Auf die Bildung, Fertig, Los! – Zukunftsweisende Diskussionen im ZLL Projektbeirat

Der Blick von außen ist wichtig. Aus diesem Grund ist der ZLL Projektbeirat ein wichtiges Gremium für die Arbeit des ZLL. Am 21.06.2016 fand das siebte Treffen der Beiratsmitglieder statt. Jedes Mitglied bringt dabei einen anderen Hintergrund mit, sodass Hochschuldidaktik, Hochschulentwicklung und Industrie zusammengedacht werden können. Dieses Mal wurde zu den Themen Profil 2020 sowie Evidenzbasierung diskutiert.

Zwei Beiratsmitglieder waren dieses Mal leider verhindert.

Profil 2020

Dieses Thema wurde von Prof. Dr. Sönke Knutzen, Vizepräsident Lehre der TUHH, vertreten. In Anlehnung an den Hochschul-Bildungs-Report: Arbeitswelt 4.0 (Stifterverband und McKinsey) wurden wichtige zukunftsweisende Handlungsfelder der Hochschulen diskutiert.

Hochschulen stehen vor neuen Herausforderungen. Sich stärker auf die Heterogenität der Studierenden einzustellen ist eine von ihnen. Hier gibt es an der TUHH bereits einige gute Ansätze, wie zum Beispiel das mytrack-Programm (www.mytrack-tuhh.de) sowie Repetitorien und Tutorials. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Verbindung zwischen Theorie und Praxis, welche von den zukünftigen Arbeitgebern immer stärker gefordert wird – Stichwort Dualisierung. Es wurde über neue auf den Lernenden zugeschnittene Formate diskutiert. Eine Antwort zum Thema Lebenslanges Lernen gibt die TUHH bereits mit dem Programm ContinuING@TUHH (www.continu-ing.de).

Ein weiterer Diskussionspunkt war der Stellenwert der Lehre in Deutschland. Die Experten waren sich darüber einig, dass die Bedeutung von Lehre in Deutschland noch immer ausbaufähig ist. Hier das Fazit: Lehre muss sichtbar sein!

Die Menge an verfügbarem Wissen nimmt stetig zu, die Wahl der richtigen Methoden zur Erschließung dieses Wissens wird immer wichtiger um den zukünftigen beruflichen Anforderungen gerecht zu werden. Bildungseinrichtungen müssen ihren Teil dazu beitragen, auf diese Anforderungen vorzubereiten.

Evidenzbasierung

In welcher Form das ZLL in Zukunft das eigene Handeln prüft, auswertet und verbessert stand im Fokus dieses Thema, welches von Sara Braun – als neue Qualitätsmanagerin im ZLL – moderiert wurde.

Schon seit Gründung des ZLL werden die geförderten Lehrinnovationen sowie die anderen Angebote des ZLL evaluiert. Die Rückmeldungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ist uns wichtig, um die Angebote noch passgenauer auf die Anforderungen zuzuschneiden. Evidenzbasierung bedeutet jedoch nicht nur die Generierung von Zahlen und Daten, sondern auch die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen sowie ein gut ausgebautes Wissensmanagement.

Diskutiert wurde hier die Schwierigkeit der Multikausalität, die in Lehr- Lernsituationen immer eine besondere Rolle spielt.

Der Projektbeirat leistet einen wichtigen Beitrag für die Arbeit des ZLL, dies hat auch dieses Treffen gezeigt. Aus diesem Grund freuen wir uns darüber, dass alle anwesenden Mitglieder – auch in der bald startenden zweiten Förderperiode – weiterhin in diesem Format ihren Teil zur Qualität der Arbeit des ZLL beitragen wollen. So wird auch weiterhin zweimal jährlich der Projektbeirat des ZLL tagen.

Besuch des Projektbeirats des Zentrum für Lehre und Lernen (v. l.: Peter Golinski [Arbeitgeberverband NORDMETALL], Dr. Andrea Brose [Geschäftsführende Koordinatorin ZLL], Dr. Christiane Metzger [Kiel], Prof. Dr. Sönke Knutzen [Vizepräsident Lehre TUHH], Prof. Dr.-Ing. Gerwald Lichtenberg [Hamburg])

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