Call-Projekt im Journal of Academic Writing

Vor wenigen Tagen erschien die aktuelle Ausgabe des internationalen Journal of Academic Writing mit einer Untersuchung zu einem ZLL-Call-Projekt in der Veranstaltung Computational Fluid Dynamics.

Dr. Nadine Stahlberg (Zentrum für Lehre und Lernen), Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter (Institut für Mehrphasenströmung) und Dipl.-Math. Stefan Mosler (ehem. Institut für Mehrphasenströmung) untersuchten gemeinsam den Gewinn von kleineren Schreibaufgaben und schriftlichem Peerfeedback für den Lernprozess mathematisch-orientierter Lerninhalte bei Studierenden. Gerade für mathematisch-technische Kontexte ist die Forschungslage zu diesem Aspekt bisher begrenzt. Vor diesem Hintergrund befand das Journal of Academic Writing das Paper als wichtigen Beitrag zur Forschungsdiskussion. Als Publikationsorgan der European Association for the Teaching of Academic Writing (EATAW), der größten Vereinigung für Schreibdidaktik und Schreibforschung im europäischen Raum, genießt das Journal weltweite Resonanz und Wirkkraft auf dem Gebiet der Schreibdidaktik und -forschung an Hochschulen.

„Ich freue mich sehr darüber, dass die angenehme und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem ZLL nun auch nach außen dokumentierte Früchte trägt und würde sehr gern weiter auf diesem Gebiet zusammenarbeiten“, zeigt sich  Prof. Schlüter erfreut über die positive Zusammenarbeit mit dem ZLL und die Annahme im peer-reviewed Journal.

Für ihre Untersuchung bezogen die drei Autor/innen als Datengrundlage Lösungstexte der Studierenden zu mathematischen Interpretations- und Erläuterungsaufgaben, Texte des Peerfeedbacks, Evaluationsergebnisse, Prüfungsergebnisse sowie Zahlen der Prüfungsteilnehmer/innen zur Lehrveranstaltung ein. Sie kamen zu den Ergebnissen, dass

Understanding of the learning content (self-evaluation), 1 = I strongly agree to 5 = I strongly disagree
Understanding of the learning content (self-evaluation), 1 = I strongly agree to 5 = I strongly disagree
  • Peerfeedback die Motivation der Studierenden erhöht, freiwillige Übungsaufgaben tatsächlich zu lösen.
  • Peerfeedback das Verständnis fördert, indem Studierende sich vertiefter mit den Lerninhalten auseinandersetzen.
  • Arbeitsaufträge, die z. B. schriftliche Interpretationen oder Erläuterungen beinhalten, eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Lerninhalt fördern, was indirekt darauf deutet, dass sie Lernprozesse begünstigen.

Das vollständige Paper Writing, Calculating and Peer Feedback in a Mathematically-oriented Course for Process Engineers: Raising Motivation and Initiating Processes of Thinking and Learning kann hier abgerufen werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass es sich in technischen Lehrveranstaltungen der TUHH durchaus lohnen kann, Lösungswege, Begründungen, Interpretationen oder Ähnliches von den Lernenden aufschreiben zulassen sowie Peerfeedback einzusetzen, um Lernen zu intensivieren.

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