Nachruf Professor Dr. Eberhard Futterer

Der langjährige Professor der TUHH, Eberhard Futterer ist in seinem 90. Lebensjahr am 12. November gestorben.

Nach vierzig Berufsjahren ging Professor Eberhard Futterer im Jahr 1995 als Leiter des Arbeitsbereiches Prozess-, Anlagen- und Apparatetechnik der Technischen Universität Hamburg-Harburg in den Ruhestand.

Nach dem Abitur 1950 am Karl-Friedrich-Gymnasium in Mannheim und nach verschiedenen Betriebspraktika begann Eberhard Futterer 1952 mit dem Studium des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik an der TH Karlsruhe, heute Karlsruher Institut für Technologie. 1956 beendete er das Studium mit Auszeichnung, das Thema der Diplomarbeit bei Emil Kirschbaum lautete „Experimentelle Nachprüfung des Rittingerschen Gesetzes“. Von 1957 bis 1966 war Eberhard Futterer Assistent und Oberingenieur im renommierten Engler-Bunte-Institut der TH Karlsruhe, an dem er 1965 bei Helmut Pichler mit Auszeichnung zum Thema „Beitrag zum Verhalten von Schmierölen im Kraftfahrzeug-Ottomotor und deren Prüfung“ promoviert wurde. Die beiden angesehenen Professoren Helmut Pichler und Rudolf Günther waren die Referenten der Dissertation.

Eberhard Futterers Berufsweg führte anschließend in die verfahrenstechnische/chemische Industrie zur Firma Uhde GmbH, damals eine Tochter der Hoechst AG. Hier war er 20 Jahre tätig, zunächst für ca. drei Jahre in den USA, danach wurde er Oberingenieur, Abteilungsleiter, Abteilungsdirektor und schließlich 1978 Bereichsdirektor. Schon 1972 erhielt er Prokura als Zeichen herausragender technischer und menschlicher Eigenschaften und als Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens seines Unternehmens. Schon damals war es für Eberhard Futterer ein persönlich bedeutsames Anliegen, seine umfassenden Erfahrungen den jungen Studierenden zu vermitteln.

1979 nahm er daher den Lehrauftrag ,,Anlagentechnik und Apparatebau“ an der Ruhr-Universität Bochum an und erhielt 1983 den Titel Honorarprofessor. Schon drei Jahre später folgte er dem Ruf der Technischen Universität Hamburg-Harburg, um sich damit ganz der Lehre und Forschung zu widmen als Leiter des Arbeitsbereiches Prozess-, Anlagen- und Apparatetechnik. Unter anderem nutzte er in seinem Fachgebiet CAD im Chemieanlagenbau, setzte auf computergestützte Anlagenplanung, Flexibilität verfahrenstechnischer Prozesse und Anlagen sowie computergestützte Prozesssynthese und Prozessoptimierung.

Das erfolgreiche Wirken als Wissenschaftler an der TUHH zeigte sich auch mit acht Dissertationen, 36 Diplomarbeiten, über 35 Veröffentlichungen und einer großen Zahl von Fachvorträgen. In der Lehre engagierte sich Eberhard Futterer besonders im damals trilateralen, hochschulübergreifenden Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“. Er engagierte sich aktiv innerhalb der GVC – Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen – und der DECHEMA – Deutsche Gesellschaft für chemisches Apparatewesen. Seit 1995 verlebte Professor Futterer seinen Ruhestand im Süden Hamburgs.

Die TUHH wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 6. Dezember 2019, um 11.30 Uhr in der Erlöserkirche Vahrendorf, Kirchweg, 21224 Rosengarten statt.

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