Aktives Lernen bei W2HD

Kann man passiv lernen? Nein, natürlich kann man das nicht. Man kann aber Lehrveranstaltungen für die Studierenden mehr oder weniger aktiv gestalten. Den Fragen, warum eine aktive Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff wichtig ist und wie sich das auch in eher frontal orientierten Lehrformaten umsetzen lässt, ist der ZLL- Workshop der Reihe W2HD “Lernen und Lehren als aktiver Prozess” am 16. Januar nachgegangen.

2014_01_15_Studierende aktivieren_zlljrDie Teilnehmenden beschäftigten sich damit, wie lange ein/e Studierende/r überhaupt einem Vortrag folgen kann, bevor es zu einem starken Verlust an Aufmerksamkeit – und damit auch an Information – kommt. Dabei handelt es sich um eine erstaunlich kurze Zeitspanne von etwa 20 Minuten. Diese Erkenntnis hat auch Folgen für die didaktische Organisation einer Lehrveranstaltung. Denn dieser sogenannten 20-Minuten-Regel folgend sollte man auf eine  Phase von Informationsvermittlung eine Phase von aktiver Auseinandersetzung folgen lassen. Z. B. lässt man die Studierenden eine Frage beantworten, die ein zentrales Konzept des jeweiligen Themas behandelt, diskutieren verschiedene Lösungswege, skizzieren eine Concept Map (hier werden verschiedene Konzepte oder auch Themenbereich in ihrer Beziehung zueinander skizziert) oder denken sich passend zum Thema Prüfungsfragen aus.

Eine gute Möglichkeit stellt auch der Einsatz von Clickern dar. Diese elektronischen Abstimmungsgeräte ermöglichen den Studierenden anonym Multiple Choice-Fragen zu beantworten. Erfahrungsgemäß beteiligen sich hierbei nahezu alle Studierenden, während man andersherum die Erfahrung kennt, dass auf eine klassische Frage ins Plenum nur wenige Hände aufzeigen.

2014_01_15_Studierende aktivieren_zlljr (1)In diesem Zusammenhang stellte Andrea Brose äußerst nützliche Erkenntnisse aus der Abteilung für Fachdidaktik der Ingenieurwissenschaften an der TUHH vor. Klassische Fehlverständnisse von Studierenden lassen sich identifizieren und durch gut gestellte Fragen auflösen. All dies kann dazu beitragen, dass die Nachhaltigkeit und Qualität von Lernergebnissen optimiert wird.

 

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