Computergestützte Prüfungen – rechtliche Rahmenbedingungen an der TUHH

Gemäß der Studien- und Prüfungsordnung der TUHH (kurz ASPO) dürfen Prüfungen auch in elektronischer Form durchgeführt werden, ohne dass hierfür eine Änderung des Studienplans notwendig ist. Sichergestellt werden muss, dass
„a. die elektronischen Daten eindeutig und dauerhaft den einzelnen Studentinnen und Studenten zugeordnet werden können;
b. die Ausarbeitung einer Studentin oder eines Studenten in einem elektronischen Dokumentenformat gem. § 2 Abs. 4 der Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr in Hamburg vom 28. Januar 2008 in der jeweils geltenden Fassung gespeichert wird.“ (vgl. Paragraph 18, S. 14 ASPO).

Im Institut für Mathematik der TUHH (C. Seifert, K. Kruse E-10) wurde bereits 2018 in Absprache mit den Juristinnen und Juristen sowie dem Rechenzentrum ein Leitfaden für computergestützte Prüfungen an der TUHH entwickelt, in dem rechtliche, organisatorische und technische Fragen adressiert werden. Hier finden Sie auch Hinweise, wie die in der ASPO genannte Zuordnung der Daten oder das Dokumentenformat umgesetzt werden können.

Natürlich gelten weitere Anforderungen, die nicht explizit in der Prüfungsordnung geregelt sind. So muss beispielsweise sichergestellt werden, dass tatsächlich die zu Prüfenden die Prüfungsleistung erbringen. Dies birgt jedoch Schwierigkeiten für die Umsetzung einer mündlichen Prüfung per Videokonferenz, wenn Studierende während der Prüfung unbeobachtet sind und ggf. Täuschungsversuche unternehmen könnten. Dieses Risiko kann vermindert werden, wenn die Aufgabenstellungen – wie bei mündlichen Prüfungen ohnehin sinnvoll – eher auf ein tieferliegendes Verständnis oder einen Transfer des Gelernten abzielen, als auf eine Erinnerung von Faktenwissen. 

Auch die Chancengleichheit der Studierenden muss sichergestellt werden – so dürfte ein Prüfling beispielsweise nicht dadurch behindert werden, dass er einen weniger leistungsfähigen Computer zur Verfügung hat.

Weitere rechtliche Fragen zu elektronische Prüfungen werden u.a. auch hier (ELAN e.V.) adressiert – wenn auch nicht immer auf das Bundesland Hamburg bezogen.

Bei weiteren konkreten rechtlichen Fragen wenden Sie sich gern an das Prüfungsamt oder das Justitiariat der TUHH (-3297; kristin.reichel@tuhh.de) – bei Fragen zur Aufgabenstellung oder zu anderen didaktischen Aspekten gerne an das ZLL (- 4621; katrin.billerbeck.tuhh.de)

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