Entwicklung einer Methodik zur einheitlichen Erfassung von Bioabfalldaten aus nationalen Statistiken und Abfallanalysen sowie deren Auswertung – Erweiterung des Bioressourcen-Inventur-Tools (BRIT)

Betreuer/in:            Steffen Walk           
Dekanat/Institut:   B2 - Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz           

E-Mail:   steffen.walk@tuhh.de

Bioabfälle stellen eine der größten Abfallarten der haushaltsnahen Siedlungsabfälle dar. Offizielle Statistiken beinhalten jedoch kaum oder gar keine Informationen zur Zusammensetzung der Abfälle. Beispielsweise ist unklar, wie hoch die Plastikverunreinigung von getrennten Bioabfällen ist. Weiterhin gibt es kaum veröffentlichte Studien dazu, welchen Anteil Lebensmittelabfälle in den Bioabfällen haben. Eine aktuelle Studie (Dornbusch et al. 2020) nimmt an, dass nur etwa 37% der Lebensmittelabfälle richtig getrennt werden, während Grünabfälle schon sehr gut getrennt werden.

Es existieren jedoch region- und ortsspezifische Abfallsortieranalysen, welche sehr detailiert Informationen vorlegen. Diese Informationen werden jedoch unzureichend kommuniziert und ein auffinden solcher Analysen ist sehr zeitaufwendig. Die Arbeitsgruppe BIEM hat bereits einige dieser Analysen gefunden und in ein vorläufiges System eingepflegt. Es soll nun eine Methodik entwickelt werden, die

  • ein auffinden solcher Abfallsortieranalysen erleichtert,
  • die heterogene Datenstruktur der vorliegenden Studien (meist aufgrund unterschiedlicher ausführender Firmen) vereinheitlicht,
  • eine Analyse der Daten in Bezug auf unterschiedliche lokale Bedingungen erlaubt

Der letzte Punkt bezieht sich auf Faktoren, welche die Abfalltrennung beeinflussen. Dies ist z.B. das regional spezifische Sammelsystem, Art der Region (rural/urban) oder Häuserstrukturen. Weiterhin ist jedoch auch das Gebührensystem oder die Intensität der Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiger Faktor.

Die obengenannten Punkte sollen in einer Masterarbeit erörtert werden. Hauptziel ist die Entwicklung und Erweiterung der bereits vorliegenden Datenbank sowie die Integration in das von der BIEM-Gruppe entwickelte Bioressourcen-Inventur-Tool (BRIT, https://brit.bioresource-tools.net).

Die Arbeit kann ab Februar 2022 begonnen werden. Sehr gute deutsche Sprachkenntnisse sind erforderlich. Erfahrungen mit Statistik, Datenbanken und/oder Arbeit mit Python sind hilfreich aber nicht notwendig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert