Interaktive Summer School für interdisziplinäre Promovierende im Sonderforschungsbereich 986

In der vorletzten Vorlesungswoche hat die 1. fachliche Summer School des Graduiertenkolleg des Sonderforschungsbereich (SFB) 986 stattgefunden. An der Summer School nahmen hauptsächlich Promovierende des SFB 986 teil, die sich in ihrem Promotionsprojekt der Entwicklung neuer und maßgeschneiderter Materialien widmen.

Um die Summer School auch optimal auf die Bedürfnisse der Promovierenden zuzuschneiden, haben die Mitarbeiter des Graduiertenkollegs unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Kautz die Promovierenden zu großen Teilen in die Planung mit einbezogen. So wählten die Promovierenden z. B. den Schwerpunkt der Summer School „Interfaces“ selbst, da Grenzflächen in den meisten der 20 Teilprojekte des SFB 986 eine bedeutende Rolle spielen. Auch haben die Nachwuchswissenschaftler die Referenten der Summer School selbst vorgeschlagen und so namhafte Wissenschaftler der Technischen Universität Wien, der ETH Zürich, des Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden, der Universität Stuttgart, der Ruhr Universität Bochum und des Helmholtz-Zentrum Geesthacht für die Veranstaltung gewinnen können.

Bearbeitung eines Tutorials im Workshop von Prof. Dr. Joachim Bill von der Universität Stuttgart (copyright: Ulrike Herzog).
Bearbeitung eines Tutorials im Workshop von Prof. Dr. Joachim Bill von der Universität Stuttgart (copyright: Ulrike Herzog).

Ein Ziel der Summer School war es, ein Forum für einen regen Austausch zwischen den jungen und den geladenen Wissenschaftlern zu schaffen. Dies sollte durch ein weniger vortragsbasiertes, sondern möglichst interaktives Programm erreicht werden. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Heterogenität der Promovierenden und Wissenschaftler dar, die sich aus Chemikern, Physikern, Materialwissenschaftlern und Ingenieuren zusammensetzten. Um die Referenten bei der Gestaltung ihrer Workshops zu unterstützen, haben die Mitarbeiter des Graduiertenkollegs aus der Abteilung für Fachdidaktik der Ingenieurwissenschaften (Prof. Dr. Christian Kautz, Dr. Ulrike Herzog und Dr. Alette Winter) einige der Referenten in der Vorbereitung ihrer Beiträge didaktisch beraten. Heraus kam eine abwechslungsreiche Mischung geeigneter Methoden, um die unterschiedlichen fachlichen Inhalte zu vermitteln (z. B. Gruppenarbeiten, die Bearbeitung von qualitativen Arbeitsblättern, Think-Pair-Share, Praxiseinheiten und ein Hands-on Simulationsworkshop). Neben den unterschiedlichen fachlichen Inhalten zur Polymer- und Materialforschung sorgten sie für eine abwechselnde methodische Mischung während der einwöchigen Veranstaltung. Der intensive fachliche Austausch fördert dabei nicht nur das Verständnis der Inhalte, sondern auch die Kommunikation in dem interdisziplinären Forschungsverbund.

Diskussion mit Dr. Rafael Libanori (ETH Zürich)  im Workshop zu bioinspirierte Materialien (copyright: Alette Winter)
Diskussion mit Dr. Rafael Libanori (ETH Zürich) im Workshop zu bioinspirierten Materialien (copyright: Alette Winter).

Stattgefunden hat die Summer School in einem entfernten und ländlich gelegenen Tagungszentrum. Die Promovierenden empfanden den Aufenthalt außerhalb ihres Arbeitsumfeldes hilfreich, um sich ausschließlich auf die fachlichen Inhalte konzentrieren zu können. Zudem wurde dadurch ein enormer Gruppenbildungseffekt erzielt. Die Übernachtung beinahe aller Referenten im Tagungszentrum hat den Promovierenden zusätzlich Zeit gegeben, sich auch informell mit ihnen auszutauschen und zu vernetzen.

Ob sich aus der Summer School neue Forschungsideen ergeben haben, wird sich erst in Zukunft zeigen. Fest steht jedoch schon jetzt, dass sowohl die Referenten als auch die Nachwuchswissenschaftler die Zeit und den Austausch miteinander genossen haben und die Summer School als großer Erfolg einzustufen ist.

Das Modul Graduiertenkolleg (MGK) des SFB 986 veranstaltet jährlich im Wechsel fachliche und nicht-fachliche Summer Schools für die Promovierenden innerhalb des SFB. Zusätzlich präsentieren die Promovierenden monatlich von September bis Juni ihre Projekte. Die Projektpräsentationen sind hochschulöffentlich und richten sich auch an Masterstudierende, Promovierende und Post-Docs außerhalb des SFB 986 mit materialwissenschaftlichem Bezug. Bei Interesse oder Rückfragen melden Sie sich gerne bei Dr. Ulrike Herzog.

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