Die I³ProTeachING Familie wächst!

Videobotschaft seitens Vizepräsidentin Lehre, Prof. Kuchta an neue I³ProTeachING Teilnehmende

Auch im digitalen Sommersemester starteten 29 neue wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Studiendekanaten der TUHH ihre lehrbezogene Weiterbildung I³ProTeachING.

Die Vizepräsidentin Lehre, Prof. Kerstin Kuchta und wir heißen sie herzlich willkommen!

Im online Start-Workshop im Juni 2020 wurden die Teilnehmenden von Studiendekanin Prof. Le Borne sehr wertschätzend begrüßt. Sie hob hervor, dass:

  • sie in ihrer Lehre immer wieder beflügelt ist vom Dialog mit den Studierenden.
  • Zeit so wertvoll ist! So blockt sie selbst etwa Zeitfenster für Forschungs- bzw. Lehrtätigkeiten.
  • vieles in der derzeitigen digitalen Lehre sehr gut lief, aber es auch Herausforderungen gibt, wie etwa ein passender Umgang mit der Anonymität in Zoom Sessions (Stichwort „schwarzer Bildschirm“).

Folie: Aktivierende Lehrmethoden im Sandwich-Prinzip in einer Veranstaltungsgestaltung

Als weiteres Highlight des Workshops stellten Sandra Lunkeit und Patrick Fieltsch (beide W-8) sowie Haibo Ruan (E-10) ihre digitale Lehrpraxis vor: Sandra Lunkeit und Patrick Fieltsch entwickelten eine herausragende, asynchrone Lernerfahrung zum Modul Internationalen Logistik in stud.IP/ Ilias und boten Zoom Sprechstunden als add-on an. Haibo Ruan führte in einer Zoom – Matheübung die Methode „Jigsaw“ (Expertengruppen) ein. Iterativ verbesserte sie v. a. das formative Feedback in der letzten Phase von Jigsaw: Hier experimentierte sie mit Präsentationen und Quizzes.

Neben diesen Einblicken in die Praxis wurden wichtige didaktische Grundsätze diskutiert wie z. B. Orientierung an den Lernenden, Berücksichtigung des Vorwissens, Lerntheorien und Aktivierung von Studierenden.  

Am Nachmittag haben sich die Teilnehmenden in den jeweiligen Kompetenzlinien getroffen.

     

In der Kompetenzlinie „Hochschul- & Fachdidaktik“ diskutierten die Teilnehmenden grundlegende didaktische Themen wie Motivation in der Lehre, Dynamik in Gruppen sowie Stimmigkeit von Lernzielen, Methoden und Prüfungen (sog. constructive alignment) vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen und Texten der Hochschuldidaktik.

Im zweiten Teil des Nachmittags ging es um Themen der Fachdidaktik mit Prof. Christian Kautz. Es wurde deutlich, dass falsche Antworten von Studierenden auf qualitative Fragestellungen in ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenfächern häufig nicht zufällig auftreten. So hatten in einem Beispiel ein Viertel der Studierenden ein zwar plausibles aber nichtzutreffendes Verständnis von hydrostatischem Gleichgewicht, das sie systematisch zu einer falschen Antwort geführt hat. Weiterhin wurde die Wirksamkeit von aktivierenden Lehrformen in den Blick genommen. Mithilfe von international anerkannten, standardisierten Tests wurde beispielsweise die Mechanik Lehre an der TUHH überprüft und dabei verschiedene Lehrformate verglichen. Ergebnisse der Untersuchung deuten darauf hin, dass aktivierende Lehre (in diesem Fall Kleingruppenarbeit an qualitativen Fragestellungen) das konzeptionelle Verständnis der Studierenden erhöhen kann, und dass diese Steigerung des Lernzuwachses im Mittel sowohl bei Studierenden mit überdurchschnittlichen als auch bei solchen mit unterdurchschnittlichen Vorkenntnissen eintritt.  

In der Kompetenzlinie „Forschungsbezogene Lehre & Forschendes Lernen“ setzten sich die Teilnehmenden anhand des Researcher Development Frameworks mit der Überschneidung von Kompetenzen, die beim forschen, lehren und lernen angesprochen werden auseinander. Im Ergebnis wollten sie sich v. a. auf der Förderung von studentischer Problemlösekompetenz und kritischem Denken sowie Kommunikationskompetenz widmen. Schließlich erarbeiteten und präsentierten die Teilnehmenden in Gruppen zwei Themen:

  • Wie Studierende an der TUHH beispielhaft forschen lernen und welches Verständnis von Forschendem Lernen für sie selbst hinter der Lehrpraxis liegt.
  • Wie kleine Methoden, Techniken und Medien in der Lehrpraxis eingesetzt werden können, damit Studierende mit Forschungsergebnissen-, methoden oder prozessen in Kontakt kommen, diese üben oder diskutieren und schließlich selber forschen und auf welchem didaktischen Rahmen von forschungsbezogener Lehre dieses fußt.   

Forschendes Lernen ist also mehr als Experimentieren im Labor. Vielmehr erleben Studierende einen gesamten Forschungsprozess und kommunizieren ihre Erkenntnisse an andere. Explizit einen Forschungsbezug in der Lehre herstellen – das fängt bereits im Kleinen an. Zahlreiche Good Practices der TUHH sind bereits hier veröffentlicht und werden immer wieder sichtbar kommuniziert.


In der Evaluation haben Teilnehmende insbesondere die willkommene, offene Atmosphäre, abwechslungsreiche, aktivierende Gestaltung, Kombination aus Lehrpraxis und theoretischen Impulsen, Beiträge der Gäste, Austausch mit anderen WiMis sowie Dozierenden gelobt. Auch die didaktischen Methoden und Medien stießen auf Interesse für eine Umsetzung in der eigenen Lehre.

Nun geht es für die Teilnehmenden des Programms weiter mit spannenden Workshops und der Gestaltung ihrer eigenen Lehrpraxisprojekte im kollegialen Austausch. Bei Interesse an dem Programm kommen Sie gerne auf uns zu.

Wer Lust hat, sich mit Teilnehmenden aus I³ProTeachING über gute Lehrpraxis auszutauschen, ist herzlich eingeladen: Save-the-date: Am 10. November 2020 findet am Nachmittag die 1. I³ProTeachING Abschlussveranstaltung im Rahmen der Veranstaltung WiMis GettIng Started von der Graduiertenakademie statt.

Für Idee, Fragen und Feedback zu I³ProTeachING kommen Sie gerne auf uns zu: i3proteaching@tuhh.de


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