Professoren sind ersetzbar? Angst und Schokoküsse

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Bildquelle: danbruell / flickr.com

Für eine Beilage zur ZEIT, ZEIT Campus, hat Professor Fritz Breithaupt eine Kolumne geschrieben. Darin äußert er seine Sorgen über die Aufzeichnung von Vorlesungen, die sich die Studierenden dann jederzeit online ansehen können.

DAS PROBLEM

Manche Kollegen erklärten darin die komplexesten Themen verständlich, führt Breithaupt aus. Er fürchtet allerdings, dass er und viele andere sich damit nicht messen können und meint, dass nun “nur noch das Miteinander” bleibt  – und er verteilt fortan Schokoküsse in seinen Vorlesungen. Nun sollen weder Schokoküsse noch das Miteinander abgewertet werden. Es stört allerdings ein wenig, dass das die einzig denkbare Reaktion sein soll.

DIE LÖSUNG

Man möchte Professor Breithaupt die Überschrift eines Kommentators unter seinem Beitrag zurufen: “Didaktik würde helfen”! An der TUHH lassen viele Lehrende ihre Vorlesungen aufzeichnen, manche spielen auch Sequenzen der von Breithaupt gefürchteten Kollegen in ihre eigenen Vorlesungen ein. Warum die Hörsäle trotzdem nicht leer gefegt sind? Weil man Vorlesungsaufzeichnungen didaktisch geschickt einsetzen kann, um die Selbststudienzeit der Studierenden zu organisieren, um sie einen bestimmten Themenbereich  vertiefen, in Gruppen arbeiten oder auch um schlicht nur einmal für zwei Minuten jemanden anderen in der Vorlesung reden zu lassen.

Auch so entsteht ein Miteinander, es entstehen abwechslungsreiche Lehrveranstaltungen, in denen Lehrende und Studierende einander begegnen und sich austauschen. Und – wenn alles gut läuft – gibt es sogar Schokoküsse nicht als letzte Reserve, sondern einfach mal so.

 

 

 

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