Wie versucht Forschung Umweltprobleme zu lösen?

Was hat Forschung im Labor konkret mit der Lösung unserer Umweltprobleme zu tun?

Niklas ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technische Biokatalyse an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und forscht an der Verbesserung von Tierfutter für Tier und Umwelt. Er möchte mit seiner Forschung dazu beitragen, dass unsere Gewässer und unser Grundwasser weniger durch überschüssiges Phosphat belastet wird. Phosphor kommt, gebunden in Molekülen, der Phytinsäure, von Natur aus in vielen Futtermitteln vor. Diese Phosphormoleküle können jedoch nicht während der Verdauung bei monogastrischen Tieren (also Tieren mit nur einem Magen wie Schweine oder Hühner) aufgeschlossen werden und werden hochkonzentriert von diesen Tieren ausgeschieden. Daher befindet sich Phosphor zum Beispiel auch hochkonzentriert in Gülle. Hierdurch werden unsere Gewässer überdüngt und füllen sich mit übermäßigem Pflanzenwachstum (Eutrophierung). Für die Tiere wäre es besser, wenn ihr Körper die Phosphormoleküle im Verdauungsprozess aufschlüsseln könnten und die Tiere so die Mineralien und Nährstoffe ohne Zusatz von Präparaten direkt dem Tierfutter entnehmen könnten.

Wie die Forschung von Niklas im Bereich der Bioverfahrenstechnik (Bio- und Chemieingenieurwissenschaft) dazu beitragen kann, dass sich die Tiere Mineralstoffe im Futter erschließen können und gleichzeitig die Natur weniger belastet wird, wird in diesem Video erklärt.

Dieser Film entstand im Herbst 2021 im Rahmen des : Ein MINT*-Berufsorientierungsprojekt der KINDERFORSCHER AN DER TUHH in Kooperation mit 15 Hamburger Unternehmen, der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) und dem Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden e.V..

Weitere Information zur MINT-Berufsorientierung und Hamburger Schul-TUHH-Unternehmenskooperationen auf www.nachwuchscampus.de und auf unserem Instagram Account @mint_nachwuchscampus (*MINT=Mathe, Informatik, Naturwissenschaft & Technik).

Die in diesem Film dargestellte Forschungsarbeit ist gefördert mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und wird am Institut für Technische Biokatalyse der TU Hamburg durchgeführt.