In 16 Fragen durch die Baukonstruktion – Oder: Wie man Klausurvorbereitung und Spaß zusammenbringt

Am 5. Juli kamen die knapp 90 Studierenden der Übung „Baukonstruktion“ in den Genuss einer ganz besonderen Klausurvorbereitung. Für die vorletzte Sitzung hatte Torben Bellmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut “Baustoffe, Bauphysik und Bauchemie”, ein Quiz organisiert, in dem die Studierenden in mehreren Teams gegeneinander antreten würden. Gleich am Eingang des Hörsaals erhielten die Studierenden ihre Clickersender, mit denen sie das anderthalbstündige Quiz bestreiten würden. Neben dem Kitzel des Wettbewerbs und der Ankündigung, dass die Fragen an den Klausurfragen angelehnt seien, gab es noch einen weiteren Anreiz für die Teilnahme am Quiz: Das Institut von Herrn Professor Schmidt-Döhl hatte mehrere Preise in Form von verschiedenen Gutscheinen für die drei besten Teams, aber auch die drei „besten Bau-Ings“ ausgelobt.

Gut vor der Klausur zu wissen: Diese Frage konnte über Zweidrittel der Teilnehmenden noch nicht richtig beantworten. (Antwort „a“ ist richtig).

Zuerst wurden über eine spezielle Clickerabfrage die Teams zusammengestellt. Die Studierenden sollten sich per Click ihren jeweiligen TutorienleiterInnen zuordnen. So kamen insgesamt acht Teams zustande, deren Punkte sich ab diesem Zeitpunkt aus den „erclickerten“ Punkten der einzelnen Teammitglieder ergeben würden. Nach einer Test-Clickerfrage ohne Wertung zum Warmwerden ging es in 16 Fragen einmal quer durch die Baukonstruktion: Von der Baunutzungsverordnung über die Eigenschaften verschiedener Dachkonstruktionen bis zur Anordnung von Dehnungsfugen konnten die Studierenden ihren jeweiligen Wissensstand überprüfen. Zwischendurch wurde es auch kurios, aber nie komplett fachfremd: „Ein Bauarbeiter isst jeden Tag zum Frühstück zwei Brote und zum Mittag drei Brote mit je vier Scheiben Mettwurst: Wie viele Tage muss der Bauarbeiter Brote mit 2cm dicken Mettwurstscheiben essen, damit er eine Wurst in der Länge des Hamburger Fernsehturms (280 m) verspeist hat?“. Der Countdown für die Antwort war auf 30 Sekunden gesetzt, hier hatten die schnellen Kopfrechner eindeutig die Nase vorn.

Erfreuliches Feedback, Teil 1.

Als guter Quizmaster nahm Torben Bellmann den Studierenden die Denkarbeit nie ab. So forderte er die Studierenden nach jeder Abstimmung auf, die richtige Antwort noch einmal zu erläutern. Durch die Erläuterungen vonseiten des Publikums wurde klar, dass die Studierenden die richtige Lösung nicht „erinnerten“, sondern diese argumentativ herleiten konnten und die jeweiligen Zusammenhänge somit wirklich verstanden hatten.

Zwischendurch wurden die vorläufigen Punktestände und das Ranking der Teams angezeigt, was die Spannung des Quiz weiter erhöhte: Würde das Team von Herrn Deckelmann, dem Oberingenieur und Modulverantwortlichen, den ersten Platz bis zum Schluss halten können? Würden die Teams auf den unteren Plätzen noch den Sprung auf einen der oberen Ränge schaffen? Die Emotionalität im Saal war WM-würdig.

Erfreuliches Feedback, Teil 2.

Bevor am Ende des Quiz die Gewinnerteams bekannt gegeben wurden, durften die Studierenden per Clicker noch Feedback geben: Hat das Quiz ihr Wissen und Verständnis der Baukonstruktion verbessert? Hat es ihnen Spaß gemacht? In beiden Kategorien erhielt Torben Bellmann höchste Zustimmungswerte.

Schließlich ging es zu den Endergebnissen und diese zeigten: Platz Eins im Teamwettbewerb belegte – was den Modulverantwortlichen gefreut haben muss – tatsächlich das Team „Herr Deckelmann“. Der bzw. die „beste Bau-Ing“ musste aufgrund von Punktegleichstand allerdings per Stichfrage ermittelt werden. Doch Siegen war trotz der attraktiven Gewinne nicht alles, schließlich konnte hier jeder etwas mit nach Hause nehmen: Die Auffrischung des eigenen Fachwissens in der Baukonstruktion sowie die Überprüfung des eigenen Lernstands – aber auch die Erkenntnis, dass es für eine Fernsehturmhohe Mettwurst genau … Tage braucht – wissen Sie’s?

 

Sie möchten auch mal einen Clicker-Teamwettbewerb durchführen? Dann wenden Sie sich gerne an Caroline Thon-Gairola.

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