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Der Bachelor-Studiengang Allgemeine Ingenieurwissenschaften (AIW) bietet ein besonders breit angelegtes und damit anspruchsvolles Studium. Der Studiengang AIW vermittelt die Grundlagen aller Ingenieurwissenschaften in der gesamten Breite und Tiefe nach dem Motto „Theorie für die zukünftige Ingenieurpraxis“. Zielgruppe sind junge Menschen, welche von Technik fasziniert sind, Freude an der Anwendung von Mathematik und Naturwissenschaft haben und sich am Anfang noch nicht auf eine spezifische Fachdisziplin festlegen möchten. Erst im zweiten Studienjahr erfolgt dann die Entscheidung für eine der insgesamt 9 Vertiefungsrichtungen:

• Bauingenieurwesen

• Bioverfahrenstechnik

• Elektrotechnik

• Energie- und Umwelttechnik

• Informatik

• Maschinenbau

• Mediziningenieurwesen

• Schiffbau

• Verfahrenstechnik.

In den Kernfächern werden zunächst die dauerhaft gültigen physikalisch-mathematischen Gesetzmäßigkeiten und Methoden vermittelt, welche die gemeinsame Grundlage der Ingenieurwissenschaften darstellen. Sie umfassen die Ingenieurmathematik, Chemie, Physik, Informatik sowie die Ingenieurfächer Technische Mechanik, Elektrotechnik, Thermodynamik, Regelungstechnik und Konstruktionslehre. Diese gemeinsamen Kernfächer machen knapp 50% des Studienplans aus. Den Studierenden erschließen sich hieraus Zusammenhänge zwischen den Disziplinen Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Informatik, Maschinenbau und Bauwesen. Durch den Besuch von Lehrveranstaltungen in den unterschiedlichen ingenieurwissenschaftlichen Bereichen werden die Studentinnen und Studenten mit den Denkweisen, Sprachen und Begriffen der verschiedenen Ingenieurdisziplinen vertraut gemacht. Trotz der breiten Grundlagenausbildung wird auf praktisches fachspezifisches Wissen nicht verzichtet.

Die fachliche Vertiefung erfolgt ab dem 3. Semester durch die Wahl einer spezifischen Ingenieurdisziplin (Vertiefungsrichtung). Neben Fachvorlesungen wird in der gewählten Vertiefung auch die Bachelorarbeit angefertigt und ein Fachpraktikum absolviert. Nach dem Erlernen von theoretischen Grundlagen und einer methodisch-analytischen Denkweise, bietet der Studiengang AIW auch einen großen Praxisanteil, in dem die erlernten Fähigkeiten angewendet werden sollen. Dies geschieht in einem 12-wöchigen Fachpraktikum und während der Bachelorarbeit am Ende des 7. Semesters.

Durch einen starken Fokus auf die methodisch-analytische Denkweisen und das fachübergreifende Grundlagenwissen ergibt sich eine sehr große Breite und Tiefe im Studium, welche über die der einzelnen Fachstudiengänge hinausgeht. Dies ermöglicht es den AIW-Absolventinnen und AIW-Absolventen sich schnell in andere Ingenieurdisziplinen einzuarbeiten, fachübergreifende Projekte zu verantworten, Lösungen für interdisziplinäre Problemstellungen zu entwickeln und mit einem sich ständig verändernden Arbeitsumfeld Schritt zu halten. Entsprechend breit sind später ihre beruflichen Möglichkeiten in einer Vielzahl von unterschiedlichen Branchen, Tätigkeiten und Positionen.

Besonders gefragt sind Absolventinnen und Absolventen der Allgemeinen Ingenieurwissenschaften im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie in fachübergreifenden Gebieten, wie beispielsweise dem Mediziningenieurwesen, der Mechatronik oder der Energietechnik. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 zieht dieser traditionsreiche Bachelor-Studiengang der TUHH daher kontinuierlich leistungsorientierte Studentinnen und Studenten aus ganz Deutschland nach Hamburg. Im Anschluss an das Bachelorstudium stehen je nach gewählter Vertiefung an der TUHH ein oder mehrere Masterstudiengänge zur Verfügung. Diese Masterstudiengänge vertiefen dann die Kenntnisse und Fähigkeiten in einer speziellen Ingenieurdisziplin. Neben den viersemestrigen Masterstudiengängen an der TUHH können auch dreisemestrige, nationale und internationale Masterstudiengänge für eine Weiterqualifikation gewählt werden.

Parallel zum Bachelor-Studiengang AIW gibt es den englischsprachigen Bachelor-Studiengang General Engineering Science (GES). Der Studiengang GES ist zum Großteil auf Englisch und das Schwesterprogramm zu AIW. Beide Studiengänge basieren auf derselben Philosophie und beinhalten weitgehend dieselben Kernfächer.