Protokoll 6. Sitzung der Wachstums-AG vom 22.08.2018 – Infrastruktur

Protokoll 6. Sitzung der Wachstums-AG vom 22.08.2018 – Infrastruktur

Infrastruktur, ZLL, Startup Dock, Verwaltung & Servicebereiche

 

Der Präsident führt ein und stellt heraus, dass die zentrale Frage der Sitzung lautet: Welche institutionelle, strukturelle und bauliche Infrastruktur benötigen wir für eine wachsende, innovative TUHH? Zu besprechende Punkte sind:

  • Verstetigung des ZLL
  • Verstetigung des Startup Docks
  • Verwaltungsstrukturen und Servicebereiche
  • Unterstützungsstrukturen in den Dekanaten
  • Hafen Campus – Weitere Entwicklung HIP

wobei es für das ZLL, Startup Dock und die Verwaltung/Servicebereiche aus der Bürgerschafts-Drucksache resultierende Vorgaben gibt. Das ZLL und das Startup Dock waren in der Vergangenheit sehr wichtig für die Profilbildung und die Wahrnehmung der TUHH als dynamische TU. Nicht zuletzt aufgrund dieser Außenwirkung ist in der Drucksache die Verstetigung hervorgehoben. Jetzt muss die Weiterentwicklung und Fortführung angegangen werden.

ZLL :

Das ZLL als drittmittelfinanziertes Projekt (10 Mio. Drittmittel in den letzten 7 Jahren) hat in der Vergangenheit erfolgreich zur Profilbildung beigetragen: die TUHH wird als führende TU in der Lehre wahrgenommen. Die zukünftige Rolle des ZLL in der TUHH ist, zur Sicherstellung und zum weiteren Ausbau von Lehrinnovation sowie über innovative Lehre als ein Markenkern zur Gewinnung qualifizierter Studierender beizutragen. Das ZLL muss verstetigt so aufgestellt sein, dass es die positive Profilbildung der TUHH in der Lehre weiterhin vorantreiben kann und eine erfolgreiche Drittmittelakquise möglich wird.

Der Präsident führt dazu aus, dass künftig die HSP-Mittel (HSP 4) nicht nur nach Quantität, sondern auch nach Qualität vergeben werden. Bei einem solchen Paradigmenwechsel bietet das ZLL, das extern als innovativ wahrgenommen wird, gute Chancen, diese neuen Mittel auch zur Weiterfinanzierung einwerben zu können. Den sehr guten Ruf des ZLL gilt es, weiter für die TUHH zu nutzen. Darüber hinaus muss die Verstetigung zum Ziel haben, über die Zuarbeit des ZLL die hohe Qualität in der Lehre beizubehalten. Es wird weiter ausgeführt, dass eine Verstetigung des ZLL auch aus Wachstumsmitteln erfolgen muss. Dies ist eine Vorgabe der Bürgerschaftsdrucksache. Bislang ist die Finanzierung des ZLL bis 2020 gesichert. Wichtig ist, dass bis zum Start von HSP 4 klar ist, wie die künftige Struktur und die Rahmenbedingungen für ein ZLL aussehen sollen.

In der Diskussion herrscht Konsens darüber, dass das ZLL an der TUHH verstetigt werden muss. Dies soll einhergehen mit einer ausgewogenen Mischung aus allgemeiner und ingenieurwissenschaftlicher Fachdidaktik, längerfristigen Projekten und einer angemessenen Personalausstattung. Es sollte eine Einbettung in die Lehrstrukturen der TUHH geben, d.h. die Kooperation mit den SDAs soll eng sein. D.h., die angestrebte Professionalisierung der SDA ist mitzudenken. Die Frage nach der Leitung wird dahingehend beantwortet, dass das ZLL vom VPL geleitet werden sollte und die strategische Arbeit im künftigen ASSL verankert sein soll. Beschlussgremium ist der Akademische Senat.

Diskutiert wird, dass das ZLL so ausgestaltet werden soll, dass der von außen wahrgenommene Ruf, Bestandteil einer innovativen Hochschule zu sein, erhalten werden kann sowie die Fähigkeit zusätzliche Drittmittel für die Modernisierung der Lehre einwerben zu können.

Verwaltungsstrukturen & Servicebereiche

Als Ausgangslage wird festgestellt, dass es Überlast in einigen Verwaltungs- und Servicebereichen der TUHH gibt, ein „Nebeneinander“ von Akademia und Verwaltung und dass die Digitalisierung z.T. nur in Ansätzen implementiert ist. Ziel ist es, gemeinsam innovative Verwaltungsprozesse mit hohem Digitalisierungsgrad, die maßgeschneiderte Serviceangebote für Studierende und Institute (Rechenzentrum, SLS, Bibliothek, Werkstätten, zentrale Dienste und Services) zeitigen, in Gang zu setzen. Dabei ist ein wertschätzendes Miteinander unabdingbar. Nach den Ausführungen der Teilnehmer*innen der Wachstums-AG dazu wird der wertschätzende Umgang von Akademia und Verwaltung als “gelebt“ herausgestellt und das tägliche Miteinander sehr gelobt.

Für den Innovationsprozess in den Servicebereichen/Verwaltung sieht die Bürgerschaftsdrucksache, 10% des Wachstumsbudgets vor. Insgesamt werden die Mittel für die TUHH im Rahmen des Wachstumsprozesses bis 2022 jährlich um 3,8 Mio. Euro aufwachsen. Hieraus ergibt sich ein Aufwuchs im Bereich von Verwaltung und Servicebereichen in Höhe von 380.000 Euro jährlich, sodass am Ende der ersten, 5-jährigen Wachstumsphase zusätzliche jährliche Mittel in Höhe von 1,9 Mio. Euro zur Verfügung stehen, die zur Implementierung innovativer Verwaltungs- und Servicestrukturen eingesetzt werden können. Weitere Rahmenbedingungen sind die in 2019 erforderliche Neubesetzung der Kanzlerposition sowie die Frage, was zukünftig zentral, dezentral oder auch extern organisiert werden soll.

In der Diskussion zeigt der Personalrat auf, dass es Wachstum quantitativ (Studierendenzahlen, Drittmittelaufkommen, Flächen,…) wie qualitativ (Digitalisierung, …) geben wird. Es besteht Einigkeit, dass die Anpassung an das Wachstum einen Verwaltungsanpassungsdruck erzeugen wird, der im Zuge eines längeren Prozesses bearbeitet werden muss. Klar wird, dass neben der Beseitigung von Engpässen auch Organisations- und Prozessabläufe hinterfragt werden müssen. Angeregt wird, die Kernprozesse zu überprüfen und auch den Aspekt Kontinuität nicht aus den Augen zu verlieren. Hierzu wird es, ggf. auch unter Beteiligung externer Unterstützung, einen TUHH-internen Prozess mit den beteiligten Gruppen und mit der neuen Kanzlerin/dem neuen Kanzler geben.

Verstetigung des Startup Dock

Das Startup Dock hat in der Vergangenheit die Außenwahrnehmung der TUHH als dynamische Einrichtung sehr gefördert und auch hier gibt die Drucksache eine Verstetigung vor. Als drittmittelfinanziertes Projekt (3 Mio. Drittmittel/5 Jahre) macht es die TUHH zur einzigen Gründerhochschule in Hamburg; eine von 22 in Deutschland. Die zukünftige Rolle in der TUHH ist, die Förderung von technologiebasierten Ausgründungen an der TUHH und die Interaktion und Vernetzung mit Gründungsaktivitäten an Hamburger Hochschulen und mit Hamburger Gründerprogrammen (beyourpilot, InnorampUp, etc.) voranzutreiben. Das Startup Dock muss so aufgestellt sein, dass es die positive Profilbildung der TUHH weiterhin vorantreiben und erfolgreich Drittmittel akquirieren kann.

In der Diskussion herrscht Konsens darüber, dass das Startup Dock für die TUHH – auch Hamburg-weit – eine wichtige Funktion bei technologiebasierten Ausgründungen spielen soll. Daher trägt eine Verstetigung des Startup Docks in einem angemessenen Rahmen aus den Mitteln des Wachstumskonzeptes dazu bei, Hamburgs Rolle als gründerfreundliche Metropole zu stärken und die Attraktivität der TUHH bei gründungsaffinen Studierenden und Wissenschaftler*innen zu erhöhen. Ein entsprechendes Konzept, das die Rolle des Startup Docks im gesamthamburgischen Kontext definiert, wird derzeit in Zusammenarbeit mit Tutech und Hamburg Innovation erstellt.

Unterstützungsstrukturen in Forschung und Lehre

Ausgangslage ist, das Studiendekanaten wie Kompetenzfeldern eine kontinuierliche strukturelle und operative Unterstützung/Administration fehlt; Optimierungspotenziale bleiben mangels Ressourcen unausgeschöpft. Künftig sollen professionalisierte Studiendekanate Studiengangs(weiter)-entwicklungen, Akademische Selbstverwaltung in der Lehre, etc. verantworten, professionalisierte Kompetenzfelder sollen bspw. die Forschungsstrategieentwicklung vorbereiten und die Unterstützung großer Verbundvorhaben leisten. Diese Unterstützungsstrukturen müssen personell und strukturell so aufgestellt sein, dass die wachsenden Anforderungen in der Organisation und Qualitätssicherung in Forschung und Lehre sicherzustellen sind Es ist für die Forschung ein ZLL-Äquivalent zu schaffen, das professionelle Unterstützung bei der strategischen Weiterentwicklung der Kompetenzfelder bereitstellt. Die entsprechenden Unterstützungsstrukturen sollen in den neuen Ausschüssen ASSL und ASPF näher definiert werden.

Bauliche Infrastruktur Hafencampus im Hamburg Innovation Port (HIP)

Die Grundsteinlegung für den 1. Bauabschnitt war am 18. Juni; der Bezug ist für Mitte 2019 geplant. Generell ist an Ansiedelungen mit hoher Digitalisierungskomponente gedacht. Mögliche Bedarfe ergeben sich durch Verortung von Themen wie Energiesystemforschung, den SFB/Verfahrenstechnik, Materialwissenschaft und Medizintechnik. In die Betrachtung müssen auch Übergangsnutzungen im Falle von Sanierungsvorhaben (z.B. Technikum, Harburger Schlossstr. 20) einbezogen werden. Als Konsens wird grundsätzlich festgehalten, dass es keinen Automatismus gibt, alle neuen Professuren im Binnenhafen zu lozieren. Stattdessen sollen die weiteren Ausbauplanungen auf inhaltlichen Überlegungen basieren, die geeignet sind, die Profilierung der beiden Standorte optimal voranzutreiben. Dabei wird der Hafencampus eine wichtige Rolle spielen, um innovative Kooperationsmodelle von Hochschule und Industrie im Sinne eines effizienten Technologietransfers umzusetzen.

Im Zuge des weiteren Prozesses wird es eine zusätzliche Sitzung der Wachstums AG am 26. September geben, um über den Stand zu berichten. Danach wird der Akademische Senat mit dem Umsetzungskonzept befasst.

Zur Weiterführung und Verstetigung des Wachstumsdialogs ist zum einen die Überleitung und Einbindung der Ergebnisse des Umsetzungskonzepts in die Entwicklung eines Struktur- und Entwicklungsplans in 2019 vorgesehen. Zum anderen soll der mit der Wachstums-AG gestartete Strategieprozess in einem geeigneten Rahmen im jährlichen Rhythmus fortgeschrieben werden.

5. Arbeitssitzung der Wachstums-AG am 18. Juli 2018 „Denomination „II“

Protokoll der 5. Sitzung der Wachstums-AG am 18.07.2018, „Denomination-II“

Der Präsident erinnert, dass die Ergebnisse der Wachstums-AG Eingang finden werden in das „Umsetzungskonzept“. Ziel dieses Papiers ist es, der Politik eine klare, strategische Orientierung der TUHH aufzuzeigen. Nichts desto trotz sei natürlich davon auszugehen, dass über die Zeit immer wieder Nachjustierungen erforderlich sein werden. Angedacht werden könnte daher, das Format der Wachstums-AG beizubehalten und 1-2 mal jährlich in strategischen Sitzungen die konkrete Entwicklung mit den im einzureichenden Wachstumsumsetzungskonzept genannten Zielen abzugleichen bzw. dieses in den von der Grundordnung nun vorgesehenen Ausschüssen zur strategischen Planung der Forschung [ASPF] bzw. Strategieentwicklung in Studium und Lehre [ASSL] (vor-) zu diskutieren. In diesen Ausschüssen soll auch die enge Verzahnung von Forschung und Lehre sichergestellt werden.

Sodann kommt der Präsident auf die Ergebnisse der 4. Sitzung zurück (vgl. auch Protokoll der 4. Sitzung) und stellt noch einmal heraus, dass unter Einbezug der aus den Dekanaten eingereichten Papiere zu den Bedarfen für Professuren eine Mind-Map entwickelt worden sei. Sodann habe das Präsidium dieses in eine Zusammenschau mit den aus den „Leitplanken“ hervorgehenden Maßgaben und weiteren, bereits vollzogenen sowie erwarteten Entwicklungen und Schwerpunktsetzungen im Hamburger Wissenschaftsbereich gebracht, insbesondere das vom MINT-Forschungsrat vorgeschlagene HamburgX-Projekt „Center for Integrated Multiscale Materials Systems „ [CIMMS] , der Weiterentwicklung des Zentrums für Hochleistungsmaterialien [ZHM], einem Zusammenschluss des TUHH-SFB 986 und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht [HZG].

Auf dieser Grundlage sei vom Präsidium der hier zu diskutierende Vorschlag für die im Wachstumskonzept vorzustellenden Widmungen erarbeitet worden.

Der Präsident übergibt an den Vizepräsidenten Forschung, der den Vorschlag des Präsidiums vorstellt. Das Präsidium ist in seinen Überlegungen ausgegangen von 15 Professuren, entsprechend des Auftrags der Bürgerschaft, sowie weiteren vier Professuren, die sich über das CIMMS-HamburgX-projekt finanzieren ließen. Als Option für den Fall, dass die CIMMS-Projekte nicht im Rahmen von HamburgX gefördert werden sollten, kann auch hier über eine Finanzierung aus Wachstumsmitteln nachgedacht werden.

Vor diesem Hintergrund sieht der Vorschlag des Präsidiums folgende Verteilung vor:

I.  Bereich „Informatik“ – 3 Professuren:

  1. Autonome System
  2. CPS Security
  3. Data Science Foundations

 

II.  Bereich „Brücken“ – 4 Professuren, wobei 2 dem CIMMS- Konzept zugerechnet, also nicht auf die „Wachstumskapazität von 15“ angerechnet würden:

  1. Bildgebende Prozesstechnik (UHH)
  2. [CIMMS] Hochauflösende Röntgenanalytik (CIMMS, DESY)
  3. [CIMMS] 3-D Fertigung Hybrider, Multiskaliger Strukturen (CIMMS, UHH)
  4. Mathematik (UHH) entweder zur Thematik Optimierung oder Inverse Probleme oder Angewandte Stochastik und Statistik

III. Bereich „Green Technologies“ – 3 Professuren

Die Professuren sollten das Themenfeld „Energie“ unterstützen, wobei die drei Aspekte „erzeugen, verteilen, speichern“ berücksichtigt werden sollen. Es erfolgt eine eingehende Diskussion insbesondere zu der Frage, ob eine Ausrichtung auf ein bestimmtes Energiefeld, etwa Windkraft, erfolgen soll und in welcher Intensität die jeweiligen Aspekte, insbesondere die Wasserstoffspeicherung, zukünftig behandelt werden sollten. Letzteres könne etwa in Zusammenarbeit mit dem weltweit eine Spitzenreiterposition einnehmenden HZG im Bereich der Wasserstoffspeicherung geschehen.

Einvernehmen wird dahingehend erzielt, unter dem Begriff „Energiesystemforschung“ mit drei Professuren einen Schwerpunkt für die Thematik zu setzen und dieses mit Blick auf die Kooperationsmöglichkeiten mit dem HZG und der UniHH.

Eine eingehende Erörterung des Gesamtbereichs „Energie“ wird in den kommenden Wochen zwischen dem Präsidium und allen akademisch Betroffenen erfolgen.

IV.  Bereich „Life Science Technology“ – 2 Professuren, wobei 1 dem CIMMS- Konzept zugerechnet, also nicht auf die „Wachstumskapazität von 15“ angerechnet würde:

  1. Computational Biomechanics
  2. [CIMMS] Molekulares Design von Biomaterialien (CIMMS)

V. Bereich „Gesellschaft“ – 2 Professuren

Die Notwendigkeit einer Professur für Ethik o.ä,. wird bestätigt. Zum Bereich sollen aber noch Gespräche im Hause stattfinden; z.B. wird die aufgeführte Widmung DesignThinking hinterfragt. Eine Brücke zwischen Gesellschaft und Digitalisierung könnte allerdings der Bereich „Data Analytics“ schlagen.

VI.  Bereich „Digitalisierung in Engineering Methods“ – 5 Professuren, wobei 1 dem CIMMS- Konzept zugerechnet, also nicht auf die „Wachstumskapazität von 15“ angerechnet würde:

  1. Digitales Bauen
  2. Mess- und Sensortechnik
  3. Mensch-Maschine Schnittstelle
  4. [CIMMS] Digitization and Virtual Materials Development
  5. Atomistische Materialmodellierung

In der Diskussion wird herausgestellt, dass das Thema Digitalisierung noch weiter ausdiskutiert werden muss. So sollte ferner das Thema KI von der Anwendung her gesehen mitgedacht werden. Der Präsident regt an, auch die von ihm in den Gesprächen mit den SDA festgestellten Ansätze für „Digital Twinning“/Twins“ in die Diskussionen einzubeziehen.

Auch im Bereich Bauwesen ist das Thema Digitalisierung noch gesondert zu diskutieren.

Ferner gelte zu bedenken, dass

– bis 2022 elf Professuren frei werden, wobei zu entscheiden wäre, ob diese wiederbesetzt und dann einem der o.g. Bereiche zuordnenbar wären. Der Präsident betont, dass jedenfalls bei jeder Wiederbesetzung zu prüfen ist, inwiefern der Aspekt der Digitalisierung berücksichtigungsfähig ist;

– sollten im Rahmen des Tenure-Track Programm des Bundes fünf Professuren der Informatik erfolgreich eingeworben werden können, diese nach Ablauf der Förderphase von 8 Jahren dauerhaft von der BWFG weiterfinanziert würden;

– von dritter Seite Bereitschaft zur (Mit-)Finanzierung weiterer Professuren signalisiert wurde (etwa HZG, DLR, Airbus, hit Technopark).

Die abschließende Frage des Präsidenten, ob die Wachstumsgruppe das nun gefundene Grundgerüst von 15 + 4 Professuren zur Ausgestaltung des Wachstumskonzeptes stützt, wird allgemein befürwortet. An einigen Stellen müssen aber noch Gespräche erfolgen. Nachjustierungen sollen möglich sein und über die Reihenfolge der Ausschreibungen muss später noch gesprochen werden.

Das Protokoll im Download:

Wachstums-AG_2018-07-18_Protokoll

Folien-Präsentation vom 18.07.2018 steht hier zum Download bereit

5.Sitzung_Wachstum_AG-1724

 

 

4. Arbeitssitzung der Wachstums-AG, 04.07.2018, zum Thema „Denomination“

Der Präsident kommt auf die Ergebnisse der 3. Sitzung zurück (vgl. auch Protokoll der 3. Sitzung).

Hinsichtlich der Weiterentwicklung der Lehre, insbesondere unter Wachstumsaspekten, sollen Maßnahmen in den drei Bereichen „Senkung der Abbrecherquote“, „Ausbau des Studienangebots“, „Ausbau der Weiterbildung“ im Vordergrund stehen. Ebenfalls soll über die Vermarktungsstrategie nachgedacht werden, allerdings sollen dazu bereits die Inhalte, auf die sich die Vermarktung beziehen soll, ausreichend konkret und substantiiert sein, um nur auch inhaltlich erfüllbare Erwartungen zu wecken.

Sodann führt der Präsident ein in die Thematik der vierten Sitzung „Denomination“ und stellt fest, dass es für die abschließende Erörterung des Themas voraussichtlich eines weiteren Termins bedarf. Er schlägt dafür die nächste (fünfte) Sitzung vor, damit der inhaltliche Zusammenhalt gewahrt bleibt und eine weitere Sitzung am 22.08. zum Thema Infrastruktur.

Der Präsident bedankt sich für die aus den Dekanaten eingereichten Vorschläge / Bedarfserklärungen für neue und anstehende Professuren und übergibt sodann an den Vizepräsidenten Forschung zur Darstellung einer Zusammenschau der bisher eingegangenen Bedarfserklärungen  und den sich aus den politischen Vorgaben (insbes. Bürgerschaftsdrucksache) und der Selbstverpflichtung im bisherigen Wachstumskonzept ergebenden Notwendigkeiten.

Mit Blick auf alle anstehenden Berufungen wird daraufhin gewiesen, dass in Abkehr vom in den letzten Jahren verfolgten Ansatz, mit jeder Neuberufung primär das Lehrangebot abdecken zu können bzw. die Lehre in den Studiengängen entsprechend dem in den Studienplänen vorgesehenen Angebot aufrecht erhalten zu können, nunmehr der Fokus der Neuwidmungen darauf liegen muss, strategisch wissenschaftliche Expertise in den im Wachstumskonzept festzustellenden/ festgestellten Bereichen aufzubauen entsprechend den o.g. Rahmenbedingungen . Der zuvor oftmals verfolgte Ansatz der „Wiederbesetzung eins-zu-eins“muss an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden. Es wird festgestellt, dass nur so absehbar die Profilierung der TUHH-Forschung erfolgen und wissenschaftliche Exzellenz herausgebildet werden kann.

Zu sehen ist überdies, dass gleichzeitig, auch mit Blick auf die Zielsetzung des Wachstumskonzepts, die Studierendenzahlen zu erhöhen, eine Steigerung der Attraktivität der Studiengänge sichergestellt sein muss. Mit allen künftig anstehenden Berufungen muss also neben der primären Zielsetzung der Herausbildung wissenschaftlicher Expertise in bestimmten Forschungsbereichen auch sichergestellt sein, dass zum einen die derzeit im Bereich Lehre bestehenden Lücken geschlossen werden und zum anderen ein Zugewinn für neue attraktive Studienangebote erfolgt. Sowohl mit Blick auf die Forschung als aber auch das Studienangebot müssen daher thematische Bereiche wie „Ethik“ oder „Design“ nicht als „add-ons“, sondern als genuine, dem ingenieurwissenschaftlichen Ansatz zugehörige Bereiche in die Widmungsvorschläge Eingang finden, was begrüßt wird.

Nach allgemeiner Zustimmung zu dieser Herangehensweise werden Ansätze zur finalen Widmungsfindung diskutiert. Dies sind u.a.

  • Art und Weise der Feststellung der auszubildenden Forschungsbereiche im Engeren
    (Konkretisierung von Forschungsthemen über die Kompetenzfelder)
  • Überlegungen zu attraktiven, inhaltlich neuartigen Studienangeboten
  • personal-strukturelle Überlegungen zur Digitalisierung

Nach intensiver Diskussion stellt sich als ein erstes Ergebnis heraus, dass drei Widmungsvorschläge wie vorgeschlagen für die Informatik vorzusehen sind, dass drei Widmungvorschläge (Bildgebende Prozesstechnik, Röntgenanalytik und eine Mathematikprofessur) als Brückenprofessuren eingesetzt dienen sollen und es allgemein begrüßt wird, Professuren für Ethik und Design – fehlende Elemente eines Portfolios einer Technsischen Universität – einzusetzen.

Zu den weiteren neuen Widmungsvorschlägen, die unter dem Punkt „Stärken und Schwerpunkte“ eingeordnet sind, gibt es eine lebhafte Diskussion, die sowohl die Bedeutung der neu vorgeschlagenen Professuren umfasst als auch Bezug nimmt auf Nachbesetzungen. Nachdem „best effort-Ansatz“ muss es gegenwärtig mit Blick auf die strategische Zielsetzung Wachstum Ziel sein, neue profilgebende und schwerpunktbildende Widmungen zu entwickeln.

Schließlich schlägt das Präsidium vor, auf der nächsten Sitzung unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen einen Vorschlag zur Herangehensweise und zu Widmungsinhalten als Grundlage des weiteren Abstimmungsprozesses vorzulegen.

Es wird daher allgemein der eingangs gegebenen Anregung des Präsidenten zugestimmt, abweichend vom bislang geltenden Themenplan, auf der nächsten Sitzung am 18.07. inhaltlich an die Ergebnisse der aktuellen Sitzung anzuschließen und den Themenbereich „Denominationen“ abschließend zu behandeln.

Für die Behandlung der Thematik „Infrastruktur“ wird wegen der anstehenden Urlaubszeit Mittwoch, 22. August angesetzt.

4.Sitzung_Denominationen

3. Arbeitssitzung der Wachstums-AG, 20.6.2018, zum Thema Lehre

Protokoll der 3. Sitzung der Wachstums-AG am 20.06.2018, „Lehre“

Der Präsident kommt auf die Ergebnisse der 2. Sitzung zurück (vgl. auch Protokoll der 2. Sitzung). Er teilt mit, dass sich am Vortag (19.06.2018) unter Leitung des Vizepräsidenten Forschung die Adhoc Unterarbeitsgruppe (TN Profes. Eich, v. Estorff, Fröhle, Kersten, Liese und Timm-Giel) zur
näheren Ausgestaltung des Bewertungsverfahrens (Auswahl und Evaluation) getroffen hat.

Der Vizepräsident Forschung stellt zusammenfassend die Ergebnisse der Unterarbeitsgruppe vor:

So soll eine Kommission basierend auf dem ASPF (ein nach der neuen Grundordnung vom Akademischen Senat einzusetzender und vom Vizepräsidenten Forschung geleiteter Ausschuss) plus 2 externe Teilnehmer (VP-Fs anderer Universitäten, HZG,…) über die I³-Labs entscheiden unter
Einbeziehung von Kurzgutachten 1-2 externer Fachgutachter mit Fokus auf wissenschaftliche Qualität des Antrages und empfiehlt Förderung auf Basis aller Kriterien. I³-Projects und I³-Junior Projects werden ebenfalls dem ASPF vorgestellt. I³-Junior Projects sollen ihre Projekte öffentlich „pitchen“
bspw. in einer Veranstaltung im Audimax. Entscheidungen werden TU–öffentlich bekannt gemacht.
Der Präsident führt ein in die Thematik der dritten Sitzung „Lehre“ und übergibt für die Darstellung der anstehenden Diskussionspunkte an den Vizepräsidenten Lehre. Der Vizepräsident Lehre stellt mittels einer Folienpräsentation

– die Entwicklung der Lehr- und Studiensituation der letzten 5-7 Jahre,
– die sich darauf ergebenden Konsequenzen in Zusammenschau mit den Zielvorgaben durch die Bürgerschaftsdrucksache und sonstigen Rahmenbedingungen sowie
– mögliche Ansätze zur Zielerreichung vor.

Zur Lehr- und Studiensituation der vergangenen Jahre führt er aus:
Das Betreuungsverhältnis Professor – Studierende habe sich durch den HSP-finanzierten Aufwuchs deutlich verschlechtert. Auch das das Betreuungsverhältnis Wissenschaftliches Personal –
Studierende hat sich verschlechtert, allerdings nicht im gleichen Umfang.. Festzuhalten bleibt jedoch, dass sich beide Betreuungsquoten im durchschnittlichen Bereich oder sogar noch leicht darunter
befinden. In den vergangenen Jahren kam erschwerend hinzu, , dass aus HSP keine dauerhaften Stellen, insbesondere keine Professuren finanzierbar gewesen seien.

Die Rahmenbedingungen durch die „Wachstumsmittel“ seien demgegenüber anders: hier würde gerade 15 neue Professuren finanziert werden; das beabsichtigte Wachstum der Zahl der Studierenden würde also nicht zu einer weiteren Beeinträchtigung des Betreuungsverhältnisses
Professor – Studierende führen. Klarstellend ergänzt er, dass die Betreuungssituation an der TUHH im deutlich besser als derDurchschnitt des Betreuungsverhältnisses der TU 9 sowie der übrigen TUs liegt.
Die Anzahl derjenigen Studierenden, die ihr Studium nicht abschließen (wobei anhand der vorhandenen Daten keine Differenzierung hinsichtlich tatsächlicher Abbrecher eines Ingenieurwissenschaftlichen Studiums und Studienfach- bzw. –ortswechsler getroffen werden könne),
habe leicht zugenommen: Steigerung der sog. Abbrecherquote.
Die Anzahl der Studierenden, die das Studium an der TUHH mit einer Abiturnote schlechter als 1,7 aufgenommen hätten, sei in den letzten Jahren gestiegen, insbesondere sei ein deutlicher Anstieg um Studienanfänger mit einer Abiturnote von schlechter 2,7 zu verzeichnen gewesen.
Die (nicht-)erbrachten Leistungspunkte im ersten Fachsemester Bachelor und späterer Studienerfolg lasse vermuten, dass eine Korrelation dahingehend bestehe, dass je weniger Leistungspunkte bereits im ersten Fachsemester erbracht würden, der Studienerfolg insgesamt geringer sei.
Um vor diesem Hintergrund das angestrebte Wachstumsziel der TUHH auf 8.750 Studierende im Jahr 2022 zu erreichen, schlägt der Vizepräsident Lehre Maßnahmen in drei Bereichen vor:

1. Senkung der Abbrecherquote
2. Ausbau des Studienangebots
3. Ausbau der Weiterbildung

Zu 1.: Als eine denkbare Maßnahme zur Senkung der Abbrecherquote stellt der Vizepräsident Lehre den Aufbau eines sog. Orientierungsjahres vor, dessen Pilotphase zurzeit von der Joachim Herz-Stiftung gefördert wird. Dieses solle Elemente wie eine verstärkte Studienberatung, „Peer-Kontakte“
und auch interdisziplinäre Ansätze enthalten, aber auch mit regulären Lehrveranstaltungen und Prüfungen versehen sein. Man könne dabei teilweise sogar auf bereits bestehende Strukturen, wie etwa das Bachelor-Projekt zurückgreifen. Mit Blick auf diejenigen, die sich durch ihren Besuch dieses „Vorstudiums“ gegen das weitere (Ingenieurwissenschaftliche) Studium (an der TUHH) entschieden, kämen Möglichkeiten der Anerkennung erbrachter Studienleistungen bzw. die Überführung in Ausbildungsberufe in Betracht, wie es bereits derzeit in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer gehandhabt werde im sog. Shift-Programm.
Ferner solle an einer stetigen Verbesserung der Lehrqualität festgehalten werden.

Zu 2.: Als denkbare Maßnahmen im Hinblick auf den Ausbau des Studienangebots und Steigerung der Attraktivität insbesondere für sehr gute und gerade auch vielseitig interessierte, aber auch nicht dem deutschen Sprachraum entstammende Studieninteressente wäre denkbar

– die Einführung sog. „Honors-Programme“. Diese würden weniger für eine Vertiefung im Fach stehen, sondern ein add-on fördern durch den Einbezug weiterer Aspekte, wie etwa gesellschaftlicher Themen oder Mobilitätsfenster. Zur Umsetzung wäre eine Zusammenarbeit mit Partnerunis gut vorstellbar.

– der Ausbau des englischsprachigen Lehrangebots. So solle sichergestellt werden, dass der Studiengang GES vollständig und umfänglich auf englisch angeboten werden könne; gleiches müsse für die bereits bestehenden „englischsprachigen“ Masterprogramme (sog. Internationale Master) gelten.
Als weitere Maßnahme im Bereich „Ausbau des Studienangebots“ wird von den Teilnehmern der AG, befürwortet, – wieder – ein TUHH-Bachelorprogramm Wirtschaftsingenieurwesen einzuführen, bei
dem man ggf. auch mit „Brückenprofessuren“ oder Partnerunis zusammenarbeiten könnte. Dies stößt auf allseitiges Einvernehmen, da der Bedarf im Hamburger Raum bekannt ist, und man als Universität
mit einem Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ oder „Business Analytics“ auch nahezu bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal erfüllen würde.
Ferner wird angeregt, an einen Ausbau des Studienangebots im Master-Bereich zu denken, insbesondere mit einer starken Anlehnung an die Kompetenzfelder/ Forschungsaktivitäten (ggf. auch etwa erfolgreiche/ nachhaltige I3 labs), zumal Renommee und Projekte in der Forschung sich auch auf die Attraktivität des Studiums auswirken („Forschungsnähe der Lehre“). Auch ließe sich so der Nachwuchs für die Forschungsthemen der TUHH im Haus heranbilden.
Auch wird zu bedenken gegeben, dass bereits nach status quo stellenweise die Struktur der TUHHStudienprogramme, wie sie unter Nutzung der Spielräume der Akkreditierungsvorgaben gewählt wurde, ein Alleinstellungsmerkmal erfüllt – so z.B. im Hinblick auf Wahlmöglichkeiten /
Vertiefungsrichtungen; dies könne man ggf. ausbauen bzw. jedenfalls damit werben.

Zu 3.: Als denkbare Maßnahmen zum Ausbau des Weiterbildungsangebots schlägt der Vizepräsident Lehre kleinteilige Studienformate vor, wie etwa Micro Degrees oder Micro Master. Hier könnten auch neue Lehrformate – im Sinne eines Experimentierfeldes – ausprobiert, weiterentwickelt werden,
insbesondere im Bereich des Blended Learning bzw. weiterer digitaler Formate.
Angeregt wird, in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von (Industrie)Partnern, sich gezielt um den Aufbau von Weiterbildungsangeboten für eine spezifische Berufsgruppe zu bemühen, etwa in Analogie zur Weiterbildung in der Ärzteschaft, die gesetzlich zur stetigen Weiterbildung verpflichtet ist.
Der Vizepräsident Lehre betont eindrücklich, dass diese Maßnahmen, das Ziel der Erhöhung der Studierendenzahlen aber nur erreichen können, wenn die TUHH mit diesen Maßnahmen aber auch überhaupt sichtbar wird; insbesondere im weiteren Umfeld (national und international) hängt damit das
Anwachsen der Studierendenzahl entscheidend von der „Werbung in eigener Sache“ und dem dahinterstehenden Marketingkonzept ab.
Entsprechend herrscht allseitiges Einvernehmen bei den Teilnehmern der Wachstums-AG, dass die Vermarktung der TUHH und ihrer – bestehenden, überarbeiteten und neuen – Studienprogramme „spielentscheidend“ ist, um auch Studieninteressenten zu erreichen, für die die TUHH „nicht vor der
Haustür“ liege und die sich deshalb „automatisch“ für die TUHH interessierten. Hierbei gelte es natürlich insbesondere, „gute“ Studieninteressenten anzusprechen. Essentielle Voraussetzung sei allerdings, dass diese Werbung auf belastbaren Tatsachen gründe, um nicht Interessenten „mit falschen Versprechungen“ anzulocken (Erst der Inhalt, dann die Verpackung).
Es wird angeregt, insbesondere die Expertise der Studierenden in zukünftige Vermarktungsstrategie (Maßnahmen) einzubeziehen, ggf. auch in Form von TUHH-geförderten „Projekten“.
Unter Bezugnahme auf ein Schreiben der Studiendekane (siehe Anlage) begrüßt der Präsident eine breite Beteiligung zum Thema „Studiengänge“ und regt an, dass Ideen für neue Studiengänge jederzeit in den Studiendekanaten, Ad-hoc Gruppen und im ASSL (ein nach der neuen Grundordnung
vom Akademischen Senat einzusetzender und vom Vizepräsidenten Lehre geleiteter Ausschuss) gesammelt und diskutiert werden sollen und diese stetig in die weiteren Überlegungen einfließen.

Es folgt die Anlage:
Agendapapier
„Entwicklungsmöglichkeiten für professionell organisierte universitäre Lehre“
der Studiendekane B, E, M, V, W und AIW der TUHH

 

 

Agendapapier

„Entwicklungsmöglichkeiten für professionell  organisierte universitäre Lehre“ der Studiendekane B, E, M, V, W und AIW der TUHH
08.02.2018

Das vorliegende Papier greift thematische Bereiche innerhalb unserer Lehre auf, die im Rahmen der Studiendekane B, E, M, V, W und AIW und der monatlichen Dekane-Besprechungen als besonders bedeutsam angesehen werden. Bislang ist unsere Struktur stark auf Entscheidungsgremien ausgelegt, so dass es wenig Raum und insbesondere
wenig Zeit für Kommunikation und Willensbildung gibt. Der neue, in der Grundordnung vorgesehene Ausschuss für Strategieentwicklung in Studium und Lehre scheint nunmehr ein sehr geeignetes Gremium, um die u.g. Themen in einem wissenschaftlich-kritischen Dialog aufzugreifen und vorausschauende Maßnahmen zu empfehlen.
Für einen solchen Dialog soll dieses Papier eine Grundlage bilden und insofern erste Vorschläge für die Agenda des neuen Gremiums liefern. Auf Basis der Analyse des Status Quo möchten wir Anstöße geben für eine Universität, die als Startpunkt die Bedürfnisse der Studierenden und Lehrenden respektiert, die professionell und effizient agiert, die offen ist für eine konstruktive Streit- und Diskussionskultur und die die Studiendekanate bzw. die entsprechenden Kollegien in ihrer Rolle als zentrales Organisations- und Entscheidungsorgan anerkennt. Wir begrüßen ausdrücklich die positiven Entwicklungen des Images und des Wachstums der TUHH. Umso wichtiger
erscheint uns jedoch, die neue Ausschuss-Struktur zu nutzen, um unser Profil auf Basis dieser guten Ausgangslage weiter zu verbessern.

Folgende Themen schlagen wir zur Diskussion in dem Ausschuss vor:

1. Lehrorganisation und Lehrentwicklung an der TUHH
Der interne Stellenwert als auch die Aufmerksamkeit von außen in Bezug auf die Lehrleistung bzw. die Qualität der Lehre hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Fragen, die sich u.a. hier nun stellen sind:

– Welche Bedeutung kommt der fachlichen Kompetenz der Studierenden zu und
wie kann man sie stärken?

– Wie kann das Kollegium stärker in Diskussionen um die Lehrentwicklung
eingebunden werden, so dass wichtigen Neuentwicklungen und Entscheidungen eine möglichst breite Basis bekommen?

– Welche Bedeutung haben zentrale Strukturen wie SLS und ZLL und welche
Notwendigkeit zu Dezentralisierung besteht?

– Gibt es eine geteilte Auffassung von „guter Lehre“? Und wenn nicht, welche
Sichtweisen bestehen hierzu derzeit?

Agendapapier der Studiendekane 2

– Welche Bedeutung besitzen Lehrinnovationen? Gibt es hier eine Art Reifegrad für unsere Veranstaltungen?
Welche positiven Effekte hatten unsere Innovationen
auf die Abbrecherquote?
Wie hat sich die fachliche/inhaltliche Kompetenz der
Studierenden verbessert?

– Welche strategischen Maßnahmen zur Lehrentwicklung mit Bezug auf die
o.g. Punkte können wir definieren?

2. Strategisches Studiengangsmanagement

Die TUHH bietet derzeit 14 Bachelor- und 29 Masterstudiengänge an. Dabei ist die Struktur so, dass die Studiengangsleitung einem/r Hochschullehrer(in) obliegt, der/die diese Aufgabe quasi „nebenbei“ mit erledigt. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren der Wettbewerb um gute Studierende weiter zunehmen wird. Fragen, die sich u.a. hier nun stellen sind:

– Wie können wir die Bekanntheit und „Vermarktung“ unserer Studiengänge und die Attraktivität insbesondere für leistungsstarke Studierende erhöhen?

– Wenn es zu Studierendenwachstum kommen soll, welche Möglichkeiten
attraktiver Studiengänge gibt es?
Inwieweit können wir hierbei Synergien zu
bestehenden nutzen?

– Welche Anforderungen sind aus unserer Sicht an einen „attraktiven“ und
„werthaltigen“ Studiengang zu stellen? Welche Bedeutung spielt hierbei die
fachliche Kompetenz?

– Wollen wir mittelfristig eine „mindestoptimale Betriebsgröße“ unserer
Studiengänge definieren?

– Wie können wir die Leitung und das Management der Studiengänge
professionalisieren?
Wie unterscheiden sich Management und Verwaltung von Studiengängen?

– Welche die Studiendekanate unterstützenden Aktivitäten sollten zentralisiert (Synergien) und welche dezentralisiert (Flexibilität) werden?

– Inwieweit muss ein Wachstum in Form von Studierenden begleitet sein mit der Schaffung unterstuützender Stellen in den Studiendekanaten?

– Welche strategischen Maßnahmen zur Professionalisierung des
Studiengangsmanagements mit Bezug auf die o.g. Punkte können wir
definieren?

3. Professionelle, vergleichbare Masterzulassungsverfahren
Die Einführung der durch Bachelor- und Masterabschlüsse gestuften Studiengänge fand an der TUHH vor ca. zehn Jahren statt. Es wurde ein Masterzulassungsverfahren eingeführt, das formal-technisch über ein Webinterface zu einer Datenbank und inhaltlich-rechtlich über eine Kompetenzprüfung durch Studiengangsleiter und
Prüfungsausschussvorsitzende abläuft. Folgende Punkte sind diskussionswürdig:

Agendapapier der Studiendekane 3

– Wollen wir den Zeitaufwand der Professoren/innen für die Zulassung
honorieren/anerkennen?

– Kann das Zeitfenster zur Bearbeitung der Bewerbungen optimiert werden?

– Inwieweit sind die inhaltlichen und formalen Zulassungskriterien zwischen den Studiengängen vergleichbar bzw. anzugleichen?

– Welche Bedeutung messen wir qualifizierten Bewerbern von
Fachhochschulabsolventen bei? Können wir uns hier auf einheitliche Prinzipien verständigen?

– Inwieweit können wir die Studienvorbereitungssemester stärker für die
Anwerbung guter Studierender nutzen?

– Was können wir vom NIT bezüglich eines professionellen Zulassungsverfahrens lernen?

– Welche strategischen Maßnahmen zur Masterzulassung mit Bezug auf die
o.g. Punkte können wir definieren?

4. Digitalisierung der Lehre

Die Digitalisierung der Lehre ist unter verschiedenen Namen bzw. in verschiedenen Formen seit Jahren ein Thema an der TUHH. E-Learning, Blended Learning, Massive Open Online Courses, Hamburg Open Online University, usw. versprechen sowohl eine Öffnung der universitären Lehre in die Gesellschaft hinein als auch eine Effizienzsteigerung des Lehrens/Lernens an der Universität selbst. Es ist klar, dass die TUHH sich diesen Entwicklungen gegenüber positionieren muss. Unserer Meinung nach wären hierbei wichtige Fragen:

– Was bedeutet Digitalisierung der Lehre eigentlich?
Wo wollen wir hin? Ist das Ziel erstrebenswert?
Was bekommen wir und was geben wir ggf. durch die Nutzung von digitalen
Medien auf?

– Welche Rolle wollen wir der HOOU hierbei zuweisen?
Wie wollen wir die HOOU weiter entwickeln?
Welche Rolle soll die HOOU in 5 Jahren spielen, wenn sich dominante
Plattformen herausgebildet haben? Wer kümmert sich um die dauerhafte
Erhaltung digitaler Inhalte? Wer sichert ihre rechtlich einwandfreie Nutzung
ab?

– Welche Bedeutung haben noch persönlich gehaltene Vorlesungen in einer
Zeit der MOOCs?
Welchen Stellenwert hat die persönliche Anwesenheit von Studierenden an
der TUHH in der Zukunft?

– Wollen wir zukünftig digitale Inhalte von Plattformanbieter in unser
Curriculum übernehmen?
Wenn ja, welche Möglichkeiten und welche Hindernisse sehen wir
hier?

– Welche strategischen Maßnahmen zur Digitalisierung der Lehre mit Bezug
auf die o.g. Punkte können wir definieren?

 

Agendapapier der Studiendekane 4

5. Nachbesetzungen und Berufungsverfahren

Zu einer qualitativ hochwertigen Lehre gehört die Sicherstellung der Kontinuität des Kollegiums. Auf Grund der Sparmaßnahmen ist diese in den letzten Jahren leider nicht mehr durchgängig umsetzbar gewesen. Da dies letztlich zu Abstrichen in der Qualität (zumindest Kontinuität) der Lehre führt und die Dekanate belastet, wären folgende Fragen zu diskutieren:

– Wie können wir wieder sicherstellen, dass Planungszeiträume von mindestens 18 Monaten für die Nachbesetzungen vorhanden sind?

– Wie können wir wieder stärker für eine gewisse Redundanz im
Lehrpersonal/Kollegium sorgen, die es erlaubt, auch bei Krankheitsfällen oder
Forschungssemestern handlungsfähig zu bleiben?

– Welche Bedeutung messen wir Industrieerfahrung im Rahmen von
Berufungsverfahren in den Ingenieurwissenschaften zu? Wie steht diese zu
wissenschaftlichen Leistungen wie Publikationen?

– Wie kann eine verlässliche, langfristig orientierte Nachbesetzung bzw.
Berufungsstrategie gemeinsam mit den Studiendekanaten aussehen und wie
wäre sie zu implementieren?

– Welche strategischen Maßnahmen zu Berufungsverfahren mit Bezug auf
die o.g. Punkte können wir definieren?

Prof. Peter Fröhle (B) Prof. Michael Schlüter (V)
Prof. Christian Schuster (E) Prof. Thomas Wrona (W)
Prof. Hermann Lödding (M) Prof. Gerhard Schmitz (AIW)

 

Downloads

Protokoll_Wachstums-AG_20.06.2018

Wachstum_Lehre_Folien

2. Arbeitssitzung Wachstums-AG, 06.06.2018

Protokoll

Der Präsident kommt auf die Ergebnisse der 1. Sitzung zurück (vgl. auch Protokoll der 1. Sitzung) und stellt heraus,

  • dass die Diskussion um die Begrifflichkeiten „Kompetenzfelder“ und „Querschnittsthemen“ ggf. noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt aufgegriffen werden kann; dass allerdings die Begrifflichkeit „Kompetenzfeld“ ausdrücklich auch ein perspektivisches Element beinhaltet und Expertise auf dem Gebiet besser zum Ausdruck bringt als etwa die Begrifflichkeit „Anwendung(sfeld)“;
  • dass sich nach dem in der AG gewonnenen Meinungsbild jeder Hochschullehrer der TUHH mit seinen Forschungsthemen entweder in einem Kompetenzfeld, einem Querschnittsthema oder in der Schnittmenge von Kompetenzfeld und Querschnittsthema tätig ist;
  • dass – unter Bezugnahme auf die Ausführungen von Prof. Liese – sich die bisherigen Forschungsschwerpunkte (FSP) größtenteils in der sich aus Kompetenzfeld und Querschnittsthema ergebenden Matrix-Struktur widerspiegeln.

Der Vizepräsident Forschung stellt anhand von Folien ausführlich das I3- Konzept vor: Das wettbewerbliche (als behördliche Anforderung) Verfahren soll beitragen zur Fokussierung und Intensivierung der TUHH-Forschung; mit den zu fördernden Forschungsvorhaben soll perspektivisch die Frage beantwortet werden: wo wollen wir in 10 bis 15 Jahren stehen? Das I3– Konzept ist also durchaus als ein Umgestaltungsinstrument anzusehen; gleichzeitig soll es aber auch Ausdruck sein von Flexibilität in der Förderung von aktuellen / ad hoc Forschungsprojekten. Es werden die Rahmenstrukturen vorgestellt und die angedachten Kriterien für die Auswahl und Evaluation des jeweiligen Projekts sowie ein Vorschlag für ein Bewertungsverfahren.

Zu Beginn der Diskussion wird das vorgelegte Konzept als ein sehr guter und tragfähiger Ansatz bewertet. Aus der Diskussion ergibt sich, als Rahmenstruktur für

I3-Labs:
Anzahl: zunächst 1-2 neue jährlich Dauer: max.
Zyklus: 4 Jahre; Zwischenevaluation nach 2 Jahren daraufhin, ob das 4. Jahr weitergefördert werden soll;
Auswahl: 1 x jährlich

I3-Projects:
Anzahl: zunächst 10 neue jährlich
Dauer: 2 Jahre-Zyklus
Auswahl: 2 x jährlich

I3-Junior-Projects:
Anzahl: zunächst 10 neue jährlich
Dauer: 1-2 Jahre
Auswahl: mehrmals jährlich [ggf. in Anlehnung an das Prozedere zur
Beantragung sog. „Freien Lehrinnovationsprojekte“ aus HSP-Mitteln]

  • dass eine entsprechende Maßnahme nicht nur für Forschungsvorhaben, sondern ggf. auch im infrastrukturellen Bereich – z.B. RZTU – und dort für mögliche Maßnahmen Anwendung finden könnte (-> Anregung soll auf 5. Sitzung: „Infrastruktur“ einbezogen werden);
  • dass auch Post docs I3-Maßnahmen beantragen können,
  • dass die Lehrverpflichtung für die zusätztlichen WiMis nach Möglichkeit nicht zu einer Erhöhung der Lehrverpflichtung führen sollen;
  • dass mit der Auswahl der zu fördernden Maßnahmen der „Ausschuss für strategische Planung und Forschung“ einbezogen werden soll;
  • dass eine diesjährige Förderung von projects und junior-projects noch nicht angedacht ist;
  • dass es bei den Kriterien (siehe Anhang) grundsätzlich auf die wissenschaftliche Qualität ankommt
  • dass es bei den Kriterien für I3-Labs es auch auf die Kombination der Kriterien ankommt, so auch etwa das Kriterium der Verbindung zwischen dem Forschungsthema und der Lehre;
  • dass die Kriterien grundsätzlich auch für die Auswahl der I3-projects gelten sollen; dass allerdings ggf. die Erwartungen, die man an die Erfüllung der Kriterien hat, leitend sein sollen.
  • dass die Kriterien hinsichtlich der I3-junior projects angepasst werden sollen neben den prioritär zu gewichtenden Aspekten wie „Originalität“ zusätzlich um die Aspekte „Freiräume für Experimente schaffen“ und „Risikobehaftung“.
  • dass eine Beteiligung Externer sowohl am Auswahl- als auch am späteren Evaluationsverfahren gesehen wird: bei den I3-Labs sollen externe Gutachter zu den Sitzungen des ASPF hinzugebeten werden, um den objektiven Blick von außen einzubeziehen; bei den I3-projects soll auf externe Gutachter verzichtet werden.
  • dass das Ausschreibungsverfahren insgesamt „schlank“ sein muss, damit es praktisch auch zur zielführenden und zeitnahen Anwendung kommen kann und genügend Kapazitäten für externe Antragstellungen (DFG, Ministerien, EU etc.) verbleiben. Entsprechend allgemeinem Dafürhalten wird zur näheren Ausgestaltung des Bewertungsverfahrens (Auswahl und Evaluation) eine ad hoc Unterarbeitsgruppe eingesetzt, die einen Vorschlag erarbeiten soll. (Termin: Dienstag, 19.06., 10.00 Uhr). Als Teilnehmer erklären sich die Professoren bereit: Eich, v. Estorff, Fröhle, Kersten und Liese.

Es wird schließlich die Frage nach der Stellung von I3- Maßnahmen und den derzeitigen Forschungsschwerpunkten aufgeworfen und aufgrund der Komplexität und in Anbetracht des für die Sitzung gesetzten Zeitrahmens vertagt. Betont wird, dass bei einer solchen Diskussion dem Grundsatz „structure follows strategy“ Rechnung getragen werden muss.

In Vorbereitung der 4. Sitzung: „Denomination“, am 04.07., wird vorgestellt, dass die avisierten 15 Professuren sich verteilen sollen auf die Leitplanken:

5x „Stärken stärken“
3x Informatik, von denen sowohl Grundlagenforschung betrieben werden als auch Bedarfe der anderen Forschungs- und Lehrthemenfeldern der TUHH abgedeckt werden soll
5x Vernetzung

Diese Stellen müssen in Gesamtschau mit den von den Studiendekanen beim Präsidium eingereichten Stellen, die alsbald einer „Nachbesetzung“ zugeführt werden sollen, betrachtet werden; es wird daher um Vorschläge hierzu aus den Studiendekanaten bis spätestens zum 20.06. gebeten. Dabei sollen die Anforderungen an die Informatik in der Forschung reflektiert werden.

Protokoll_Wachstums-AG_06.06.2018

2018-06-06_Wachstums-AG_Folien

Wachstums AG – Kick-Off Meeting am 23.05.2018

Protokoll:

Der Präsident führt ein in die Thematik und stellt klar, dass

  • es sich um ein Papier handelt, dass sich an eine Zielgruppe aus BWFG und Politik handelt, dass keine Ausarbeitung en detail vorsehen kann und soll. Dies ist einer späteren weiteren und inhaltlich intensiveren Vorbereitung des ebenfalls anstehenden Struktur- und Entwicklungsplans (StEP) vorbehalten, in der zu Beginn des kommenden Jahres auch die wichtigen Themen Governance, HR und Finanzen integriert werden.
  • das Wachstum sich in zwei Phasen vollziehen soll, wobei die zweite Phase sich auch in Abhängigkeit des Ergebnisses einer gegen Ende der ersten Phase durchzuführenden Evaluation (ab Mitte 2022) gestalten wird.
  • gewisse Rahmenbedingungen gelten, zu beachten sind bzw. Zielsetzungen aufgegriffen werden sollen, namentlich die aus
    • der Bürgerschaftsdrucksache
    • MINT-Forschungsrat
    • Bisheriges Wachstumskonzept der TUHH
    • Wissenschaftsrat- MINT Gutachten

Der Präsident weist hin auf

  • die regional-strategische Bedeutung der TUHH und ihres Wachstums
  • die extern formulierten Gründe für die Notwendigkeit des Wachstums
  • die bisher –v.a. auch extern – identifizierten Stärken und Schwächen der TUHH
  • die Perspektive, die man für die Universität entwickeln soll / sich daran orientieren muss
  • die in den Rahmenbedingungen vorgegebenen Wachstumsziele, z.B. Stärken stärken
  • die Empfehlungen und Erwartungen der Politik
  • die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen
  • die infrastrukturellen Notwendigkeiten
  • den Zeitplan für die Entwicklung des Wachstumskonzepts

Der Präsident schlägt v.a. in Anbetracht der Kürze der Bearbeitungszeit für das Wachstumskonzept eine strukturierte Behandlung der Themenfelder: Forschung, Lehre, Denomination und Infrastruktur vor. Hierbei wird das Präsidium als Vorlage die einschlägigen Rahmenbedingungen für das jeweilige Themenfeld skizzieren und als Bearbeitungsvorlage Fragestellungen formulieren, die dann in der Wachstums-AG als solcher ggf. in ad hoc zu bildenden Untergruppen bearbeitet werden und einer tragfähigen Lösung zugeführt werden sollen. Es gilt dabei, dass das Wachstum sowohl quantitativ als auch insbesondere qualitativ ausgerichtet sein soll.

Der Präsident stellt die Abbildung der Kompetenzfelder und Querschnittsthemen vor und thematisiert die Fragen:

1. Gibt es bereits Ideen für andere Kompetenzfelder, bzw. Querschnitt-technologien?

2. Wie kann man Kompetenzfelder und Querschnitt-Technologien am besten ausgestalten?

3. Was sind die wichtigsten Schnittstellen?

In der Diskussion werden v.a. die Begrifflichkeiten „Kompetenzfeld“ / „Anwendung“ /“FSP“ / „Querschnittstechnologie“ erörtert. Angesprochen wird, dass neben den genannten Begrifflichkeit auch die universitäre Forschung, die von der Grundlagenforschung bis hin zur Angewandten Forschung und Entwicklung reicht, besonders herausgestellt wird. Die Betonung der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenforschung als Markenzeichen einer Technischen Universität darf nicht verlorengehen und es muss deutlich werden, dass für künftige Forschungsansätze Interdisziplinarität eine große Rolle spielt. Das bedeutet, dass es für die TUHH Schnittstellen gibt sowohl zur Grundlagenforschung als auch zur Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft.

Angemerkt wird, dass zur Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit die Berufungspolitik eine besondere Bedeutung hat. Ergänzt wird, dass auch die Ausbildung von Führungskräften für die Industrie ein Markenzeichen darstellt. Eingebracht wird ferner, dass internationale Sichtbarkeit auch durch neue, forschungsorientierte Master-Programme mit wichtigen Forschungspartnern oder durch Ausbau des GES Bachelor-Programms erreicht werden kann.

Schließlich zeigt sich die Arbeitsgruppe einverstanden mit den formulierten „Kompetenzfeldern“ und Querschnittstechnologien, da sich alle wiederfinden können, empfiehlt aber den Austausch „Ingenieurwissenschaften“ durch „Ingenieurwissenschaftliche Methoden“.

Statt einer statischen Darstellung („Säulen-Querbalken“) könnte auch die dynamische, bewegliche, Schnittstellen in alle Bereiche eröffnende „Dreiecksabbildung“ eingesetzt werden, in der auch die gesellschaftlichen Herausforderungen (Nachhaltigkeit, Unternehmertum, Verantwortung), die von der TUHH – perspektivisch verstärkt – in Forschung und Lehre thematisiert werden, deutlicher hervorgehen.

Der Präsident stellt eine Abbildung zur Darstellung der TUHH im Netzwerk /mit Kooperationspartnern vor und thematisiert die Fragen:

1. Gibt es noch andere wichtige Partner in unserem wissenschaftlichen Netzwerk?

2. Welche Schnittstellen müsste man unbedingt stärken?

3. Gibt es Prioritäten?

Die allerdings aufgrund der fortgeschrittenen Zeit in einer der kommenden Sitzung beantwortet werden muss.

Am Schluss der Sitzung fasst der Präsident zusammen, dass man nach der heutigen Auftaktveranstaltung ein gemeinsames Verständnis über die Ausgangslage einschließlich der Rahmenbedingungen für das quantitative und qualitative Wachstum der TUHH erreicht hat.

In der Diskussion angesprochen, aber auf den Sitzungsterminen, in denen diese Themenbereiche strukturell diskutiert werden, vertagt werden sollen:

Wachstums-AG_Kick_off_Meeting_23.05.2018-1

Wachstums AG – Kick-Off Meeting

Erfolgreicher Auftakt für die Arbeit der Wachstums AG.

In sehr offener und konstruktiver Atmosphäre startete die Wachstums AG (W-AG) in ihre Arbeit. Nach der Eingangs-Präsentation durch Präsident Ed Brinksma entspann sich eine zielführende Diskussion um die Kompetenzfelder der TUHH, deren repräsentative Aussagekraft und deren Darstellung. Darüber hinaus wurden in Anklang an die Planung der weiteren Termine der W-AG erste Wortmeldungen und Themen gesammelt zu den Themen Lehre, Forschung und i-Cubes, die in den folgenden Sitzungen planmäßig behandelt werden.

Das Protokoll zur Sitzung der W-AG werden wir nach Bekanntgabe in der W-AG hier veröffentlichen. Die Präsentation von Ed Brinksma finden Sie hier:

Kick-off_Wachstum_final