HOOU-Projekt “Mikroben im Einsatz (MikiE)” ist online

mikie

Pünktlich zur diesjährigen Campus Innovation im November 2016 ist das Lernprojekt MikiE: Mikroben im Einsatz online gegangen. Entstanden ist dieses Lernarrangement im Rahmen der Hamburg Open Online University, deren Grundidee es ist, frei zugängliche, kollaborative und lernendenzentrierte Lernangebote zu schaffen. Mit MikiE wurde dieser Grundgedanke erfolgreich umgesetzt.

Inhaltlich befasst sich das Projekt mit Mikroben und ihren molekularen Werkzeugen. Das Faszinierende dieser Mikroorganismen ist, dass sie überall zu finden sind und sie die extremsten Lebensräume besiedeln. So existieren sie im Eis, in heißen Quellen, in Salzseen und sogar in der Tiefsee. Um die spannende Welt der Mikrobiologie erlebbar zu machen, hat das Institut für Technische Mikrobiologie unter mediendidaktischer Begleitung des ZLL das Lernprojekt „MikiE: Mikroben im Einsatz“ ins Leben gerufen. Das erste Teilprojekt von MikiE  ist nun unter dem Titel “Extremophile” gestartet.

Worum geht es?

Die Kernfrage ist, wie extreme Mikroorganismen, auch „Extremophile“ genannt, in industriellen Prozessen zum Einsatz kommen können. So eignen sich die Lernerinnen und Lerner zunächst umfangreiche Kenntnisse über die Eigenschaften, Habitate und Anwendungsmöglichkeiten dieser effizienten Mikroorganismen an. Ein Mediawiki, in dem die Inhalte bereitgestellt werden, ermöglicht es Interessierten, individuelle Lernpfade zu beschreiten. Während NutzerInnen mit geringen Vorkenntnissen die Texte, Videos, Legetrickefilme und Quizzes im Wiki linear bearbeiten können, haben ExpertInnen die Möglichkeit, für sie interessante Themen zu selektieren. Überdies können Wikinutzer jedes Kapitel in einer Feedbackbox bewerten, sodass das Wiki auf Grundlage dieser Anregungen und Fragen immer weiter ausgebaut werden kann.

Sämtliche in das Projekt MikiE einbezogene Tools und Lernräume entsprechend den Anforderungen von Openness und Open Education. So ist auch das Extremophilen-Wiki frei zugänglich und kostenfrei abrufbar. Darüber hinaus basiert es auf einer inhaltlich vielfältigen Zusammenstellung von unter CC BY 3.0 lizenzierten Open Educational Resources. Hierzu gehören Legetrickfilme zur Veranschaulichung komplizierter Sachverhalte, zum Beispiel zu der Frage, wie schnell sich E-Coli-Zellen vermehren.

Unter Einsatz verschiedener Open-Source-Tools, wie H5P und LearningApps, hat das MikiE-Team zudem eine Reihe von Tests und Quizzes kreiert, die die komplexen mikrobiologischen Inhalte auf spielerische Weise vermitteln. So können LernerInnen in einem Persönlichkeitstest zum Beispiel herausfinden, welches Extremophil sie sind.

Wie geht es weiter?

Kollaboration und Interaktion treten vor allem im Online-Lernprojekt „Extremophile“ auf den Plan, das sich derzeit noch in der Konzeptionsphase befindet. Hier wird es voraussichtlich eine Fallstudie geben, in der die drei virtuellen Teams „Green Recycling“, „Eco Clean“ und „Clean Mobility“ im Wettstreit um den fiktiven Biotech Zukunftspreis gegeneinander antreten. Jedes Team hat hierbei die Aufgabe, gemeinschaftlich einen Prozessplan zu erarbeiten, um industrielle Prozesse durch Extremophile umweltverträglicher zu gestalten. Bei der Entwicklung dieses Prozessplans greifen die Lernenden auf die im Mediawiki erlernten Inhalte zurück.

An wen richtet sich das Lernangebot?

Das MikiE-Projekt ist grundsätzlich offen für alle, richtet sich aber vor allem an Bachelorstudierende, Schülerinnen und -schüler der Oberstufe sowie an Personen, die an Biotechnologie, Mikrobiologie und Nachhaltigkeit interessiert sind. Zur Vermittlung von Tipps und Tricks rund um die Integration von MikiE in Lehr- und Lernszenarien entwickelt das ZLL derzeit ein Betreuungskonzept, das mit dem Startschuss des kollaborativen Online-Projektes angeboten werden soll.

Registrieren lassen und informieren kann man sich schon jetzt unter https://mikie.rz.tuhh.de/

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