TUHH hautnah – Studierendenprojekte

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Eröffnung der Veranstaltung “TUHH hautnah – Studierendenprojekte” (Foto: Viktoria Constanze Schneider)
Zum mittlerweile zweiten Mal fand am Dienstag den 29.03. die Veranstaltung „TUHH hautnah“ statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung im Congress Center Hamburg (CCH) präsentierten rund 350 Studentinnen und Studenten der Technischen Universität Hamburg (TUHH) ihre Semesterarbeiten sowie diverse Projekte. Dieses Mal war die Veranstaltung auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich, nachdem es letztes Jahr große Nachfrage im Anschluss an die Veranstaltung gab.

Die Studierenden des Interdisziplinären Bachelor-Projekts zeigten einmal mehr, wie erfolgreich man sein kann, wenn man sich für sein Studienfach begeistert. In diesem freiwilligen Projekt für Erstsemester konstruieren die Studierenden in Teamarbeit Prototypen zu verschiedenen Themen. Als Semesteraufgabe im Teilprojekt “OpenTopic” galt es, in Kooperation mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e. V., ein Hilfsmittel für Blinde und Sehgeschädigte zu entwickeln. Viel Anklang im Publikum fand die farbenfrohe Umsetzung des Tatik-Spiels “Siedler von Catan”, das Blinde, Sehgeschädigte und Normalsehende nun gemeinsam spielen können. Die zweite Gruppe im Projekt entwickelt zur Zeit ein taktiles Modell des Hamburger Hauptbahnhofs. Im Thema “Algenreaktor” staunten die Besucher über interessante Konzepte für lichtdurchflutete Reaktionsgefäße für optimiertes Algenwachstum, und die Gruppe “Luftschiffe” manövrierte die trägen Heliumballone durch einen anspruchsvollen Parcours. Neben den aktuellen Projekten wurden in der Halle alle im Projekt entstandenen Exponate aus den letzten Jahren – darunter auch zwei Kleinwindanlagen aus dem Teilprojekt “citywind” – präsentiert.

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“Open Topic”-Brettspiel für Sehbehinderte, Blinde und Normalsehende (Foto: Viktoria Constanze Schneider)

Für die Verwirklichung des Bachelor-Projekts ist neben Uta Riedel, Siska Simon und Anne Bunde vom Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) besonders auch der Initiator der CCH-Veranstaltung und Leiter der Studierendenwerkstatt Hartmut Gieseler hervorzuheben, der den Studierenden wieder mit Rat und Tat zur Seite stand.

Zu den weiteren Highlights gehörte der Rennwagen des e-gnition Teams, der Dank seines elektrischen Antriebs über die Rennstrecke raste. Nicht ganz so schnell, aber dafür im direkten Konkurrenzkampf ließen die Konstrukteurinnen und Konstrukteure des Maschinenbauprojekts ihre Luftschiffe gegeneinander starten – sie mussten in verschiedenen Disziplinen (wie Gewicht oder Schnelligkeit) ihre Leistung erbringen, die zum Ende der Veranstaltung mit Preisen belohnt wurde.

Preisträger
v.l.n.r.: Marcus Bartels (Betreuer von Jan Schattner), Anne Hagemann, Duy Anh Pham Dao, Fabian Laukotka und Matthias Teichelmann (Foto: Viktoria Constanze Schneider)
Ebenfalls über Preise durften sich fünf Tutorinnen bzw. Tutoren der Technischen Universität Hamburg freuen. Sie wurden – zum ersten Mal – für ihre herausragenden Leistungen mit dem mit 250 Euro dotierten „Tutorenlehrpreis 2016“ ausgezeichnet, der von den beiden Fachreferentinnen des Zentrums für Lehre und Lernen Jenny Alice Rohde und Caroline Thon-Gairola ins Leben gerufen wurde. In der Jury, die die schwere Wahl zwischen vielen guten Nominierten hatte, saßen Dr. Andrea Brose, Geschäftsführende Koordinatorin des ZLL, Prof. Dr. Christian Kautz, Leiter der Fachdidaktik für Ingenieurwissenschaften und Prof. Dr. Sönke Knutzen, Vizepräsident Lehre der TUHH. Sie übergaben zusammen mit dem Präsidenten der TUHH Prof. Dr. Dr. h.c. Garabed Antranikian den glücklichen Preisträgern Anne Hagemann, Fabian Laukotka, Jan Schattner, Duy Anh Pham Dao und Matthias Teichelmann die Urkunden und die Laudationen.

21 Schulklassen wetteiferten in einer Rallye mit Fragen der vielen Aussteller – die Gewinner werden auf der Internetseite des ZLL verkündet. “Wie schön, dass die Schülerinnen und Schüler hier soviel sehen und ausprobieren können; alle sind begeistert von der Technik”, sagte ein Lehrer. Viel zu entdecken gab es an den Ständen der KinderForscher an der TUHH, des Startup Dock, des DLR_School_Lab, der robotik@TUHH und der Firma NORDMETALL, die auch den Trailer der Bühne sponserte. Sie zeigte mit „Formel 1 in der Schule“ eine Art Reaktionstest, in dem man auf Knopfdruck kleine Autos nahezu explosionsartig über eine gerade Strecke fahren lassen kann.

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Garabed Antranikian und Ralf Grote (TUHH) beim “NORDMETALL-Autorennen” (Foto: Viktoria Constanze Schneider)

Besonders zu würdigen ist der Einsatz der zahlreichen Kuchenbäckerinnen und -bäcker, die dazu beigetragen haben, dass eine bunte Kuchentafel entstanden ist. Bei einem Stück selbstgebackenen Kuchen konnten sich die Teilnehmenden und Gäste ausruhen und austauschen. Der Verkauf des Kuchens kommt dem Kinder Hospiz “Sternenbrücke” zu Gute. Die Scheckübergabe erfolgt in Kürze. Vielen Dank auch den engagierten Verkäufern!

Auch nächstes Jahr wollen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler im CCH der Öffentlichkeit ihre Arbeiten und Ideen präsentieren – wir freuen uns auf neue spannende Projekte!

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