ZLL beim 9. Workshop der Qualitätsoffensive Lehre in Niedersachen

Zum neunten Mal seit Beginn der Förderung durch den Qualitätspakt Lehre trafen sich die Beteiligten aus den verschiedenen Projekten der niedersächsischen Hochschulen am 23. und 24. Mai an der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel zum Netzwerktreffen der Qualitätsoffensive Lehre in Niedersachen. Logo zugeschnitten

Das ZLL war als Best Practice Projekt bei diesem Workshop vertreten, der einen Abschluss für die erste Förderphase darstellte. Mit Dr. Stefan Niermann war auch wieder ein Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur dabei. Er eröffnete den Workshop mit einem Impulsvortrag zur Diskussion um Qualität in der Lehre, die durch den Bologna-Prozess in den 1990er Jahren angestoßen und in den Folgejahren durch den Wissenschaftsrat aufgegriffen wurde. Was Qualität in der Lehre bedeutet, so Niermanns Fazit, kann mit Blick auf die Entwicklung dieser Diskussion (noch) nicht eindeutig festgehalten werden.

Entsprechend dem Schwerpunkt des Workshops – „Erfolge sichern und Bilanz ziehen“ – stand im Anschluss vor allem die Frage im Raum, wie die Projekte eine nachhaltige qualitative Verbesserung der Hochschullehre ermöglichen können. Deutlich wurde, dass bereits viele Impulse zur Aufwertung der Lehre im wissenschaftlichen Kontext gesetzt werden konnten und ein Kulturwandel der Hochschulen damit bereits eingeläutet werden konnte. Welche Rolle die Hochschuldidaktik für diesen Wandel zukünftig einnehmen kann, wurde allerdings kontrovers diskutiert: Verstehen sich Hochschuldidaktiker als Kollegen der Lehrenden, die ihnen auf Augenhöhe begegnen und sie serviceorientiert beraten? Oder sind Hochschuldidaktiker pro-aktive Strukturveränderer, deren Maßnahmen die Rolle der Lehre im Hochschulkontext steuern soll? Einigkeit herrschte darüber, dass auf dem Weg zu einer Symmetrie von Forschung und Lehre in den nächsten Jahren weiterhin viele Anstrengungen nötig sein werden. Eine Verstärkung der Wettbewerblichkeit und Sichtbarkeit guter Lehre können weitere Schritte auf diesem Weg darstellen.

Für das ZLL war es vor allem spannend, sich in Bezug auf die Bilanz der vielfältigen Projekte zum Ende der ersten Förderperiode auszutauschen und aus den „Lessons Learned“  Anregungen für die zukünftige Arbeit mitzunehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.