Informatik

Die Informatik dient dem Menschen als Denkverstärker. Sie ermöglicht es riesengroße Datenmengen strukturiert abzuspeichern und mit ihnen zu arbeiten. Durch die Informatik können dann diese enormen Datenmengen jedem auf der ganzen Welt zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig ist mit ihr auch eine Automatisierung von Prozessen möglich, sodass dem Menschen Arbeit abgenommen wird. Dies geschieht mit Hilfe von Programmen, die von Informatikern geschrieben werden und der Maschine ihre Intelligenz geben. Die Maschine befolgt dann einen sogenannten Algorithmus, der ihr genau sagt, wie sie auf welche Situation reagieren soll.

Die Informatik ist schon seit vielen Jahren nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Sie umfasst ein breites Spektrum von der reinen Software Entwicklung, über die Programmierung deiner Lieblings-App bis hin zur künstlichen Intelligenz. Computer sind häufig das erste Beispiel das einem einfällt. Aber es existiert noch so viel mehr, was ohne Informatik nicht möglich wäre. Das Internet zum Beispiel, das im Grunde die gesamte Welt miteinander vernetzt oder das Verkehrsnetz mit all den Ampeln, Bahnschranken und Straßenlaternen. Informatik kann aber auch ganz klein sein. Jedes Handy ist im Grunde ein Minicomputer und jeder Getränkeautomat hat einen Algorithmus den er fortlaufend abspielt. Schon jetzt steckt in vielen elektronischen Geräten Informatik, aber da sie eine zunehmend wichtige Rolle in unserem Alltag spielt, sind Informatiker sehr gefragt.

Da die Informatik zur Automatisierung von Prozessen und zur strukturierten Speicherung großer Datenmengen dient, wird sie in vielen Forschungsbereichen der TUHH als Hilfsdisziplin genutzt. Beim Kompetenzfeld „Life Science Technologies“ steht die Informatik im Vordergrund. Hier wird beispielsweise in der Medizintechnik an implantierbaren Sensoren und mechanischen Mikrosystemen geforscht, um die Gesundheit des Menschen noch mehr zu unterstützen.

Die TUHH bietet zwei Bachelorstudiengänge der Informatik an. In beiden lernst du neben den theoretischen Grundlagen wie Objektorientierter Programmierung, Rechnerarchitektur und Mathematik wie das Internet als Kommunikationsnetzwerk aufgebaut ist. Wenn du dich neben all der Software, die auf Geräten laufen kann, noch für die Hardware, also die elektronische Zusammensetzung eines solchen Gerätes oder für den Bau eines Roboters interessierst, ist der Studiengang Informatik-Ingenieurswesen genau richtig für dich. Andernfalls kannst du dich in dem Studiengang Computer Science auf die reine Informatik spezialisieren.

Die Theorie der Informatik setzt ein gutes Verständnis mathematischer und logischer Zusammenhänge voraus. Außerdem kommen einige Grundlagen der Physik zum Einsatz, je mehr man sich mit der Elektronik von Geräten beschäftigt. Du solltest also ein großes Interesse an Naturwissenschaften und Technik haben. Im Studium muss man sich oft selbst motivieren, etwas zu lernen. Es gibt kaum Anwesenheitspflicht, und die Prüfung ist erst ganz am Ende des Semesters. Die TUHH bietet aber viele AGs in denen du z.B. deine Programmierfähigkeiten testen oder erweitern kannst, indem du an großen Projekten wie z.B. einem selbst fahrenden Auto oder Fußball spielenden Robotern mitarbeitest. Dort findest du dann auch schnell Lerngruppen und lernst Studierende aus höheren Semestern kennen.

Klara Schaper, Computer Science

Ich hab mich schon immer sehr für Technik interessiert. Im Informatikunterricht, habe ich dann zum Ersten mal etwas über diese Technik gelernt und wie ich sie selber programmieren kann. Die TUHH führt dieses Konzept aus Theorie und Praxis sehr gut weiter. Sie hat mir aber auch gezeigt, dass Informatik so viel mehr ist als nur programmieren. Und durch die englischsprachigen Vorlesungen kann ich später auch im Ausland arbeiten.