ZLL auf der Konferenz der European Writing Center Association

Längst ist die Förderung von Lese- und Schreibkompetenzen im Studium zu einem zentralen Thema in der didaktischen Diskussion an Hochschulen geworden. Vom 08.-10. Juli 2016 bot die Konferenz der European Writing Center Association (EWCA), eine der größten internationalen Tagungen auf dem Gebiet der Schreibdidaktik und Schreibforschung an Hochschulen, die Möglichkeit zum Austausch über schreibdidaktische Themen und Schreibforschungsprojekte. Auf der zweijährig stattfindenden Konferenz kamen an der Universität Lodz in Polen Forschende, Didaktiker_innen, Lehrende und Schreibberater_innen aus verschiedenen Teilen der Erde zusammen, um sich über neue Erkenntnisse des wissenschaftlichen Schreibens an Hochschulen auszutauschen sowie innovative didaktische Umsetzungen und methodische Ansätze zu diskutieren.

Das ZLL war mit einem Beitrag von Dr. Nadine Stahlberg vertreten, die ausgewählte Ergebnisse aus der Umfrage zum Schreiben in den Ingenieurwissenschaften an der TUHH (2015/2016) vorstellte und diskutierte, welchen Nutzen Umfragen wie diese für die Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Maßnahmen haben. Die Ergebnisse bezogen sich u. a. auf den Stellenwert des Schreibens in den Ingenieurwissenschaften (90% der befragten Lehrenden der TUHH finden Schreiben sehr wichtig oder wichtig, siehe Abb.), die Ziele des Schreibens in den Ingenieurwissenschaften sowie die Häufigkeit und Art von Schreibaufträgen. Die Ergebnisse stießen auf großes Interesse bei den internationalen Zuhörern und regten eine intensive Diskussion – auch über den Vortrag hinaus – an.

Center for Teaching and Learning, TUHH 2016
Center for Teaching and Learning, TUHH 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

Daneben gab es zahlreiche interessante Konferenzbeiträge, in denen u. a. Modelle zum Schreiben vorgestellt und diskutiert, Forschungsergebnisse präsentiert, Konzepte und Best Practices diskutiert sowie Schreibübungen erprobt wurden. In einer Keynote stellte Tiane Donahue (Dartmouth College, USA) das von ihr initiierte Projekt „Multilingual Research Bibliography“ vor. Ziel des Projekts ist es, eine Ressource zu schaffen, die weltweit erschienene Studien zum Thema Schreiben zusammenstellt – insbesondere solche, die nicht in englischer Sprache verfasst sind, um zum einen Schreibforschung als eigenes Forschungsfeld zu stärken und zum anderen den weltweiten Dialog und Austausch zu fördern. Ebenso Thema der Keynote waren Treshold Concepts im Schreiben, die in einer interaktiven Panelsession diskutiert wurden (z. B. Schreibfähigkeit kann gelernt werden, Schreiben involviert einen Adressaten).

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