2. Arbeitssitzung Wachstums-AG, 06.06.2018

Protokoll

Der Präsident kommt auf die Ergebnisse der 1. Sitzung zurück (vgl. auch Protokoll der 1. Sitzung) und stellt heraus,

  • dass die Diskussion um die Begrifflichkeiten „Kompetenzfelder“ und „Querschnittsthemen“ ggf. noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt aufgegriffen werden kann; dass allerdings die Begrifflichkeit „Kompetenzfeld“ ausdrücklich auch ein perspektivisches Element beinhaltet und Expertise auf dem Gebiet besser zum Ausdruck bringt als etwa die Begrifflichkeit „Anwendung(sfeld)“;
  • dass sich nach dem in der AG gewonnenen Meinungsbild jeder Hochschullehrer der TUHH mit seinen Forschungsthemen entweder in einem Kompetenzfeld, einem Querschnittsthema oder in der Schnittmenge von Kompetenzfeld und Querschnittsthema tätig ist;
  • dass – unter Bezugnahme auf die Ausführungen von Prof. Liese – sich die bisherigen Forschungsschwerpunkte (FSP) größtenteils in der sich aus Kompetenzfeld und Querschnittsthema ergebenden Matrix-Struktur widerspiegeln.

Der Vizepräsident Forschung stellt anhand von Folien ausführlich das I3- Konzept vor: Das wettbewerbliche (als behördliche Anforderung) Verfahren soll beitragen zur Fokussierung und Intensivierung der TUHH-Forschung; mit den zu fördernden Forschungsvorhaben soll perspektivisch die Frage beantwortet werden: wo wollen wir in 10 bis 15 Jahren stehen? Das I3– Konzept ist also durchaus als ein Umgestaltungsinstrument anzusehen; gleichzeitig soll es aber auch Ausdruck sein von Flexibilität in der Förderung von aktuellen / ad hoc Forschungsprojekten. Es werden die Rahmenstrukturen vorgestellt und die angedachten Kriterien für die Auswahl und Evaluation des jeweiligen Projekts sowie ein Vorschlag für ein Bewertungsverfahren.

Zu Beginn der Diskussion wird das vorgelegte Konzept als ein sehr guter und tragfähiger Ansatz bewertet. Aus der Diskussion ergibt sich, als Rahmenstruktur für

I3-Labs:
Anzahl: zunächst 1-2 neue jährlich Dauer: max.
Zyklus: 4 Jahre; Zwischenevaluation nach 2 Jahren daraufhin, ob das 4. Jahr weitergefördert werden soll;
Auswahl: 1 x jährlich

I3-Projects:
Anzahl: zunächst 10 neue jährlich
Dauer: 2 Jahre-Zyklus
Auswahl: 2 x jährlich

I3-Junior-Projects:
Anzahl: zunächst 10 neue jährlich
Dauer: 1-2 Jahre
Auswahl: mehrmals jährlich [ggf. in Anlehnung an das Prozedere zur
Beantragung sog. „Freien Lehrinnovationsprojekte“ aus HSP-Mitteln]

  • dass eine entsprechende Maßnahme nicht nur für Forschungsvorhaben, sondern ggf. auch im infrastrukturellen Bereich – z.B. RZTU – und dort für mögliche Maßnahmen Anwendung finden könnte (-> Anregung soll auf 5. Sitzung: „Infrastruktur“ einbezogen werden);
  • dass auch Post docs I3-Maßnahmen beantragen können,
  • dass die Lehrverpflichtung für die zusätztlichen WiMis nach Möglichkeit nicht zu einer Erhöhung der Lehrverpflichtung führen sollen;
  • dass mit der Auswahl der zu fördernden Maßnahmen der „Ausschuss für strategische Planung und Forschung“ einbezogen werden soll;
  • dass eine diesjährige Förderung von projects und junior-projects noch nicht angedacht ist;
  • dass es bei den Kriterien (siehe Anhang) grundsätzlich auf die wissenschaftliche Qualität ankommt
  • dass es bei den Kriterien für I3-Labs es auch auf die Kombination der Kriterien ankommt, so auch etwa das Kriterium der Verbindung zwischen dem Forschungsthema und der Lehre;
  • dass die Kriterien grundsätzlich auch für die Auswahl der I3-projects gelten sollen; dass allerdings ggf. die Erwartungen, die man an die Erfüllung der Kriterien hat, leitend sein sollen.
  • dass die Kriterien hinsichtlich der I3-junior projects angepasst werden sollen neben den prioritär zu gewichtenden Aspekten wie „Originalität“ zusätzlich um die Aspekte „Freiräume für Experimente schaffen“ und „Risikobehaftung“.
  • dass eine Beteiligung Externer sowohl am Auswahl- als auch am späteren Evaluationsverfahren gesehen wird: bei den I3-Labs sollen externe Gutachter zu den Sitzungen des ASPF hinzugebeten werden, um den objektiven Blick von außen einzubeziehen; bei den I3-projects soll auf externe Gutachter verzichtet werden.
  • dass das Ausschreibungsverfahren insgesamt „schlank“ sein muss, damit es praktisch auch zur zielführenden und zeitnahen Anwendung kommen kann und genügend Kapazitäten für externe Antragstellungen (DFG, Ministerien, EU etc.) verbleiben. Entsprechend allgemeinem Dafürhalten wird zur näheren Ausgestaltung des Bewertungsverfahrens (Auswahl und Evaluation) eine ad hoc Unterarbeitsgruppe eingesetzt, die einen Vorschlag erarbeiten soll. (Termin: Dienstag, 19.06., 10.00 Uhr). Als Teilnehmer erklären sich die Professoren bereit: Eich, v. Estorff, Fröhle, Kersten und Liese.

Es wird schließlich die Frage nach der Stellung von I3- Maßnahmen und den derzeitigen Forschungsschwerpunkten aufgeworfen und aufgrund der Komplexität und in Anbetracht des für die Sitzung gesetzten Zeitrahmens vertagt. Betont wird, dass bei einer solchen Diskussion dem Grundsatz „structure follows strategy“ Rechnung getragen werden muss.

In Vorbereitung der 4. Sitzung: „Denomination“, am 04.07., wird vorgestellt, dass die avisierten 15 Professuren sich verteilen sollen auf die Leitplanken:

5x „Stärken stärken“
3x Informatik, von denen sowohl Grundlagenforschung betrieben werden als auch Bedarfe der anderen Forschungs- und Lehrthemenfeldern der TUHH abgedeckt werden soll
5x Vernetzung

Diese Stellen müssen in Gesamtschau mit den von den Studiendekanen beim Präsidium eingereichten Stellen, die alsbald einer „Nachbesetzung“ zugeführt werden sollen, betrachtet werden; es wird daher um Vorschläge hierzu aus den Studiendekanaten bis spätestens zum 20.06. gebeten. Dabei sollen die Anforderungen an die Informatik in der Forschung reflektiert werden.

Protokoll_Wachstums-AG_06.06.2018

2018-06-06_Wachstums-AG_Folien

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