„Unter 1000 mach ich’s nicht“

Die Aktion „Unter 1000 mach ich’s nicht“ wirbt für die Selbstverpflichtung, für Dienstreisen unter 1000km Entfernung nicht mehr das Flugzeug zu benutzen. Mit dieser Aktion senden wir als Wissenschaftler das Signal, dass Klimaschutz bei uns selbst beginnt und dass wir gewisse Einschränkungen dafür in Kauf nehmen.

http://unter1000.scientists4future.org/de/selbstverpflichtung-verzicht-kurzstreckenfluege/

Natürlich sind Kurzstreckenflüge nur für einen geringen Anteil der Emissionen der TUHH bzw. der Dienstreisen verantwortlich. Der Verzicht auf das  Flugzeug auf kurzen Distanzen ist also nur ein kleiner, erster Schritt zu einer klimafreundlicheren Wissenschaft – aber einer, den wir sofort umsetzen können.

Gleichzeitig sind aber Dienstflüge für einen großen Teil der Treibhausgasemissionen von Hochschulen verantwortlich, an der ETH Zürich z.B. für 50%. Auf kurzen Strecken ist die Wahl des Flugzeugs als Verkehrsmittel kaum jemals gerechtfertigt, da mit der Bahn ein praktikable Alternative zur Verfügung steht. Dennoch wurden z.B. an der Univ. Potsdam im Jahr 2018 lt. deren Klimaschutzbericht ca. 2/3 der Kurzstreckenreisen mit dem Flugzeug zurückgelegt. Es besteht also deutlich Handlungsbedarf.

Mit der Aktion soll ein Zeichen gesetzt werden, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur Klimaschutzmassnahmen von anderen einfordern, sondern bei sich selbst beginnen. Wird das Ziel von 10.000 Selbstverpflichtungen erreicht, möchten die Initiator’innen auf der Basis dieser Unterstützung sich an Politik und Wissenschaftsorganisationen wenden, um eine Berücksichtigung der Nachhaltigkeit im Reisekostengesetz einzufordern und einen Diskussionsprozess zu initiieren für eine Neuausrichtung der Kommunikation in den Wissenschaften, um eine deutliche Reduktion der klimabelastenden Flüge zu ermöglichen.

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