Online-Lehre an der TUHH: getting started

Online-Lehre an der TUHH: getting started

Außergewöhnliche Umstände erfordern besonderes Handeln. Bewährtes Vorgehen muss überdacht und angepasst werden. So auch in der universitären Lehre. Es ist nach jetzigem Stand davon auszugehen, dass die Präsenzstudienzeit im kommenden Sommersemester zumindest teilweise, wenn nicht sogar vollständig durch Online-Inhalte kompensiert werden muss. Die TUHH kann den Studierenden keine Verzögerung in ihrer Ausbildung zumuten. Das bedeutet für Lehrende eine große Verantwortung und damit verbunden auch ein nicht zu unterschätzender Aufwand.

Das ZLL lässt Sie mit dieser Aufgabe nicht allein. Unabhängig davon, welche Formate nun online stattfinden werden –  Sie sollten sich zuerst die Frage stellen, welche Lernziele Sie mit Ihrer Veranstaltung verfolgen und ob durch zusätzliche Online-Inhalte auch ein Mehrwert geschaffen werden kann. Es muss nicht zwangsläufig ein Kameramitschnitt in einem leeren Hörsaal sein. Ein ganz einfacher Start wäre mit dem folgenden Vorgehen gemacht: Es ist vergleichsweise einfach Vorlesungsfolien in Powerpoint mit eigenen gesprochenen Kommentaren und dem Videobild aus der Webcam zu versehen und so eine eher konservative Vorlesung auf den Bildschirm der Studierenden zu bringen. Fragen zu den Inhalten könnten hinterher durch den Austausch von E-Mails geklärt werden.

Dieses Format kann durch zusätzliche Angebote erweitert werden, die die Mitarbeit der Studierenden fordern und so ein engeres Miteinander trotz der räumlichen Distanz ermöglichen. Online-Tests zur Überprüfung des eigenen Wissens werden bereits von vielen Lehrenden angeboten. So ließe sich in der Vorlesung auch gezielt auf Defizite der Studierenden eingehen. Auch könnte man Studierenden Arbeitsaufträge erteilen, die in einem Wiki oder Blog erarbeitet und durch Lehrende kommentiert bzw. korrigiert werden.

Inhalte von Hörsaalübungen könnten vermehrt auf Stud.IP ausgelagert werden. Es ist auch möglich, Studierende eine Aufgabe gemeinsam lösen zu lassen. Hierzu sind beispielsweise Tools zum kollaborativen Schreiben oder Online-Whiteboards prädestiniert.

Halten Sie Ihre Vorlesung „live“ und möchten die Studierenden zu eigenem Nachdenken bewegen, so könnten Sie Clicker einsetzen. Statt der Hardware-Clicker stehen hierfür auch limitiert mobile Lizenzen zur Abstimmung mittels Handy zur Verfügung. Setzen Sie sich bei Interesse gerne mit uns in Verbindung.

Eine weitere Herausforderung sind die vielen Laborpraktika und Versuchsdurchführungen. Wenn es nicht möglich ist, die Versuche als Videos selbst zu produzieren, können gegebenenfalls schon vorhandene Videos diese Lücken zumindest teilweise schließen. Neben Inhalten der HOOU (Hamburg Open Online University) können auch frei zugängliche Videos anderer Universitäten oder YouTube-Videos bestmöglich genutzt werden.

Wir unterstützen Sie sehr gerne in der Umsetzung Ihrer (Online-) Lehre für das kommende Sommersemester und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

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