“Elektrisiere den Floh” – ein interdisziplinäres Studierendenprojekt

Nach so mancher schlaflosen Nacht war es am Mittwoch, den 27.04. für 30 Studierende soweit: In interdisziplinären Teams präsentierten sie ihre „Flöhe“ der Jury und dem Publikum.

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Gregor von Bismarck testet einen Floh (Foto: Viktoria Constanze Schneider)

„Elektrisiere den Floh“ war das Motto des studentischen Design Wettbewerbs, in dem die Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen sechs Monate Zeit hatten, einen elektrischen Antrieb für einen Cityscooter (den Floh) zu entwickeln. Gregor von Bismarck, Gründer von Floh Enterprises, kam mit dieser Idee vor einigen Monaten an die TUHH und fand in Hartmut Gieseler, Leiter der Studierendenwerkstatt, Dr. Eric Gross, Oberingenieur des Instituts für Zuverlässigkeitstechnik und Siska Simon, Zentrum für Lehre und Lernen motivierte Mitstreiter, die bereit waren, mit ihm dieses Projekt zu starten.

Jedes der acht Teams mit zwei bis vier Teilnehmern bekam einen Floh und ein Budget zur Verfügung gestellt. Im Projektverlauf präsentierten sie regelmäßig ihre Zwischenergebnisse, machten die Studierendenwerkstatt zu ihrem zweiten zu Hause und testeten ihre Flöhe immer wieder auf Herz und Nieren. Manch ein Team musste auf dem Weg mit Niederschlägen fertig werden: Lieferengpässe, falsche Ware, Achsbrüche oder auch die Verkleinerung des Teams galt es zu meistern. Doch es lohnte sich, diese Hürden zu überwinden!

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Alle Teilnehmer des Projekts (Foto: Viktoria Constanze Schneider)

Und das nicht nur für das Siegerteam – alle Teilnehmer dürfen an „ihren“ Flöhen weiterarbeiten und sie optimieren, alle bekommen eine Sonderführung in dem Berliner BMW-Werk zum Thema „Elektromobilität“ und natürlich war es für jeden eine tolle Erfahrung. Die begeisternde Stimmung übertrug sich auch auf die Jury, die sich am Tag der Abschlusspräsentation zur Vergabe der Preise zusammenfand. Prof. Timm-Giel, Vizepräsident Forschung der TUHH und Herr von Bismarck, beide Jury-Mitglieder, testeten nacheinander die elektrisierten Flöhe mit viel Körpereinsatz, konzentriert und amüsiert.

Letztendlich war es eine sehr schwere Entscheidung, wer den Hauptpreis, die Reise zur Produktionsstätte des Flohs nach China, bekommen sollte. Alle Teams hatten mit unterschiedlichsten Ansätzen eine produktionsreife Lösung entwickelt und vorgestellt. Die Jury vergab den ersten Preis nach einer sehr intensiven Beratungszeit an das Team „Floh + Zecke“, das einen aufsteckbaren Motor – die Zecke – für den Floh entwickelt hatte. Entscheidungskriterium war, dass der Floh in seiner ursprünglichen Form bleiben kann und dass er sich im Handumdrehen elektrisieren und wieder zurückbauen lässt.

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der Siegerfloh “Floh + Zecke” (Foto: Viktoria Constanze Schneider)

Herr von Bismarck lobte unerwartet einen zweiten Preis aus: Mit 3:2 Stimmen der Jury knapp am Hauptpreis vorbei geschliddert war Team 7 und so bekamen alle Teammitglieder einen eigenen neuen Floh inkl. einer zusätzlichen Tasche.

Filmisch und auch, zur Erleichterung mancher Teams, technisch begleitet wurde der Nachmittag der Verleihung von einem Team aus dem Institut für Technische Bildung und Hochschuldidaktik der TUHH. Die angehenden Gewerbelehrer aus der beruflichen Fachrichtung Medientechnik nehmen im Bereich audiovisuelle Medien an einem Projekt teil, in dem sie eine Auftragsarbeit durchführen. In diesem Fall für die Initiatoren und Organisatoren des Wettbewerbs „Elektrisiere den Floh“ – deshalb einen herzlichen Dank an das tolle Team, wir freuen und auf den Film!

Ein ganz besonderer Dank gilt auch allen Teilnehmenden, der großartigen Jury, Hartmut Gieseler, Dr. Eric Gross, Siska Simon und vor allem Gregor von Bismarck, der dieses Projekt überhaupt erst ermöglicht hat.

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Die Jury, die Organisatoren, der Präsident der TUHH und die beiden Gewinnerteams (Foto: Viktoria Constanze Schneider)

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