Studierende präsentieren und feedbacken gemeinsam in der Gewässerkunde

Prof. Fröhle || B-10 || 100 TN || 5. Bachelor-Semester || Gewässerkunde || WiSe 2014/15 ||

Die Einführung in die Gewässerkunde wurde bereits vor der Umstellung als Kombination aus Vorlesung und Übung durchgeführt. Die Studierenden erlernten die Vorlesungsinhalte zumeist passiv und konzentrierten sich beim Veranstaltungsbesuch eher auf die Übung. Die Lernziele waren dabei im Wesentlichen auf fachliche Kompetenzen beschränkt. Mit der Lehrinnovation sollten die Ziele v. a. um das selbständige Lernen und das gemeinsame Lernen und feedbacken erweitert werden. Der Entwicklung von Sozialkompetenz kam dabei besondere Bedeutung zu.

Nach der Umstellung im Rahmen der Lehrinnovation wurden Vorlesung und Übung stärker miteinander verzahnt, und die Vorlesung wurde durch aktives Lernen umgestaltet. Als Kernelement wurden die Studierenden in Basisgruppen eingeteilt, in denen sie über das ganze Semester zusammenarbeiteten. In den Gruppen präsentierten sie entweder im Plenum ein Fachthema, gaben dazu Feedback oder bereiteten einen Übungstermin vor. In die übrig gebliebenen Vorlesungsabschnitte wurden zudem Phasen für Peer Instruction integriert, die durch Clicker-Fragen eröffnet wurden und in denen die Studierenden ihr Verständnis prüfen und weiterentwickeln konnten. Unterm Strich führte die Umgestaltung dazu, dass die Lehrenden nun primär als Lernbegleiter und -begleiterinnen agierten, anstatt nur Fachwissen zu vermitteln. Abgestützt wurde der neue Ansatz durch ein differenziertes Prüfungskonzept mit Gruppenpräsentation, Berichten zur Übung und Peer-Feedback, das die Klausur ablöste.

In der Evaluation bewerteten die Studierenden die Qualität der Arbeitsergebnisse, die in den Gruppen erreicht wurde, und das neue Prüfungskonzept besonders positiv. Danach wurden Vorlesung und Übung kontinuierlich weiterentwickelt. Da das Modul ab dem Wintersemester 2015/16 bereits im 3. Semester stattfindet und so direkt an die Studieneingangsphase anschließt, benötigten die Studierenden noch mehr Orientierung beim Lernen. Deshalb wurde mit einer Themenübersicht gearbeitet, die im Veranstaltungsablauf immer wieder aufgerufen wird. Zudem wurde der rote Faden noch sichtbarer gemacht, indem die Themen und Vorhaben jeder Sitzung – z. B. aus der Instrumentenkunde, der Felduntersuchung, den Problemfeldern der Hydrologie und der Statistik – immer wieder auf das durchgehende Beispiel einer gewässerkundlichen Untersuchung bezogen wurden. Zudem wurden die Methoden weiter geschärft, mit denen den vortragenden Studierenden Feedback gegeben wird, beispielsweise durch Erweiterung der Fragen- und Feedbackrunde.

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