Think-Pair-Share

Bild “Think Pair Share” von Ralf Appelt

Think-Pair-Share ist eine Methode, die ohne viel Vorbereitung anwendbar und dabei sehr effektiv ist. Sie kann jederzeit in einer Vorlesung oder Übung angewendet werden. Die Nutzung von Basisgruppen ist auch hier möglich. Eine Kombination mit dem Einsatz von Clicker ist ebenfalls sinnvoll (Infobox: Clicker & Peer-Instruction).

Wie funktioniert das in einem Hörsaal?

Nach einem kurzen Impulsvortrag oder an einer besonders wichtigen Stelle im Vortrag sollen die Studierenden sich mit einer konkreten Problemstellung zu den gehörten Inhalten auseinandersetzen. Nachdem die Frage gestellt ist und es keine Rückfragen mehr dazu gibt, ist jeder Einzelne dazu aufgefordert, sich dazu Gedanken zu machen und diese stichwortartig festzuhalten. Nach angemessener Zeit bittet der Lehrende darum, sich über die Frage und mögliche Antworten im Team oder mit dem Sitznachbarn auszutauschen. Jeder versucht, den anderen die eigenen Gedanken zu erläutern und sie gegebenenfalls zu überzeugen. Indem die Studierenden sich austauschen, werden bestimmte Aspekte klarer. Im nächsten Schritt kann der Lehrende einzelne erarbeitete Ergebnisse einholen und diese vor dem Plenum erörtern.

So waren in kompakter Form alle Anwesenden aktiv mit dem Thema beschäftigt und haben von- und miteinander gelernt. Der Lehrende bindet das Wissen der Studierenden aktiv in die Gestaltung der Vorlesung ein. Statt ausschließlich vorzutragen, kann er zum Denken anspornen und Studierende wie Lehrende profitieren von der daraus entstehenden Dynamik.

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