Erstes Netzwerktreffen zum Call „Internationalisierung und Digitalisierung“ des ZLL

Austausch zur Internationalisierung und Digitalisierung der Lehre

Am 24.11.2020 fand von 15:00-17:00 das erste Netzwerktreffen zum Call „Internationalisierung und Digitalisierung“ statt. Eingeladen waren alle, die im Rahmen des ZLL Call 17 das Lehrangebot der Institute digitalisieren und für internationale Teilnehmer öffnen. An diesem Termin lernten sich die Projektteilnehmer das erste Mal virtuell in Person kennen und stellten zunächst ihre Projekte vor. Dazu gehörten die Institute B-11, E-10, M-13, M-23, V-3, V-4 und V-9, die jeweils durch ein*e wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in vertreten wurden. Es gab eine weite Bandbreite an verschiedenen Themen, aber auch immer wieder Gemeinsamkeiten und Möglichkeiten zur Kooperation. In manchen Fällen hatten sich bereits dieses Semester internationale Studierende für die Kurse angemeldet. In anderen Fällen wurden gerade die Module so umstrukturiert, dass eine digitale Teilnahme auf Englisch aus der Distanz im nächsten Wintersemester möglich ist.

 

Während die Internationalisierung in der Lehre sonst darauf abzielt, die Mobilität der Studierenden zu erhöhen, bedeutet dies in Zeiten von Corona, vor allem, die Lehre durch Digitalisierung orts- und zum Teil auch zeitunabhängig zu gestallten.  Dazu gehört der Einsatz von verschiedenen Plattformen, wie z. B. Stud.IP, ILIAS, GitLab, Mattermost, Etherpad etc. Um hierzu für die an der TUHH zur Verfügung stehenden Tools eine Orientierung zu geben, sind zu Beginn auch die Digital Teaching@TUHH Entscheidungsbäume vorgestellt worden. Als Auswahlhilfe für digitale Tools in der Lehre gedacht, werden die in den Entscheidungsbäumen erläuterten Tools vom Rechenzentrum supportet, während das ZLL dazu didaktisch berät. Es kam zu einem regen Austausch über die Vor- und Nachteile verschiedener Tools in der Lehre und zu den Herausforderungen, die aus technischer Sicht mit den internationalen Teilnehmern anderer Universitäten auf die TUHH kommen. Beispielweise können diese nicht ohne weiteres auf TUHH-interne Plattformen wie Stud.IP zugreifen. Dieses Wintersemester ist das Pilot-Semester, d. h. es werden gerade die Prozesse erarbeitet, die für einen reibungslosen Ablauf in den Folgejahren notwendig sind.

Viele Projekte im Rahmen des Calls greifen Aspekte des Problem-Based Learning bzw. Challenge-Based Learning auf. Als Bestandteil der Digitalisierung der Veranstaltungskonzepte wurde diskutiert, wie Lehrende aus der Ferne den Lernprozess am besten begleiten können. Hier gilt es, eine Balance neu auszuhandeln: Wie viel wird von den Lehrenden vorgegeben, um die Studierenden anzuleiten und deutlich zu machen, welche Fertigkeiten über das Semester erworben werden müssen? Wie kann Lehren und Lernen aussehen, dass nicht nur Selbstdisziplin von Studierenden einfordert, sondern die Selbstständigkeit im Lernen unterstützt? Welche Autonomiedimensionen im Lehren und Lernen sind in einer reinen digitalen Lehrveranstaltung anders als in Präsenz – und wie kann deren Verschiebung nicht nur bedauert, sondern auch gewinnbringend ausgenutzt werden?  Dies spiegelt eher den späteren Arbeitsalltag in der Forschung oder Industrie wieder und sollte auch Ziel einer Lehrveranstaltung sein. Bestehende Lehrkonzepte basierten in den vergangenen Jahren auf einer Lehre vor Ort. Eine Übertragung der bisherigen Konzepte ins Digitale ist nicht eins zu eins möglich, darüber waren sich alle Teilnehmer*innen einig. Es bedarf einiger didaktischer Überlegungen, um ein rundes digitales Lehrformat zu entwickeln.

Die Teilnehmer sehen sich das nächste Mal im Januar 2021 für das zweite und letzte offizielle Netzwerktreffen des ZLL Call 17. Wir sind gespannt auf die Erfahrungen aus diesem Wintersemester, die die Teilnehmer dann vorstellen werden! Allen Interessierten empfehlen wir, die Projekthomepage im Auge behalten. Bald werden dort die oben erwähnten Projekte vorgestellt.

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