ZLL auf der Dortmund Spring School for Academic Staff Developers

Wie wirksam sind didaktische Methoden und innovative Veränderungen in der Lehre? Die Frage danach, inwiefern eine didaktische Neuerung in der Lehre die angestrebte Veränderung (z. B. Verständniserhöhung, Aktivierung) herbeiführt, ist für die Entwicklung guter Lehrkonzepte von großer Bedeutung. Auf der Basis evidenzbasierter Aussagen über didaktische Innovationen können sinnvolle Entscheidung darüber getroffen werden, ob sich ihr Einsatz lohnt.

Evidenzbasierung in der Lehre war auch zentrales Thema einer kürzlichen hochschuldidaktischen Konferenz. Unter dem Titel „Implementierungsstrategien für innovative Entwicklungen in der Hochschulbildung“ fand vom 2. bis 4. März 2016 an der Technischen Universität Dortmund die 7. Dortmund Spring School for Academic Staff Developers (DOSS) statt (http://www.zhb.tu-dortmund.de/hd/doss2016_startseite/).

Das ZLL war mit zwei Beiträgen vertreten:

Nadine Stahlberg führte gemeinsam mit Kolleginnen der Universitäten Bochum und Bielefeld einen Workshop zur Verknüpfung von Schreibdidaktik und Hochschuldidaktik durch. Die Referentinnen setzten sich zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit der Frage auseinander, wie die Hochschuldidaktik Lehrende dabei unterstützen kann, Potenziale des Schreibens zu nutzen (bspw. zur Erkenntnisgewinnung und zur Verständnisförderung) sowie fächerspezifische Schreib- und Lesekompetenzen zu fördern. Im Workshop wurden Konzepte und Ansätze vorgestellt und diskutiert sowie schreibdidaktische Methoden erprobt, die in der hochschuldidaktischen Praxis eingesetzt werden können. Zentrale Punkte der Diskussion waren: Welche schreibdidaktischen Übungen kann ich in der Hochschuldidaktik mit welchem Ziel einsetzen und wie formuliere ich davon ausgehend sinnvolle Schreibaufträge?

Ulrike Bulmann stellte das Qualifizierungsprogramm “Forschendes Lernen an der TUHH” mit einem gemeinsamen Beitrag von Klaus Vosgerau, Timo Lüth und Sönke Knutzen dem hochschuldidaktischen Publikum im Themenforum zu innovativen Konzepten für die Weiterbildung und ihrer Implementierung vor. Diese hochschuldidaktische Weiterbildung zur Einführung von Forschendem Lernen und zur Integration von forschungsnahen Lehrkonzepten in die eigene Lehre wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieß auf großes Interesse, erntete ein großes “Daumen hoch” und wurde kurz zu einzelnen Punkten konstruktiv-kritisch diskutiert. Die Kommentare werden in die Weiterentwicklung des Programms einfließen.

Die DOSS bot neben interessanten Keynotes auch spannende Workshops z. B. zum Forschenden Lernen, zu Begleitforschungen zur Lehre und zur selbständigkeitsorientierten Begleitung in MINT-Fächern. Im Detail seien hier aufgeführt:

  • “Forschendes Lernen! – Hochschulinterne Forschung als Impuls für die Lehrentwicklung” (Susanne Gotzen und Simone Beyerlin, Technische Hochschule Köln),
  • “Begleitforschung zur Lehre implementieren – Zwischen Dienstleistung, Wissenschaftsstandards und Scholarship” (Thorsten Braun, Universität Stuttgart) oder auch
  • “Forschendes Lernen und Problemlösen im MINT-Bereich: Selbständigkeitsorientiert begleiten – ein fächerübergreifendes Ausbildungskonzept” (Jörn Schnieder, Universität zu Lübeck; Martin Bracke, Technische Universität Kaiserslautern; Detlev Jan Friedewold, Universität Hamburg).

Autorinnen: Ulrike Bulmann und Nadine Stahlberg

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