Preisverleihung für Tutoren: Ehrung und Austausch zu guter Lehre

Die Chance unserer Vizepräsidentin Lehre ihre Ideen für gute Lehre an der TUHH persönlich mitzuteilen sowie eine feierliche Würdigung ihrer Lehrleistung erhielten letzten Dienstag sechs engagierte Tutoren.

Bei den sechs Tutoren (Andrés Cortez, Fabian Krüger, Felix Schlösser, Marco Repke, Andreas Mohr und Robin Hohberg) handelt es sich um die Lehrpreisträger 2020. Unter 18 sehr starken Bewerbungen auf den Lehrpreis für Tutorinnen und Tutoren haben diese sechs die Jury (Kerstin Kuchta, Katrin Billerbeck, Christian Kautz, Deniz Razi und Jan-Joshua Schmitt) besonders beeindruckt. Ihre Betreuer/innen aus den Instituten beschrieben sie z. B. als große Stütze und einen Motor für Innovation in der Lehre sowie eine wichtige Schnittstelle zwischen Studierenden und Dozierenden. Ihre Studierenden lobten die gute Lernatmosphäre, die Begeisterung, die verständliche Sprache und das große Engagement auch für den/die Einzelne/n.

Ihre digitale Preisverleihung am 10.11. wurde von unserer Vizepräsidentin Kerstin Kuchta gemeinsam mit unserer geschäftsführenden Koordinatorin des ZLL, Dr. Andrea Brose, unserem Professor für Fachdidaktik der Ingenieurwissenschaften Christian Kautz und mir ausgerichtet. Zusätzliche Wertschätzung war die Teilnahme von Betreuerinnen der Tutoren aus den Instituten, aktuellen und ehemaligen Kolleginnen aus dem ZLL, Familie der Lehrpreisträger sowie des Leiters des bundesweiten Netzwerks Tutorienarbeit.

Zu Beginn der Veranstaltung gingen Christian Kautz (selbst Gewinner des Hamburger Lehrpreises 2009) und ich auf die große Bedeutung von Tutorinnen und Tutoren und ihr Lehrformat allgemein ein.
Tutorinnen und Tutoren leisten quantitativ und qualitativ einen entscheidenden Beitrag zur Lehre. So ermöglicht ihr Engagement trotz Pandemie insbesondere die Erstsemesterstudierenden in kleinen Präsenzveranstaltungen willkommen zu heißen und ihnen eine gute und persönliche Betreuung zu bieten. Das ist gerade in einer Zeit, in der das Wort „lost“ zum Jugendwort des Jahres 2020 gewählt wurde, wichtig, um den Studierenden, die ihr Abitur mehrheitlich digital absolvieren mussten, Kontakte und Orientierung zu erleichtern.

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Erhebungen an der TUHH aus der Abteilung von Professor Kautz belegen zudem, dass die Methodik in eben diesen meist tutoriell geleiteten Übungen einen stärkeren Einfluss auf die studentische Leistung hat als der Dozent, der die Vorlesung leitet (s. Grafik). Daher ist es sehr wichtig, die Tutorinnen und Tutoren gut zu qualifizieren. Auch, weil ein Großteil von ihnen ihren beruflichen Weg nach ihrem Abschluss als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in fortsetzt, sie also das hauptamtliche Lehrpersonal von morgen sind.

Im Anschluss wurden die sechs Lehrpreisträger von Dr. Andrea Brose und mir mit Laudationen geehrt und der gesamte Bildschirm war übersäht mit Symbolen für klatschende Hände und Daumen hoch.

Dann drückte Prof. Dr-Ing. Kerstin Kuchta ihre Wertschätzung für den Einsatz von Tutorinnen und Tutoren im Allgemeinen und die sechs im Speziellen aus und lud sie ein, „ihr etwas ins Buch zu schreiben“. Diese Gelegenheit nutzten die Tutoren, die sowohl ihre studentische als auch ihre tutorielle Perspektive einbringen können, um ihre positiven wie auch problematischen Erfahrungen zu teilen und Vorschläge zu unterbreiten. Ein Vorschlag, der in Betracht gezogen wird, ist ein Beginn der Tutor/-innenverträge schon zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn, um mehr Zeit für die Einarbeitung in Programme und die Erstellung von Lernmaterialien wie z. B. Lehrvideos zu haben.

Auf diese Weise trug die Veranstaltung nicht nur zur Honorierung ihrer bemerkenswerten Leistungen (Laudationen s. hier), sondern auch zu einem Austausch zwischen Präsidium, vertreten durch Kerstin Kuchta und Studierenden bzw. Tutoren bei.


JiTT= Just in Time Teaching

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