Problem Based Learning digital!

Digitalisierung am Institut für ABwasserwirtschaft und Gewässerschutz

Die Umstellung von Präsenzveranstaltungen auf Online-Lehre ist das Thema der Stunde an der TUHH. Vor welchen Herausforderungen stehen die Institute aktuell und welche Lösungen sind bereits erprobt? Im siebten Teil unserer kleinen Interview-Serie berichtet Lukas Huhn über seine Erfahrungen und Herausforderungen am Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der TUHH.

Welche Lehrveranstaltungen müssen jetzt bei Ihnen umgestellt werden und vor welche Herausforderungen stellt Sie das?

Ich bin/war in diesem Semester mit der Umstellung des Moduls ‘Nexus Engineering – Water Soil, Food and Energy’ beschäftigt, welches als PBL in verschiedenen Masterstudiengängen als WP im 2. Semester angeboten wird und in den letzten 3 Jahren von 70 – 90 Studierenden pro Semester gewählt wurde. Auch in diesem Semester haben sich zunächst wieder über 90 Studierende im StudIP angemeldet, von denen immer noch 75 am Ball geblieben sind.

Neben der Vorbereitung zur Produktion von Vorlesungsvideos, die im Sinne des asynchronen Lernens, regelmäßig auf einem kursinternen WordPress-Blog zur Verfügung gestellt werden, ist es eine große Herausforderung, eine Projekt-basierte Lehrveranstaltung komplett online durchzuführen. Zunächst hatten wir vor, die Teilnehmendenzahl auf 40 zu begrenzen, um eine online Betreuung der Projektgruppen über mehrere Wochen zu ermöglichen. Nachdem die Nachfrage für den Kurs dann doch wieder so hoch war, haben wir beschlossen, einen Teil der Prüfungsleistung mit einer Klausur abzudecken und nur kleinere Gruppenprojekte im letzten Drittel des Semesters durchzuführen.

So haben wir nun die Vorlesungen, Diskussions- und Rückfragemöglichkeiten, Übungen und einen Bereich für die Gruppenarbeiten gebündelt auf einem Kursinternen WordPress-Blog realisiert

Welche Tools nutzen Sie um mit Ihren Studierenden in Kontakt zu bleiben und wie sind Ihre Erfahrungen mit diesen Tools bisher?

Wie bereits erwähnt verwenden wir in unserem PBL Kurs ein WordPress Blog. Des Weiteren wird an unserem Institut in der Lehre aktuell mit ILIAS-Kursen, PowerPoint Videos, OpenBoard, StudIP Foren und Zoom gearbeitet (eventuell auch noch weitere). Die Kommunikation läuft primär via Email und Telefon, sowie hin und wieder Videokonferenzen – ich weiß auch von gelegentlichem Einsatz von Mattermost und SharePoint.

Gibt es Positives, das Sie der aktuellen Umstellung auf digitale Lehre abgewinnen können?

Einerseits gehen bei so einer kompletten Umstellung der Lehre einige wichtige Dinge, wie der direkte Kontakt und die individuelle Betreuung verloren. Zudem mussten gewiss auch einige Abstriche gemacht werden, wie in unserem PBL. Anderereits lässt sich auf diese Weise ja vieles wesentlich besser übermitteln, als in einer klassischen “Frontalveranstaltung”. Die Möglichkeiten digitaler Angebote sollten im 21. Jahrhundert fest zum Programm der Hochschulen gehören, auch um den vielen verschiedenen Lebenssituation der Studierenden gerecht zu werden. Im Grunde liegen wir da ja in ganz Deutschland, weit unter der vor 20 Jahren prognostizierten Quote für digitale Lehrangebote. Ich glaube, dass dies auch vielen DozentInnen geholfen hat, sich (endlich) mal mit den Möglichkeiten für digitale Lehre zu beschäftigen und hoffe, dass einige Angebote auch in Zukunft weiter bestehen und ausgebaut werden.

Vielen Dank für den spannenden Bericht über die Umsetzung einer PBL-Veranstaltung in die digitale Lehre. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Pioniergeist und Erfolg für dieses digitale Semester!

Lesen Sie hier frühere beiträge dieser reihe:

Bildquelle: freepik.com

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