Innovationsaufruf an die Hamburger Hochschullandschaft

Förderprogramm „Calls for Transfer“ verhilft Projektideen zum initialen Start

Innerhalb der Hamburger Hochschullandschaft schlummern viele Ideen, deren Realisierung bereits beim ersten Umsetzungsgedanken ins Wanken geraten ist. Die passende Finanzierung fehlt in der Regel und so erscheinen die Möglichkeiten der Weiterentwicklung unerreichbar. Projektideen, oft mit kleinerem Umfang, bleiben dann in den Schubladen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler liegen. Doch gerade auch die kleineren Ideen und Innovationsgedanken können Neues schaffen, weshalb das Förderprogramm „Calls for Transfer“ (C4T) eben jenen ‚Schubladenprojekten‘ zum initialen Start verhilft. Die Bewerbungsphase für die sechste Runde von C4T läuft derzeit und endet am 31.10.2021.

Antragsberechtigt sind alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der staatlichen Hamburger Hochschulen, die Projekte mit einer Laufzeit von 12 Monaten verwirklichen wollen. Für diese Zeit wird das Projekt mit 30.000,- EUR gefördert, wobei die Fördersumme formal flexibel einsetzbar ist, sodass die Projektvorhaben umsetzungsorientiert vorangetrieben werden können. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass der oder die Antragsteller/-in während der gesamten Projektlaufzeit über ein Beschäftigungsverhältnis an einer staatlichen Hochschule Hamburgs verfügt.

C4T unterstützt Anträge für den Wissens- und Technologietransfer, es steht also nicht die wissenschaftliche Disziplin im Vordergrund, sondern der wahrscheinliche Wirkungsgrad der Idee. Es geht darum, Projekten zum Start zu verhelfen, die reale Chancen haben, etwas in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft voranzubringen. Dementsprechend wurden in den vorigen Förderrunden sowohl die Entwicklung von Demonstratoren gefördert, als auch wissensbasierte Gründungen oder die Umsetzung künstlerischer Konzepte.

Das Fördergremium prüft jeden Antrag nicht nur auf Verwertungs- und Weiterfinanzierungswahrscheinlichkeiten, sondern auch auf die Innovationshöhe.

 

Wie neu ist die Idee wirklich?

Wie hoch ist das technologische oder kreative Potenzial?

Welche Möglichkeiten resultieren aus dem Projekt?

 

Da echtes Transferpotenzial oftmals durch einen Mix verschiedener Kompetenzen und Perspektiven gewonnen wird, setzt das Förderprogramm unter anderem auf Kooperationen: Ob interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, direkte Kooperation von Unternehmen und Forschenden oder die Einbindung der Kreativwirtschaft – gemeinsam lässt sich mehr erreichen.

 

Alle Fragen zum Förderprogramm werden unter anderem auch in einer FAQ-Liste beantwortet unter hamburginnovation.de/projekte/calls-for-transfer/

 

 

Mithilfe von „Calls for Transfer“ konnten bereits zahlreiche Ideen aus allen Bereichen realisiert werden. Einige Beispiele:

  • Ein Startup mit Potenzial die Plastikindustrie zu revolutionieren,
  • die Erfindung eines neuartigen Sensorverfahrens, das das Leben von Diabeteserkrankten oder Betroffenen von Niereninsuffizienz retten kann,
  • eine App zur Genesungshilfe, die Menschen in Therapie begleitet und zur Steigerung ihres Selbstwerts beiträgt,
  • die Entwicklung einer Software in Zusammenarbeit mit einem Verlagshaus, durch die Journalistinnen und Journalisten eine neue Möglichkeit der Auswertung sehr großer und unübersichtlicher Datenmengen gewinnen.

Darüber hinaus gab es Veranstaltungen in der Kreativbranche zum Thema Sprachassistenz, ein Stipendium fürs Nichtstun, dessen zugehörige Ausstellungen in Zeiten der Pandemie per App besucht werden konnte oder auch zum neuartigen Einsatz von Strahlungszeiten im DESY.

 

Die Themenoffenheit von „Calls for Transfer“ führt zu vielen guten Lösungen, die mit einer kleinen Idee gestartet sind und nun einen echten Unterschied bewirken – nicht selten mit dem Potenzial, richtig groß zu werden.

 

„Calls for Transfer“ wird von der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB) der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert und befindet sich in Trägerschaft der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Das Projekt wird von Hamburg Innovation aktiv umgesetzt und koordiniert, wobei das Gremium unabhängig entscheidet.

 

Hamburg Innovation GmbH ist eine privatwirtschaftlich organisierte Wissens- und Technologie-Transfereinrichtung der Hamburger öffentlich-rechtlichen Hochschulen. An der Schnittstelle zwischen Hochschulen, Unternehmen und öffentlicher Hand ist das Team mit dem Ziel aktiv, unternehmerisches und wissenschaftliches Potenzial gewinnbringend zu vernetzen und nachhaltig Werte für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.

hamburginnovation.de

 

 

Kontakt

 

MAIL: CALLS4TRANSFER@HAMBURGINNOVATION.DE

 

Mareike Post, Projektleitung, Hamburg Innovation GmbH (ab 6.10. wieder erreichbar)
Telefon: +49 40 76629-3153, E-Mail: post@hamburginnovation.de

Katja Vogler, Projektassistentin, Hamburg Innovation GmbH
Telefon: +49 40 76629-3158, E-Mail: vogler@hamburginnovation.de

 

Jochen Kilian, Pressesprecher, Hamburg Innovation GmbH

Telefon.: +49 40 76629-6121, E-Mail kilian@hamburginnovation.de

 

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