Ablauf von Lehrinnovationen (Calls) nach Bewilligung

Die Konzeption von Hochschullehre kostet Ressourcen – ein Aspekt, der oft die didaktische Neuausrichtung von Lehrveranstaltungen behindert. Die TUHH geht mit Hilfe des vom BMBF geförderten Projekts LearnING am ZLL dieses Problem gezielt an, indem sie Lehrenden mit innovativen Ideen zur didaktischen Überarbeitung eines Moduls oder eines Studiengang vielfältige Unterstützung gewährt – am umfangreichsten im Rahmen der „Anträge zur Unterstützung von Lehrinnovationen“.

Förderlinie 1 für offene Lehrinnovationsprojekte auf Modulebene

Prozess der Lehrinnovationen Förderlinie 1
Prozess der Lehrinnovationen Förderlinie 1

Zweimal jährlich haben alle Professorinnen und Professoren der TUHH die Möglichkeit, Vorschläge zur Veränderung von Modulen einzureichen und Unterstützung durch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für drei bis sechs Monate zu beantragen. Über die Bewilligung entscheidet ein Lenkungsausschuss, dem der Vizepräsident Lehre, die sechs Studiendekane bzw. -dekaninnen der TUHH, die geschäftsführende Koordinatorin des ZLL sowie Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden und der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehören. Schlüsselkriterien bei der Auswahl der Anträge sind u. a. die Stimmigkeit des didaktischen Konzepts, organisatorische Daten der betroffenen Veranstaltung sowie zusätzlichen Kriterien, die beim Aufruf bekannt gegeben werden. Neben dieser zyklisch stattfindenden Förderung ist es jederzeit möglich, studentische Hilfskräfte für Lehrinnovationsprojekte zu beantragen.

Nach Bewilligung einer Förderung erarbeitet das betroffene Institut – vertreten durch Professorin/Professor bzw. Oberingenieurin/Oberingenieur und den speziell eingestellten WiMi – gemeinsam mit einer ZLL-Lehrkoordinatorin bzw. einem Lehrgangskoordinator und den betroffenen ZLL-Fachreferentinnen das neue Konzept des Moduls. Die Durchführung der veränderten Veranstaltung begleitet das ZLL beratend und mit einer Hospitation beziehungsweise einem TAP.

Die im Zuge eines Umstellungsprozesses gemachten Erfahrungen sollen direkt in die Lehrinnovationsprozesse an der TUHH zurückfließen. Die involvierenden Lehrenden stellen deshalb ihre Ideen und Erfahrungen auf speziellen TUHH-weiten Netzwerktreffen zur Lehrinnovation vor, führen eine gesonderte Evaluation durch und werten die Ergebnisse des Innovationsprozesses gemeinsam mit dem ZLL aus. Am Ende des Innovationsprozesses steht ein didaktisch optimiertes Veranstaltungskonzept, das von den Lehrenden in den folgenden Semestern eigenständig eingesetzt werden kann.


Förderlinie 2 für die Weiterentwicklung von Studiengängen

Innerhalb dieser Förderlinie können Sie sich als Studiengangsleiterin bzw. -leiter für die Analyse und Weiterentwicklung eines Studiengangs bewerben. Die Bewilligung erfolgt einmal im Jahr. Die Förderung umfasst die Finanzierung von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen bzw. wissenschaftlichen Mitarbeitern im Gesamtumfang von bis zu 12 Monaten (100%-Stelle, E-13) sowie ggf. die Finanzierung einer internen Tagung für die Lehrenden des Studiengangs. Zusätzlich ist es jederzeit möglich, studentische Hilfskräfte für die Weiterentwicklung zu beantragen.

Prozess der Lehrinnovationen Förderlinie 2
Prozess der Lehrinnovationen Förderlinie 2

Über die Bewilligung entscheidet ein Lenkungsausschuss, dem der Vizepräsident Lehre, die sechs Studiendekane bzw. -dekaninnen der TUHH, die geschäftsführenden Koordinatorin des ZLL sowie Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehören. Schlüsselkriterien bei der Auswahl der Anträge sind u. a. die Beispielhaftigkeit der Problemlage/des Innovationskonzeptes für allgemeine Lehrherausforderungen an der TUHH, die Passung von geplanten Maßnahmen und Problemdefinition sowie die Breite der Unterstützung des Antrags durch die Modulverantwortlichen, der in die Weitereinwicklung unmittelbar einbezogenen Module, sowie der Studierendenschaft. Zusätzlichen Kriterien werden beim Aufruf bekannt gegeben.

Nach Bewilligung einer Förderung erarbeiten die Beteiligten eines Studiengangs  – vertreten durch die Studiengangleitung und den speziell eingestellten WiMi – sowie einer ZLL-Lehrkoordinatorin bzw. eines Lehrgangskoordinators und die betroffenen ZLL-Fachreferentinnen gemeinsam das Konzept der Studiengangweiterentwicklung. Der Prozess der Weiterentwicklung des Studiengangs teilt sich in zwei Phasen:

  1. Analyse: Im ersten Schritt werden ausgehend von den identifizierten Herausforderungen Instrumente zur Analyse des gesamten Studiengangs oder einzelner Semester gemeinsam abgestimmt. Das ZLL führt in Absprache mit den Antragstellerinnen oder Antragstellern die Datenerhebung und -auswertung durch. Zusätzlich können z.B. Akkreditierungsberichte, Daten aus der Absolventenbefragung oder Veranstaltungsevaluationen herangezogen werden.
  1. Weiterentwicklung: Nach einer Vorstellung und Diskussion der Analyseergebnisse auf einem TUHH-weiten Netzwerktreffen werden gemeinsam anschließende Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Studiengangs festgelegt. Dies können z. B. eine Verbesserung der Abstimmung von Modulen mit ihren Prüfungen mit den Studiengangszielen, eine Neugestaltung der Studieneingangsphase oder eine systematische Implementierung neuer didaktischer Ansätze sein.

Beide Phasen begleitet das ZLL beratend und die im Zuge eines Umstellungsprozesses gemachten Erfahrungen sollen direkt in die Lehrinnovationsprozesse an der TUHH zurückfließen. Die involvierten Lehrenden stellen deshalb ihre Ideen und Erfahrungen auf speziellen TU-weiten Netzwerktreffen zur Lehrinnovation vor, führen eine gesonderte Evaluation durch und werten die Ergebnisse des Innovationsprozesses gemeinsam mit dem ZLL aus.


Studiendekanat B

Klaus_Vosgerau_-_kleinDr. Klaus Vosgerau
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Studiendekanat E

iconTimo Kamph, Dipl.-Ing.
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Studiendekanat G

0ba077cddaAndrea Brose, Ph. D.
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Studiendekanat M

Dr.Ing. Julian Hoth
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Studiendekanat V

6dceb358fdUta Riedel
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Studiendekanat W

zll_team_nicoleDr. Nicole Podleschny
Direktwahl: -4623
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