutorien zu bearbeiten. Ein Video kann zurück gespult oder angehalten werden – das ist in der Vorlesung selten möglich und man beschäftigt sich direkt mit aufkommenden Fragen und kann im eigenen Tempo Abläufe verstehen lernen. Natürlich meckern wir alle – das können wir nun mal am besten. Allerdings dürfen wir die Vorteile dieser digitalen Lehre auch nicht außen vor lassen und sollten das Zusammenspiel zwischen Präsenzlehre und digitalen Inhalten aufeinander abstimmen und zu unserem Vorteil nutzen. Fakt ist nur: Wir vermissen unsere KommilitonInnen!"
Nane Helmke & Merle Holst
Studentinnen im Studienprogramm Bauingenieurwesen (HCU)​

 

Die Vielfalt der Videoformate reicht von Vorlesungsaufzeichnungen und vertonten PowerPoint-Folien über Erklär- und Lehrvideos aus dem Internet bis hin zu interaktiven Videos und Screencasts. Selbst produzierte Videos müssen nicht perfekt sein. Es lohnt sich jedoch, bestimmte Grundsätze zur Qualität zu beachten. Der Mehraufwand lohnt sich, denn Sie können die Videos und Screencasts auch zukünftig einsetzen.  

Tipps für gute Lehrvideos
Screencasts – komplexe Abläufe step-by-step

Um komplexe Sachverhalte darzustellen, können Screencasts – also Aufzeichnungen von Bildschirmaktvitäten – sehr hilfreich sein. So können Sie zum Beispiel die ersten Schritte im Umgang mit einer Software abfilmen. Die erste Hürde ist für Studierende mit Hilfe des Videos meist genommen und in der gemeinsamen Präsenz-/Zoom-Zeit ist Zeit für Fragen und knifflige Probleme. Damit die Produktion eines Screencasts gelingt, sollte man das Ganze anhand eines Drehbuchs planen. Was noch alles zu beachten ist, haben wir im Beitrag  Screencasts zusammengestellt.

Nicht nur berieseln – interaktive Videos

Sie kennen sicherlich die Schwierigkeit, ein geeignetes Video im Netz zu finden: Es darf nicht zu lang sein und muss schnell auf den Punkt kommen. Damit Videos nicht nur passiv rezipiert werden, können sie mit interaktiven Elementen versehen werden. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in unserem Beitrag Interaktive Videos -> siehe unter Lesenswerte Beiträge. 

Ein alternatives Videoformat
Bildschirmfoto aus einem "Desktop Essay" des Studenten Marc Sommer

Für  Daniel Springer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studienprogramm Architektur, ist das Videoformat in diesem Semester ein allgegenwärtiges Medium. In seiner Veranstaltung “Expanding Design” interpretieren die Studierenden ein Interior-Objekt ihrer Wahl. Bei diesem Format setzen Studierende ihre eigene Reflexion des Objekts in Bezug zu ausgewählten Positionen aus der Architektur, Kunst, Theorie und Popkultur. 

„Das Ziel ist, den Studierenden alternative Modelle der Wissensvermittlung und -produktion aufzuzeigen. Unsere Erwartung ist dabei, dass Studierende ihr vorhandenes Wissen neu interpretieren und sich nicht zu scheuen, die eigenen Grenzen aufzubrechen. Es ist ein sehr neues Format für die Teilnehmenden, aber die bisherigen Produktionen sind vielversprechend und vereinbaren Kreativität, Witz und detailliertes Fachwissen.“
Daniel Springer
Wiss. Mitarbeiter Architektur (HCU)

Für dieses #digitalonly-Semester wird durch dieses Format nicht nur die bildgebende Kommunikation und Lehre aus den privaten Haushalten heraus vereinfacht, sondern es gibt auch Anlass zum Experimentieren bezüglich neuer Präsentations- und Abgabeformate. Die Prüfungsleistung ist hierbei das Format “Desktop Essay “ (oder auch Desktop Film oder Documentary) – ein hybrides, computerbasiertes Essay, welches die Art und Weise hinterfragt, wie wir die Welt durch den Computerbildschirm wahrnehmen.

Lesenswerte Beiträge

Gefällt Ihnen die ein oder andere Videoidee aus unserem Newsletter? Dann wünschen wir viel Spaß beim Experimentieren und natürlich angenehme Sommertage!

Ihr Team Medien & Didaktik der HafenCity Universität Hamburg sowie
Ihr Zentrum für Lehre und Lernen der Technischen Universität Hamburg

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Foto: Jakob Owens on Unsplash


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