3. Arbeitssitzung der Wachstums-AG, 20.6.2018, zum Thema Lehre

Protokoll der 3. Sitzung der Wachstums-AG am 20.06.2018, „Lehre“

Der Präsident kommt auf die Ergebnisse der 2. Sitzung zurück (vgl. auch Protokoll der 2. Sitzung). Er teilt mit, dass sich am Vortag (19.06.2018) unter Leitung des Vizepräsidenten Forschung die Adhoc Unterarbeitsgruppe (TN Profes. Eich, v. Estorff, Fröhle, Kersten, Liese und Timm-Giel) zur
näheren Ausgestaltung des Bewertungsverfahrens (Auswahl und Evaluation) getroffen hat.

Der Vizepräsident Forschung stellt zusammenfassend die Ergebnisse der Unterarbeitsgruppe vor:

So soll eine Kommission basierend auf dem ASPF (ein nach der neuen Grundordnung vom Akademischen Senat einzusetzender und vom Vizepräsidenten Forschung geleiteter Ausschuss) plus 2 externe Teilnehmer (VP-Fs anderer Universitäten, HZG,…) über die I³-Labs entscheiden unter
Einbeziehung von Kurzgutachten 1-2 externer Fachgutachter mit Fokus auf wissenschaftliche Qualität des Antrages und empfiehlt Förderung auf Basis aller Kriterien. I³-Projects und I³-Junior Projects werden ebenfalls dem ASPF vorgestellt. I³-Junior Projects sollen ihre Projekte öffentlich „pitchen“
bspw. in einer Veranstaltung im Audimax. Entscheidungen werden TU–öffentlich bekannt gemacht.
Der Präsident führt ein in die Thematik der dritten Sitzung „Lehre“ und übergibt für die Darstellung der anstehenden Diskussionspunkte an den Vizepräsidenten Lehre. Der Vizepräsident Lehre stellt mittels einer Folienpräsentation

– die Entwicklung der Lehr- und Studiensituation der letzten 5-7 Jahre,
– die sich darauf ergebenden Konsequenzen in Zusammenschau mit den Zielvorgaben durch die Bürgerschaftsdrucksache und sonstigen Rahmenbedingungen sowie
– mögliche Ansätze zur Zielerreichung vor.

Zur Lehr- und Studiensituation der vergangenen Jahre führt er aus:
Das Betreuungsverhältnis Professor – Studierende habe sich durch den HSP-finanzierten Aufwuchs deutlich verschlechtert. Auch das das Betreuungsverhältnis Wissenschaftliches Personal –
Studierende hat sich verschlechtert, allerdings nicht im gleichen Umfang.. Festzuhalten bleibt jedoch, dass sich beide Betreuungsquoten im durchschnittlichen Bereich oder sogar noch leicht darunter
befinden. In den vergangenen Jahren kam erschwerend hinzu, , dass aus HSP keine dauerhaften Stellen, insbesondere keine Professuren finanzierbar gewesen seien.

Die Rahmenbedingungen durch die „Wachstumsmittel“ seien demgegenüber anders: hier würde gerade 15 neue Professuren finanziert werden; das beabsichtigte Wachstum der Zahl der Studierenden würde also nicht zu einer weiteren Beeinträchtigung des Betreuungsverhältnisses
Professor – Studierende führen. Klarstellend ergänzt er, dass die Betreuungssituation an der TUHH im deutlich besser als derDurchschnitt des Betreuungsverhältnisses der TU 9 sowie der übrigen TUs liegt.
Die Anzahl derjenigen Studierenden, die ihr Studium nicht abschließen (wobei anhand der vorhandenen Daten keine Differenzierung hinsichtlich tatsächlicher Abbrecher eines Ingenieurwissenschaftlichen Studiums und Studienfach- bzw. –ortswechsler getroffen werden könne),
habe leicht zugenommen: Steigerung der sog. Abbrecherquote.
Die Anzahl der Studierenden, die das Studium an der TUHH mit einer Abiturnote schlechter als 1,7 aufgenommen hätten, sei in den letzten Jahren gestiegen, insbesondere sei ein deutlicher Anstieg um Studienanfänger mit einer Abiturnote von schlechter 2,7 zu verzeichnen gewesen.
Die (nicht-)erbrachten Leistungspunkte im ersten Fachsemester Bachelor und späterer Studienerfolg lasse vermuten, dass eine Korrelation dahingehend bestehe, dass je weniger Leistungspunkte bereits im ersten Fachsemester erbracht würden, der Studienerfolg insgesamt geringer sei.
Um vor diesem Hintergrund das angestrebte Wachstumsziel der TUHH auf 8.750 Studierende im Jahr 2022 zu erreichen, schlägt der Vizepräsident Lehre Maßnahmen in drei Bereichen vor:

1. Senkung der Abbrecherquote
2. Ausbau des Studienangebots
3. Ausbau der Weiterbildung

Zu 1.: Als eine denkbare Maßnahme zur Senkung der Abbrecherquote stellt der Vizepräsident Lehre den Aufbau eines sog. Orientierungsjahres vor, dessen Pilotphase zurzeit von der Joachim Herz-Stiftung gefördert wird. Dieses solle Elemente wie eine verstärkte Studienberatung, „Peer-Kontakte“
und auch interdisziplinäre Ansätze enthalten, aber auch mit regulären Lehrveranstaltungen und Prüfungen versehen sein. Man könne dabei teilweise sogar auf bereits bestehende Strukturen, wie etwa das Bachelor-Projekt zurückgreifen. Mit Blick auf diejenigen, die sich durch ihren Besuch dieses „Vorstudiums“ gegen das weitere (Ingenieurwissenschaftliche) Studium (an der TUHH) entschieden, kämen Möglichkeiten der Anerkennung erbrachter Studienleistungen bzw. die Überführung in Ausbildungsberufe in Betracht, wie es bereits derzeit in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer gehandhabt werde im sog. Shift-Programm.
Ferner solle an einer stetigen Verbesserung der Lehrqualität festgehalten werden.

Zu 2.: Als denkbare Maßnahmen im Hinblick auf den Ausbau des Studienangebots und Steigerung der Attraktivität insbesondere für sehr gute und gerade auch vielseitig interessierte, aber auch nicht dem deutschen Sprachraum entstammende Studieninteressente wäre denkbar

– die Einführung sog. „Honors-Programme“. Diese würden weniger für eine Vertiefung im Fach stehen, sondern ein add-on fördern durch den Einbezug weiterer Aspekte, wie etwa gesellschaftlicher Themen oder Mobilitätsfenster. Zur Umsetzung wäre eine Zusammenarbeit mit Partnerunis gut vorstellbar.

– der Ausbau des englischsprachigen Lehrangebots. So solle sichergestellt werden, dass der Studiengang GES vollständig und umfänglich auf englisch angeboten werden könne; gleiches müsse für die bereits bestehenden „englischsprachigen“ Masterprogramme (sog. Internationale Master) gelten.
Als weitere Maßnahme im Bereich „Ausbau des Studienangebots“ wird von den Teilnehmern der AG, befürwortet, – wieder – ein TUHH-Bachelorprogramm Wirtschaftsingenieurwesen einzuführen, bei
dem man ggf. auch mit „Brückenprofessuren“ oder Partnerunis zusammenarbeiten könnte. Dies stößt auf allseitiges Einvernehmen, da der Bedarf im Hamburger Raum bekannt ist, und man als Universität
mit einem Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ oder „Business Analytics“ auch nahezu bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal erfüllen würde.
Ferner wird angeregt, an einen Ausbau des Studienangebots im Master-Bereich zu denken, insbesondere mit einer starken Anlehnung an die Kompetenzfelder/ Forschungsaktivitäten (ggf. auch etwa erfolgreiche/ nachhaltige I3 labs), zumal Renommee und Projekte in der Forschung sich auch auf die Attraktivität des Studiums auswirken („Forschungsnähe der Lehre“). Auch ließe sich so der Nachwuchs für die Forschungsthemen der TUHH im Haus heranbilden.
Auch wird zu bedenken gegeben, dass bereits nach status quo stellenweise die Struktur der TUHHStudienprogramme, wie sie unter Nutzung der Spielräume der Akkreditierungsvorgaben gewählt wurde, ein Alleinstellungsmerkmal erfüllt – so z.B. im Hinblick auf Wahlmöglichkeiten /
Vertiefungsrichtungen; dies könne man ggf. ausbauen bzw. jedenfalls damit werben.

Zu 3.: Als denkbare Maßnahmen zum Ausbau des Weiterbildungsangebots schlägt der Vizepräsident Lehre kleinteilige Studienformate vor, wie etwa Micro Degrees oder Micro Master. Hier könnten auch neue Lehrformate – im Sinne eines Experimentierfeldes – ausprobiert, weiterentwickelt werden,
insbesondere im Bereich des Blended Learning bzw. weiterer digitaler Formate.
Angeregt wird, in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von (Industrie)Partnern, sich gezielt um den Aufbau von Weiterbildungsangeboten für eine spezifische Berufsgruppe zu bemühen, etwa in Analogie zur Weiterbildung in der Ärzteschaft, die gesetzlich zur stetigen Weiterbildung verpflichtet ist.
Der Vizepräsident Lehre betont eindrücklich, dass diese Maßnahmen, das Ziel der Erhöhung der Studierendenzahlen aber nur erreichen können, wenn die TUHH mit diesen Maßnahmen aber auch überhaupt sichtbar wird; insbesondere im weiteren Umfeld (national und international) hängt damit das
Anwachsen der Studierendenzahl entscheidend von der „Werbung in eigener Sache“ und dem dahinterstehenden Marketingkonzept ab.
Entsprechend herrscht allseitiges Einvernehmen bei den Teilnehmern der Wachstums-AG, dass die Vermarktung der TUHH und ihrer – bestehenden, überarbeiteten und neuen – Studienprogramme „spielentscheidend“ ist, um auch Studieninteressenten zu erreichen, für die die TUHH „nicht vor der
Haustür“ liege und die sich deshalb „automatisch“ für die TUHH interessierten. Hierbei gelte es natürlich insbesondere, „gute“ Studieninteressenten anzusprechen. Essentielle Voraussetzung sei allerdings, dass diese Werbung auf belastbaren Tatsachen gründe, um nicht Interessenten „mit falschen Versprechungen“ anzulocken (Erst der Inhalt, dann die Verpackung).
Es wird angeregt, insbesondere die Expertise der Studierenden in zukünftige Vermarktungsstrategie (Maßnahmen) einzubeziehen, ggf. auch in Form von TUHH-geförderten „Projekten“.
Unter Bezugnahme auf ein Schreiben der Studiendekane (siehe Anlage) begrüßt der Präsident eine breite Beteiligung zum Thema „Studiengänge“ und regt an, dass Ideen für neue Studiengänge jederzeit in den Studiendekanaten, Ad-hoc Gruppen und im ASSL (ein nach der neuen Grundordnung
vom Akademischen Senat einzusetzender und vom Vizepräsidenten Lehre geleiteter Ausschuss) gesammelt und diskutiert werden sollen und diese stetig in die weiteren Überlegungen einfließen.

Es folgt die Anlage:
Agendapapier
„Entwicklungsmöglichkeiten für professionell organisierte universitäre Lehre“
der Studiendekane B, E, M, V, W und AIW der TUHH

 

 

Agendapapier

„Entwicklungsmöglichkeiten für professionell  organisierte universitäre Lehre“ der Studiendekane B, E, M, V, W und AIW der TUHH
08.02.2018

Das vorliegende Papier greift thematische Bereiche innerhalb unserer Lehre auf, die im Rahmen der Studiendekane B, E, M, V, W und AIW und der monatlichen Dekane-Besprechungen als besonders bedeutsam angesehen werden. Bislang ist unsere Struktur stark auf Entscheidungsgremien ausgelegt, so dass es wenig Raum und insbesondere
wenig Zeit für Kommunikation und Willensbildung gibt. Der neue, in der Grundordnung vorgesehene Ausschuss für Strategieentwicklung in Studium und Lehre scheint nunmehr ein sehr geeignetes Gremium, um die u.g. Themen in einem wissenschaftlich-kritischen Dialog aufzugreifen und vorausschauende Maßnahmen zu empfehlen.
Für einen solchen Dialog soll dieses Papier eine Grundlage bilden und insofern erste Vorschläge für die Agenda des neuen Gremiums liefern. Auf Basis der Analyse des Status Quo möchten wir Anstöße geben für eine Universität, die als Startpunkt die Bedürfnisse der Studierenden und Lehrenden respektiert, die professionell und effizient agiert, die offen ist für eine konstruktive Streit- und Diskussionskultur und die die Studiendekanate bzw. die entsprechenden Kollegien in ihrer Rolle als zentrales Organisations- und Entscheidungsorgan anerkennt. Wir begrüßen ausdrücklich die positiven Entwicklungen des Images und des Wachstums der TUHH. Umso wichtiger
erscheint uns jedoch, die neue Ausschuss-Struktur zu nutzen, um unser Profil auf Basis dieser guten Ausgangslage weiter zu verbessern.

Folgende Themen schlagen wir zur Diskussion in dem Ausschuss vor:

1. Lehrorganisation und Lehrentwicklung an der TUHH
Der interne Stellenwert als auch die Aufmerksamkeit von außen in Bezug auf die Lehrleistung bzw. die Qualität der Lehre hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Fragen, die sich u.a. hier nun stellen sind:

– Welche Bedeutung kommt der fachlichen Kompetenz der Studierenden zu und
wie kann man sie stärken?

– Wie kann das Kollegium stärker in Diskussionen um die Lehrentwicklung
eingebunden werden, so dass wichtigen Neuentwicklungen und Entscheidungen eine möglichst breite Basis bekommen?

– Welche Bedeutung haben zentrale Strukturen wie SLS und ZLL und welche
Notwendigkeit zu Dezentralisierung besteht?

– Gibt es eine geteilte Auffassung von „guter Lehre“? Und wenn nicht, welche
Sichtweisen bestehen hierzu derzeit?

Agendapapier der Studiendekane 2

– Welche Bedeutung besitzen Lehrinnovationen? Gibt es hier eine Art Reifegrad für unsere Veranstaltungen?
Welche positiven Effekte hatten unsere Innovationen
auf die Abbrecherquote?
Wie hat sich die fachliche/inhaltliche Kompetenz der
Studierenden verbessert?

– Welche strategischen Maßnahmen zur Lehrentwicklung mit Bezug auf die
o.g. Punkte können wir definieren?

2. Strategisches Studiengangsmanagement

Die TUHH bietet derzeit 14 Bachelor- und 29 Masterstudiengänge an. Dabei ist die Struktur so, dass die Studiengangsleitung einem/r Hochschullehrer(in) obliegt, der/die diese Aufgabe quasi „nebenbei“ mit erledigt. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren der Wettbewerb um gute Studierende weiter zunehmen wird. Fragen, die sich u.a. hier nun stellen sind:

– Wie können wir die Bekanntheit und „Vermarktung“ unserer Studiengänge und die Attraktivität insbesondere für leistungsstarke Studierende erhöhen?

– Wenn es zu Studierendenwachstum kommen soll, welche Möglichkeiten
attraktiver Studiengänge gibt es?
Inwieweit können wir hierbei Synergien zu
bestehenden nutzen?

– Welche Anforderungen sind aus unserer Sicht an einen „attraktiven“ und
„werthaltigen“ Studiengang zu stellen? Welche Bedeutung spielt hierbei die
fachliche Kompetenz?

– Wollen wir mittelfristig eine „mindestoptimale Betriebsgröße“ unserer
Studiengänge definieren?

– Wie können wir die Leitung und das Management der Studiengänge
professionalisieren?
Wie unterscheiden sich Management und Verwaltung von Studiengängen?

– Welche die Studiendekanate unterstützenden Aktivitäten sollten zentralisiert (Synergien) und welche dezentralisiert (Flexibilität) werden?

– Inwieweit muss ein Wachstum in Form von Studierenden begleitet sein mit der Schaffung unterstuützender Stellen in den Studiendekanaten?

– Welche strategischen Maßnahmen zur Professionalisierung des
Studiengangsmanagements mit Bezug auf die o.g. Punkte können wir
definieren?

3. Professionelle, vergleichbare Masterzulassungsverfahren
Die Einführung der durch Bachelor- und Masterabschlüsse gestuften Studiengänge fand an der TUHH vor ca. zehn Jahren statt. Es wurde ein Masterzulassungsverfahren eingeführt, das formal-technisch über ein Webinterface zu einer Datenbank und inhaltlich-rechtlich über eine Kompetenzprüfung durch Studiengangsleiter und
Prüfungsausschussvorsitzende abläuft. Folgende Punkte sind diskussionswürdig:

Agendapapier der Studiendekane 3

– Wollen wir den Zeitaufwand der Professoren/innen für die Zulassung
honorieren/anerkennen?

– Kann das Zeitfenster zur Bearbeitung der Bewerbungen optimiert werden?

– Inwieweit sind die inhaltlichen und formalen Zulassungskriterien zwischen den Studiengängen vergleichbar bzw. anzugleichen?

– Welche Bedeutung messen wir qualifizierten Bewerbern von
Fachhochschulabsolventen bei? Können wir uns hier auf einheitliche Prinzipien verständigen?

– Inwieweit können wir die Studienvorbereitungssemester stärker für die
Anwerbung guter Studierender nutzen?

– Was können wir vom NIT bezüglich eines professionellen Zulassungsverfahrens lernen?

– Welche strategischen Maßnahmen zur Masterzulassung mit Bezug auf die
o.g. Punkte können wir definieren?

4. Digitalisierung der Lehre

Die Digitalisierung der Lehre ist unter verschiedenen Namen bzw. in verschiedenen Formen seit Jahren ein Thema an der TUHH. E-Learning, Blended Learning, Massive Open Online Courses, Hamburg Open Online University, usw. versprechen sowohl eine Öffnung der universitären Lehre in die Gesellschaft hinein als auch eine Effizienzsteigerung des Lehrens/Lernens an der Universität selbst. Es ist klar, dass die TUHH sich diesen Entwicklungen gegenüber positionieren muss. Unserer Meinung nach wären hierbei wichtige Fragen:

– Was bedeutet Digitalisierung der Lehre eigentlich?
Wo wollen wir hin? Ist das Ziel erstrebenswert?
Was bekommen wir und was geben wir ggf. durch die Nutzung von digitalen
Medien auf?

– Welche Rolle wollen wir der HOOU hierbei zuweisen?
Wie wollen wir die HOOU weiter entwickeln?
Welche Rolle soll die HOOU in 5 Jahren spielen, wenn sich dominante
Plattformen herausgebildet haben? Wer kümmert sich um die dauerhafte
Erhaltung digitaler Inhalte? Wer sichert ihre rechtlich einwandfreie Nutzung
ab?

– Welche Bedeutung haben noch persönlich gehaltene Vorlesungen in einer
Zeit der MOOCs?
Welchen Stellenwert hat die persönliche Anwesenheit von Studierenden an
der TUHH in der Zukunft?

– Wollen wir zukünftig digitale Inhalte von Plattformanbieter in unser
Curriculum übernehmen?
Wenn ja, welche Möglichkeiten und welche Hindernisse sehen wir
hier?

– Welche strategischen Maßnahmen zur Digitalisierung der Lehre mit Bezug
auf die o.g. Punkte können wir definieren?

 

Agendapapier der Studiendekane 4

5. Nachbesetzungen und Berufungsverfahren

Zu einer qualitativ hochwertigen Lehre gehört die Sicherstellung der Kontinuität des Kollegiums. Auf Grund der Sparmaßnahmen ist diese in den letzten Jahren leider nicht mehr durchgängig umsetzbar gewesen. Da dies letztlich zu Abstrichen in der Qualität (zumindest Kontinuität) der Lehre führt und die Dekanate belastet, wären folgende Fragen zu diskutieren:

– Wie können wir wieder sicherstellen, dass Planungszeiträume von mindestens 18 Monaten für die Nachbesetzungen vorhanden sind?

– Wie können wir wieder stärker für eine gewisse Redundanz im
Lehrpersonal/Kollegium sorgen, die es erlaubt, auch bei Krankheitsfällen oder
Forschungssemestern handlungsfähig zu bleiben?

– Welche Bedeutung messen wir Industrieerfahrung im Rahmen von
Berufungsverfahren in den Ingenieurwissenschaften zu? Wie steht diese zu
wissenschaftlichen Leistungen wie Publikationen?

– Wie kann eine verlässliche, langfristig orientierte Nachbesetzung bzw.
Berufungsstrategie gemeinsam mit den Studiendekanaten aussehen und wie
wäre sie zu implementieren?

– Welche strategischen Maßnahmen zu Berufungsverfahren mit Bezug auf
die o.g. Punkte können wir definieren?

Prof. Peter Fröhle (B) Prof. Michael Schlüter (V)
Prof. Christian Schuster (E) Prof. Thomas Wrona (W)
Prof. Hermann Lödding (M) Prof. Gerhard Schmitz (AIW)

 

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