5. Arbeitssitzung der Wachstums-AG am 18. Juli 2018 „Denomination „II“

Protokoll der 5. Sitzung der Wachstums-AG am 18.07.2018, „Denomination-II“

Der Präsident erinnert, dass die Ergebnisse der Wachstums-AG Eingang finden werden in das „Umsetzungskonzept“. Ziel dieses Papiers ist es, der Politik eine klare, strategische Orientierung der TUHH aufzuzeigen. Nichts desto trotz sei natürlich davon auszugehen, dass über die Zeit immer wieder Nachjustierungen erforderlich sein werden. Angedacht werden könnte daher, das Format der Wachstums-AG beizubehalten und 1-2 mal jährlich in strategischen Sitzungen die konkrete Entwicklung mit den im einzureichenden Wachstumsumsetzungskonzept genannten Zielen abzugleichen bzw. dieses in den von der Grundordnung nun vorgesehenen Ausschüssen zur strategischen Planung der Forschung [ASPF] bzw. Strategieentwicklung in Studium und Lehre [ASSL] (vor-) zu diskutieren. In diesen Ausschüssen soll auch die enge Verzahnung von Forschung und Lehre sichergestellt werden.

Sodann kommt der Präsident auf die Ergebnisse der 4. Sitzung zurück (vgl. auch Protokoll der 4. Sitzung) und stellt noch einmal heraus, dass unter Einbezug der aus den Dekanaten eingereichten Papiere zu den Bedarfen für Professuren eine Mind-Map entwickelt worden sei. Sodann habe das Präsidium dieses in eine Zusammenschau mit den aus den „Leitplanken“ hervorgehenden Maßgaben und weiteren, bereits vollzogenen sowie erwarteten Entwicklungen und Schwerpunktsetzungen im Hamburger Wissenschaftsbereich gebracht, insbesondere das vom MINT-Forschungsrat vorgeschlagene HamburgX-Projekt „Center for Integrated Multiscale Materials Systems „ [CIMMS] , der Weiterentwicklung des Zentrums für Hochleistungsmaterialien [ZHM], einem Zusammenschluss des TUHH-SFB 986 und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht [HZG].

Auf dieser Grundlage sei vom Präsidium der hier zu diskutierende Vorschlag für die im Wachstumskonzept vorzustellenden Widmungen erarbeitet worden.

Der Präsident übergibt an den Vizepräsidenten Forschung, der den Vorschlag des Präsidiums vorstellt. Das Präsidium ist in seinen Überlegungen ausgegangen von 15 Professuren, entsprechend des Auftrags der Bürgerschaft, sowie weiteren vier Professuren, die sich über das CIMMS-HamburgX-projekt finanzieren ließen. Als Option für den Fall, dass die CIMMS-Projekte nicht im Rahmen von HamburgX gefördert werden sollten, kann auch hier über eine Finanzierung aus Wachstumsmitteln nachgedacht werden.

Vor diesem Hintergrund sieht der Vorschlag des Präsidiums folgende Verteilung vor:

I.  Bereich „Informatik“ – 3 Professuren:

  1. Autonome System
  2. CPS Security
  3. Data Science Foundations

 

II.  Bereich „Brücken“ – 4 Professuren, wobei 2 dem CIMMS- Konzept zugerechnet, also nicht auf die „Wachstumskapazität von 15“ angerechnet würden:

  1. Bildgebende Prozesstechnik (UHH)
  2. [CIMMS] Hochauflösende Röntgenanalytik (CIMMS, DESY)
  3. [CIMMS] 3-D Fertigung Hybrider, Multiskaliger Strukturen (CIMMS, UHH)
  4. Mathematik (UHH) entweder zur Thematik Optimierung oder Inverse Probleme oder Angewandte Stochastik und Statistik

III. Bereich „Green Technologies“ – 3 Professuren

Die Professuren sollten das Themenfeld „Energie“ unterstützen, wobei die drei Aspekte „erzeugen, verteilen, speichern“ berücksichtigt werden sollen. Es erfolgt eine eingehende Diskussion insbesondere zu der Frage, ob eine Ausrichtung auf ein bestimmtes Energiefeld, etwa Windkraft, erfolgen soll und in welcher Intensität die jeweiligen Aspekte, insbesondere die Wasserstoffspeicherung, zukünftig behandelt werden sollten. Letzteres könne etwa in Zusammenarbeit mit dem weltweit eine Spitzenreiterposition einnehmenden HZG im Bereich der Wasserstoffspeicherung geschehen.

Einvernehmen wird dahingehend erzielt, unter dem Begriff „Energiesystemforschung“ mit drei Professuren einen Schwerpunkt für die Thematik zu setzen und dieses mit Blick auf die Kooperationsmöglichkeiten mit dem HZG und der UniHH.

Eine eingehende Erörterung des Gesamtbereichs „Energie“ wird in den kommenden Wochen zwischen dem Präsidium und allen akademisch Betroffenen erfolgen.

IV.  Bereich „Life Science Technology“ – 2 Professuren, wobei 1 dem CIMMS- Konzept zugerechnet, also nicht auf die „Wachstumskapazität von 15“ angerechnet würde:

  1. Computational Biomechanics
  2. [CIMMS] Molekulares Design von Biomaterialien (CIMMS)

V. Bereich „Gesellschaft“ – 2 Professuren

Die Notwendigkeit einer Professur für Ethik o.ä,. wird bestätigt. Zum Bereich sollen aber noch Gespräche im Hause stattfinden; z.B. wird die aufgeführte Widmung DesignThinking hinterfragt. Eine Brücke zwischen Gesellschaft und Digitalisierung könnte allerdings der Bereich „Data Analytics“ schlagen.

VI.  Bereich „Digitalisierung in Engineering Methods“ – 5 Professuren, wobei 1 dem CIMMS- Konzept zugerechnet, also nicht auf die „Wachstumskapazität von 15“ angerechnet würde:

  1. Digitales Bauen
  2. Mess- und Sensortechnik
  3. Mensch-Maschine Schnittstelle
  4. [CIMMS] Digitization and Virtual Materials Development
  5. Atomistische Materialmodellierung

In der Diskussion wird herausgestellt, dass das Thema Digitalisierung noch weiter ausdiskutiert werden muss. So sollte ferner das Thema KI von der Anwendung her gesehen mitgedacht werden. Der Präsident regt an, auch die von ihm in den Gesprächen mit den SDA festgestellten Ansätze für „Digital Twinning“/Twins“ in die Diskussionen einzubeziehen.

Auch im Bereich Bauwesen ist das Thema Digitalisierung noch gesondert zu diskutieren.

Ferner gelte zu bedenken, dass

– bis 2022 elf Professuren frei werden, wobei zu entscheiden wäre, ob diese wiederbesetzt und dann einem der o.g. Bereiche zuordnenbar wären. Der Präsident betont, dass jedenfalls bei jeder Wiederbesetzung zu prüfen ist, inwiefern der Aspekt der Digitalisierung berücksichtigungsfähig ist;

– sollten im Rahmen des Tenure-Track Programm des Bundes fünf Professuren der Informatik erfolgreich eingeworben werden können, diese nach Ablauf der Förderphase von 8 Jahren dauerhaft von der BWFG weiterfinanziert würden;

– von dritter Seite Bereitschaft zur (Mit-)Finanzierung weiterer Professuren signalisiert wurde (etwa HZG, DLR, Airbus, hit Technopark).

Die abschließende Frage des Präsidenten, ob die Wachstumsgruppe das nun gefundene Grundgerüst von 15 + 4 Professuren zur Ausgestaltung des Wachstumskonzeptes stützt, wird allgemein befürwortet. An einigen Stellen müssen aber noch Gespräche erfolgen. Nachjustierungen sollen möglich sein und über die Reihenfolge der Ausschreibungen muss später noch gesprochen werden.

Das Protokoll im Download:

Wachstums-AG_2018-07-18_Protokoll

Folien-Präsentation vom 18.07.2018 steht hier zum Download bereit

5.Sitzung_Wachstum_AG-1724

 

 

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