„Transition – Übergänge gestalten“: ZLL beim zehnten Workshop der Qualitätsoffensive Lehre in Niedersachen

Nunmehr zum zehnten Mal seit Beginn des Qualitätspakt Lehre (QP-L) kamen Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus QP-L Projekten Niedersächsischer plus Hamburger und Bremer Hochschulen Anfang Februar an der HAWK in Hildesheim zum Netzwerktreffen der Qualitätsoffensive Lehre in Niedersachen.

Das Thema des zehnten Netzwerktreffens war „Transition – Übergänge gestalten“. Alle Projekte befinden sich im Übergang von der ersten zur zweiten Förderperiode und so war genug Anlass gegeben, zurückzuschauen und den Übergang in die zweite Periode zu beleuchten. Es wurden Übergänge auf struktureller sowie inhaltlicher Ebene betrachtet. Heiß diskutiert wurden vor allem Themen rund um die Weiterqualifizierung Lehrender an Hochschulen. Sollte diese nach dem Freiwilligkeitsprinzip, ggfs. ergänzt durch ein Anreizsystem (wie es an der TUHH gelebt wird) angeboten werden? Oder sollten Lehrende (mindestens gefühlt) verpflichtend an lehrbezogener Weiterqualifizierung teilnehmen? Sollte letzteres abhängig von der Statusgruppe der bzw. des Lehrenden sein: Professorinnen und Professoren, akademischer Mittelbau bzw. studentische Tutorinnen und Tutoren? Soll diese Weiterqualifizierung in Form von Workshops statt finden? Wie lang dürfen diese sein? Oder soll die Weiterqualifizierung eher fall- und problembasiert, am Lehrprozess entlang in Form von Beratungs- und Coachingangeboten stattfinden?

Dem Thema des Workshops entsprechend hielt Prof. Dr. Dieter Euler von der Universität St. Gallen seine Keynote mit dem Titel „Was von Projekten übrig bleibt … – Von innovativen Projekten zur Hochschulentwicklung in der Lehre“.

Unumstritten ist mittlerweile, dass die Weiterentwicklung von Lehr- und Lernqualität keine Projekt-Angelegenheit ist, sondern tiefgreifend in die Hochschulentwicklung wirkt. Dies wurde nicht nur von Prof. Euler dargestellt und diskutiert. Die gastgebende Vizepräsidentin für Studium und Lehre der HAWK, Prof. Dr. Annette Probst, spiegelte dies aus Sicht ihrer Hochschule. Die Beteiligten der teilnehmenden Hochschulen verglichen und berichteten, wo bzw. wie weit ihre Hochschule in dem Entwicklungsprozess ist. Prof. Eulers erste These lautete: „Lehrinnovationen konkurrieren häufig mit anderen Innovationsthemen.“ Dies spiegelt sich auch in der Sprache wider: Lehrverpflichtung vs. Forschungsfreiheit, Exzellenzinititative vs. Qualitätspakt Lehre.

Wie in vergangenen Workshops wurde erneut die Stellung der Hochschuldidaktik bzgl. dieses Prozesses kontrovers diskutiert. Der Begriff bzw. das Konzept des „Third Space“ in der Hochschule, also der Raum zwischen dem Akademischen und dem Administrativen in den Hochschulen, ist mittlerweile tief in der (wenigstens nord-) deutschen Hochschullandschaft angekommen.

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