Erfahrungen aus einem Projektseminar an der TUHH- Medieneinsatz erleben und aneignen

Im letzten Semester fand das Seminar „Mediengestützte Lernformen“ von Prof. Dr. Sönke Knutzen im Institut iTAB für angehende BerufsschullehrerInnen statt. Die Studierenden waren im letzten Semester ihres Masterstudienganges Lehramt für die Berufsschule. Das ZLL hat in diesem Seminar die Begleitung durch ein Blog als zentrale Kommunikationsplattform und die Ausstattung des Studiolernraumes K1520 erprobt.

Ansicht eines Beitrags im Blog zum Seminar
Ansicht eines Beitrags im Blog zum Seminar

Durchführung

Der Ablauf des Seminars ermöglichte den Studierenden zunächst verschiedene mediale Werkzeuge kennenzulernen, um gemeinsam Möglichkeiten des Einsatzes im Unterricht an Berufsschulen zu erarbeiten. Dafür wurden zu Beginn des Seminars vier Projektgruppen gebildet, die sich eine Lern- und Arbeitsaufgabe für den Berufsschulunterricht überlegen mussten.
Im Seminarverlauf wurde auf sechs Kategorien der Potentiale des Medieneinsatzes eingegangen: Inhalte bereitstellen, Visualisierung und Simulation, Kommunikation und Kooperation, Systematisierung und Strukturierung, Diagnose und Test, Reflexion. Die Einführung jeder Kategorie begann mit einem Input zum theoretischen Hintergrund und entsprechender Beispiele zu Werkzeugen und Diensten.
Anhand von Aufgaben wurden diese in Gruppen erprobt und ausgetestet. Dabei stellten die einzelnen Gruppen einen Bezug zu ihrer Projektaufgabe her und überlegten, wie das Werkzeug oder der Dienst bei dieser sinnvoll eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse aller Gruppen wurden in einem seminarbegleitenden Blog, dem Herzstück des Seminars, für alle Teilnehmer sichtbar veröffentlicht und gegenseitig kommentiert. Das Blog diente allen als Dokumentation der Seminarinhalte, der Aufgaben und der Ergebnisse und war somit zugleich ein Portfolio, in dem schnell nach Gruppen gefiltert der Arbeitsprozess nachvollzogen werden konnte.
Gemeinsam mit den Dozenten konnten die Gruppen das Blog ebenso für ihr Projektmanagement, zur Kommunikation und zum Sammeln von „Fundstücken“ nutzen.

Beeindruckende Ergebnisse

Für die am Ende des Seminars stehende Prüfung der einzelnen Arbeitsgruppen bildete das Blog die inhaltliche Grundlage. Die Prüfung selbst bestand aus der Präsentation der Projekt- und Arbeitsaufgabe mit integriertem und reflektiertem Einsatz von Medien durch die Gruppe sowie Einzelgesprächen. Auf diese Weise wurden nicht nur Ergebnisse abgefragt, sondern war ein erneuter Anlass gegeben für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Medieneinsatz und den dahinter liegenden didaktischen Überzeugungen. Die Durchdringung des Themas durch die sehr selbständig arbeitenden Studierenden war sehr beeindruckend, wie das Beispiel unten zeigt.

Erfolgreich, auch durch die Rahmenbedingungen

Die Vorgehensweise in diesem Seminar mit einem hohen Praxisanteil für die Studierenden, einem starkem Bezug zum späteren Berufsalltag und dem angemessenen Einsatz von Medientechnologie war für Studierende und Lehrende ein Erfolg.
Inhalte, Arbeitsprozesse und -ergebnisse waren jederzeit transparent dokumentiert und verfügbar. Vor Ort bot der Studiolernraum K1520 mit Gruppentischen, interaktiven Tafeln und Moderationsmaterial ideale Vorraussetzungen für intensive Gruppenarbeit, Ausprobieren, Diskussion und Austausch.

Kontakt

Haben Sie Interesse in Ihrer Veranstaltung verstärkt Medienwerkzeuge einzusetzen oder möchten Sie gemeinsam über mehr Aktivierung durch und beim Medieneinsatz nachdenken, wenden Sie sich gerne an unsere Fachreferenten für mediengestütztes Lehren und Lernen, Nicole Podleschny und Alexander Tscheulin.

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